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Klein- und Mittelbetriebe sind Europas Erfolgsgaranten

Europäische Kommission präsentierte ihre neue KMU-Studie. Vizepräsidentin Carmen Goby: Klein- und Mittelbetriebe sind die positive Kraft in Europa und Österreich.

Vizepräsidentin Carmen Goby über die neue KMU-Studie
© WKK Vizepräsidentin Carmen Goby über die neue KMU-Studie

Zehn Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise und dem Inkrafttreten des Small Business Acts hat die Europäische Kommission auf der KMU-Vollversammlung am 20. November 2018 ihre neue KMU-Studie präsentiert. Vizepräsidentin Carmen Goby: „Die Studie zeigt deutlich, dass unsere KMU das Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind und an Stärke gewinnen. Klein- und Mittelbetriebe sind der Motor für Wachstum und neue Arbeitsplätze in Europa und in Österreich.“ KMU leisten einen wesentlichen Beitrag zur europäischen und österreichischen Wirtschaft: Sie erwirtschaften rund 60 Prozent der gesamten Wertschöpfung und beschäftigen zwei Drittel aller Arbeitnehmer. Die Wertschöpfung und Produktivität heimischer KMU liegt im EU-Ranking deutlich über dem Durchschnitt. Die positive Entwicklung wird voraussichtlich anhalten. Es zeichnen sich allerdings auch Risiken, vor allem in Form internationaler Spannungen und des BREXIT, ab.

Die Eckpunkte der Studie sind:

  • Die Erholung der KMU in der EU geht weiter
  • Der Beitrag der KMU zum Wachstum von Wertschöpfung und Beschäftigung übertraf das, was aufgrund ihrer relativen Bedeutung in der Wirtschaft zu erwarten gewesen wäre.
  • Die Performance in der EU entwickelt sich weiterhin unterschiedlich: In sechs Mitgliedstaaten wurde im Jahr 2017 ein Mehrwert erzielt, der immer noch unter ihrem jeweiligen Niveau von 2008 lag.
  • Durch die wirtschaftliche Erholung befeuert, stieg die Zahl der wachstumsstarken Unternehmen in der EU zwischen 2014 und 2016 um 24%. Zwei Drittel dieser Unternehmen stammen aus nur sechs Mitgliedstaaten (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Spanien, Frankreich, Italien und Polen).
  • Die Aussichten für 2018 und 2019 sind weiterhin positiv, aber aufgrund der ungeklärten internationalen Handelsbedingungen etwas unsicher.
  • Die Internationalisierung der KMU hat zum Wachstum beigetragen. Die Exporte von KMU in der EU-28 haben seit 2012 um 20% zugenommen.
  • Der Binnenmarkt ist der Markt für KMU in der EU-28. Sie machten 70% des Wertes der KMU-Exporte aus, 80% der exportierenden KMU verkauften in andere Mitgliedstaaten.
  • Die wirtschaftliche Bedeutung des indirekten Beitrags der KMU zum Export wird häufig unterschätzt.
  • KMU internationalisieren sich aufgrund strategischer Entscheidungen. Verfügbare politische Unterstützung kann eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung dieser Entscheidung spielen.
  • Es gibt Spielraum für politische Maßnahmen, die darauf abzielen, nichtexportierende KMU zu internationaler Expansion anzuregen. 

Fachkräftebedarf durch Innovation begegnen

„Wir müssen jetzt handeln und die richtigen Rahmenbedingungen setzen, um Signale frühzeitig richtig zu stellen. Es ist wichtig, dem Fachkräftebedarf von morgen schon heute durch Innovationen und Lösungskompetenz zu begegnen. Dazu gehört auch, dass unternehmerisches Denken bereits von Kindesalter an gefördert wird. Außerdem müssen wir Digitalisierung zur Chance nutzen und den Klein- und Mittelbetriebe bürokratiefreie Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen“, setzt Goby klare Prioritäten. „Wenn es uns dann noch gelingt, die Wirtschaft familienfreundlicher zu gestalten und so die Vereinbarkeit von Familien und Beruf nachhaltig zu stärken und auszubauen, können die Zeichen nur auf Erfolg stehen“, ist sich Vizepräsidentin Carmen Goby sicher.

Die Studie kann auf der Seite der Europäischen Kommission heruntergeladen werden.

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