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Kern: „Wer mit Herz bei der Sache ist, wird besser sein“

Top-Manager Oskar Kern erzählt seinen Kindern Geschichten zum Einschlafen und Erwachsenen Geschichten zum Aufwachen. Mit seiner Geschichte will er andere inspirieren, auf ihr Herz zu hören.

Oskar Kern ist überzeugt, dass Herz gewinnt und dass von Managern nicht nur Fach-, sondern vor allem auch Sozialkompetenz gefordert ist.
© KK Oskar Kern ist überzeugt, dass Herz gewinnt und dass von Managern nicht nur Fach-, sondern vor allem auch Sozialkompetenz gefordert ist.

Sie sagen, Karriere zu machen war nicht Ihr Ziel, heute sind Sie Top-Manager. Wie haben Sie das geschafft?

Oskar Kern: Wichtig ist, dass man das tut, was einem sein Herz sagt. Wenn man mich fragt, was ich gut kann, dann sage ich: mit Menschen arbeiten. Ich habe im Lager begonnen und mit Menschen gearbeitet. Ich war Sozialarbeiter und habe mit Menschen gearbeitet. Und auch als Projektmanager habe ich mit Menschen gearbeitet. Den Begriff „Karriere“ mag ich nicht, denn er baut sehr viel Druck auf. Viele, gerade junge Menschen denken, sie brauchen das, um geliebt zu werden.  

Wie sehr haben Ihre Eltern Sie auf Ihrem Erfolgsweg ­inspiriert?

Ich habe alles von ihnen gelernt. Es gab große Brüche in meinem Leben und dann kam der Geistesblitz: Ich habe die Lösung zu allem schon gesehen. Wir reden über Strategien oder Fehlerkultur, dabei geht es in Wirklichkeit um die Bereitschaft, Neues zu tun. Den Nukleus aus allen Erfahrungen habe ich in 15 Kapiteln in meinem Buch zusammengefasst.   

Sie vertreten den Ansatz „Herz gewinnt“. Wie ist das zu verstehen?

Aus unternehmerischer Sicht bedeutet das, dass Firmen sich mit ihrem Portfolio auf die Kunden fokussieren müssen. Sie müssen sich mit ihren Fähigkeiten auseinandersetzen und auch mit neuen Dingen beschäftigen. Es ist wichtig, dass sie darauf schauen, wofür ihr Herz schlägt, denn in dieser Fokussierung liegt die Zukunft. Denn wer mit viel Herz und Leidenschaft bei der Sache ist, wird besser sein als der Mitbewerb. Gleiches gilt auch für die Mitarbeiter: Wenn sie das tun, was sie gut können, steigert das die Motivation, was sich in der Firmeneffizienz und nicht zuletzt auch in der Bilanz des Unternehmens niederschlägt. 

Wie muss man denn seine Mitarbeiter führen, um gemeinsam in Richtung Erfolg zu steuern?

Wir gehen in ein Zeitalter, in dem die hierarchischen Strukturen immer mehr verschwinden. Man spricht dann von agilen Führungsstrukturen, in denen es auch normal ist, dass der Mitarbeiter mehr weiß als das Management. Doch das Management muss darauf reagieren und die Mitarbeiter befähigen, selbst Entscheidungen zu treffen – sie müssen Unternehmer im Unternehmen werden. Das fordert aber Manager zu neuem Führungsverhalten: Sie müssen lenken und leiten statt führen und brauchen nicht nur Fach, sondern vor allem Sozialkompetenz. Es ist wie bei Kindern, denen man selbstständiges Denken beibringt: Man darf sie nur begleiten, aber nicht führen, man muss dann auch loslassen können und ihnen vertrauen, dass sie richtig entscheiden. 

Wie groß muss die Bereitschaft sein, auch einmal zu scheitern?

Es steckt schon im Wort „unternehmen“, dass die Bereitschaft da sein muss, zu scheitern, und das ist auch notwendig, damit eine Entwicklung entstehen kann. Würden Kinder Managementstrategien anwenden, die kein Scheitern vorsehen, würden sie alle im Gitterbett bleiben. Denn solange die Komfortzone nicht verlassen wird, gibt es null Entwicklung. Die Bereitschaft zu scheitern ist der Garant dafür, besser auf die Zukunft vorbereitet zu sein. 

Womit wollen Sie andere Unternehmer inspirieren?

Ich will Menschen dazu inspirieren, sich die Zeit zu nehmen und nachzudenken, welche ihre Fähigkeiten sind und wo das Herz und die Leidenschaft liegen, um erfolgreich zu sein.

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