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Klares Ja zum Logistikcenter in Villach: "Gewinn für ganz Kärnten"

Villach und Fürnitz entwickeln sich mehr und mehr zur wichtigen Logistikdrehscheibe. „Das logistische Großprojekt ist ein Gewinn für den gesamten Wirtschaftsstandort“, ist WK-Präsident Jürgen Mandl überzeugt.

Lagerist mit Hubwagen in Lagerhaus
© industrieblick - stock.adobe.com
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn in vier Jahren verkürzen sich die Fahrzeiten zwischen dem Kärntner Zentralraum und der Region Graz deutlich. „Nach vorliegenden Studien führt die neue, leistungsfähige Verbindung durch den Koralmtunnel mittel- bis langfristig zu einem Zusammenwachsen des lange verkehrsinfrastrukturell benachteiligten Südens und zur Entstehung eines neuen Wirtschaftsraums Südösterreich“, betont Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl.

Die durch Koralm- und Semmering-Basistunnel im Entstehen begriffene Baltisch-Adriatische-Achse, die Tauern-Achse, die Schober-Pyhrn-Achse sowie die Anbindung an die neue Seidenstraße über die Adriahäfen Koper/Triest/Rijeka bieten dem Wirtschaftsraum Südösterreich neue Entwicklungsmöglichkeiten. „Das ist eine einmalige Chance für unser Bundesland einen wirtschaftlichen Sprung zu machen“, findet Mandl und hebt die wichtige Rolle des Logistikcenters Fürnitz/Villach Süd hervor: „Der dort entstehende Dry Port wird zum Dreh- und Angelpunkt im Alpen-Adria-Raum“.

Kritik unverständlich

Die immer wieder aufkeimende Kritik an dem Großprojekt am Rande von Villach kann Bernhard Plasounig, Obmann der Bezirksstelle Villach, nicht nachvollziehen. „Da mehr als jeder zweite Euro in Kärnten im Export erwirtschaftet wird, ist es dringend erforderlich, das Logistikcenter auszubauen, um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.“ Das sieht auch Elisabeth Rothmüller-Jannach, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, so: „Wir dürfen diese Chance nicht verschlafen! Graz investiert über 100 Millionen Euro in deren Cargocenter und bereitet sich akribisch auf die neuen Verkehrsachsen vor. Kärnten darf in dieser Entwicklung nicht nur Zuschauer sein, sondern muss diese Jahrhundertmöglichkeit für sich nutzen!“ Keinesfalls darf Kärnten zum Transitland verkommen. „Wir müssen uns zum Logistikstandort etablieren. Ansonsten haben wir den Transitverkehr Richtung Graz, den damit verbunden hohen CO2-Ausstoß und keinerlei Wertschöpfung in Kärnten“, warnen Rothmüller-Jannach und Plasounig.

Endlich weg vom "Kasterl-Denken"

Bernhard Plasounig sieht kein Ungleichgewicht in der Schaffung neuer Industrieflächen und der Wahrung von Wald und Wiese: „Villach war und ist ein Verkehrsknotenpunkt. Die Drau, die Eisenbahn und die Autobahn haben uns zur wirtschaftlichen Stärke im Alpen-Adria-Raum verholfen. Villach hat viele Waldflächen und wurde erst in der jüngsten Vergangenheit als grüne Stadt ausgezeichnet. Ich finde es für die Zukunft überaus sinnvoll, im Raum Villach Gewerbe und Industrie mit den Verteilerzentrum auszubauen. Je mehr Unternehmen sich dort ansiedeln, desto mehr Arbeitsplätze werden in der Region geschaffen.“

Präsident Mandl appelliert, das große Ganze zu sehen: „Wir müssen endlich weg von diesem Kasterl-Denken! Die Kärntner Wirtschaft steht vor einer Megachance und ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Bevölkerung und Klima mehr als bewusst. Deshalb haben in den Plänen des Wirtschaftsraum Süd die Themen Bioökonomie und Green Energy höchste Priorität. Dies alles wird aber obsolet, wenn wir uns jetzt ausbooten lassen. Deshalb ist aus meiner Sicht die Umsetzung des zukunftsfähigen Logistikcenters Villach Süd unerlässlich!“

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