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Keine Chance für Hacker und Cyber-Gauner

Volles (Volx)haus bei der gestrigen Cyber Security Night. Bei der Infoveranstaltung der „ExpertsGroup IT-Security“ erhielten die Besucher einen Einblick in den Umgang mit Cyberattacken und wurden über die jetzige und künftige Bedrohungslage aufgeklärt.

Nichts ist einfacher als im Internet zu surfen, Dinge online zu bestellen oder Filme auf Youtube zu schauen. Doch noch viel einfacher ist es, Opfer von Kriminellen im Internet zu werden. Mit immer neuen Maschen und Tricks versuchen Betrüger illegal an Geld zu kommen. Fast die Hälfte der österreichischen Unternehmen waren laut der Prüfgesellschaft KPMG schon Oper von Cyber-Angriffen.
Cyber-Experten unter sich: Markus Leeb, Holger Schmitz, Christian Baumgartner, Leopold Löschl und Martin Zandonella.
© WKK/Dietmar Wejand Cyber-Experten unter sich: Markus Leeb, Holger Schmitz, Christian Baumgartner, Leopold Löschl und Martin Zandonella.
Um solchen Fällen vorzubeugen, lud die Wirtschaftskammer Kärnten zur Cyber Security Night ins Volxhaus Klagenfurt. Mit Experten-Vorträgen und konkreten Anleitungen für den Schutz vor Cyberkriminalität wurden die Besucher anschaulich auf die Bedrohungen aus dem Netz aufmerksam gemacht. "Professionelle Angreifer sind oft viele Monate unerkannt im Unternehmen aktiv. Die Methoden werden immer raffinierter und Unternehmen erkennen meist viel zu spät die existenzgefährdenden Auswirkungen", erzählt der Sprecher der ExpertsGroup IT-Security der Wirtschaftskammer, Thorsten Jost.

Starker Anstieg der Kriminalität

Nicht selten geht es dabei um Finanzbetrug im großen Stil. Bei sogenannten „Fake President-Attacken“ schleusen Hacker und Gauner eine "Ransomeware" ein und können damit ganze Rechner in Geiselhaft nehmen und Lösegeld (engl. ransom) fordern.

Das bekommt auch die Polizei zu spüren. Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß gewährte einen Einblick in die noch unveröffentlichte Statistik zur Cyber-Kriminalität 2016. Der Trend verheißt nichts Gutes und lässt einen gewaltigen Anstieg der Cyber-Kriminalität für 2017 erwarten. Auch Leopold Löschl vom Bundeskriminalamt blickt besorgt in die Zukunft: "Bis 2020 wird es weltweit 50 Milliarden ungeschützte Geräte wie Laptops, Handys, Kameras oder TV-Geräte geben, die ohne Sicherheitssoftware von Hackern für Angriffe missbraucht werden können."

Live-Hacking und Tipps dagegen

"Cyberkriminalität ist einfach ein lukratives und komfortables Geschäftsmodell, das eine Strafverfolgung nahezu unmöglich macht", brachte es Christian Baumgartner vom Landeskriminalamt auf den Punkt. Umso wichtiger sei es, die Vorgehensweise der Hacker zu verstehen. Die Zuseher staunten nicht schlecht, als Markus Leeb, Geschäftsführer Epeios-sec, bei einem Live-Hacking demonstrierte, wie es mit wenigen Klicks gelingen kann, in ein fremdes System einzudringen.

Lösungen, um sich vor solchen Angriffen zu schützen, präsentierten Martin Zandonella, Sprecher der Kärntner IT-Branche und CEO Net4You Internet, und Holger Schmitz, Geschäftsführer Lanexpert. Ausführlichere Maßnahmen gibt es in der Erstauflage des Buches "IT-Sicherheit - Ein Leitfaden für die Praxis" (erhältlich in der WK Kärnten bzw. online unter webshop.wko.at).

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