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Kaufleute mit Herz und regionalen Produkten

Seit mehr als 60 Jahren und bereits in dritter Generation ist die Familie Zluga-Wurmitzer Nahversorger in Wernberg. Die aktuelle herausfordernde Situation meistern sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern.

Birgit Sacherer
Helmut Zluga mit Tochter Julia, Sohn Andreas und Ehefrau Jutta Zluga-Wurmitzer.
© KK/Peter Just Helmut Zluga mit Tochter Julia, Sohn Andreas und Ehefrau Jutta Zluga-Wurmitzer.
Am ersten Jänner dieses Jahres waren es volle 30 Jahre, seit Jutta Zluga-Wurmitzer selbstständig
ist. Bereits als Kind wusste sie, dass sie einmal in die Fußstapfen ihres Vaters treten und seinen
„Kaufmannsladen“ übernehmen wird. Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut hat sie aus einem
kleinen Geschäft in Wernberg einen Vorzeige-Nahversorger gemacht. Auf einer Fläche von knapp
1000 Quadratmetern wird ein Sortiment von rund 16.000 Produkten angeboten. In wenigen
Monaten werden ihre beiden Kinder Julia und Andreas in ihre Fußstapfen treten und die Geschäfte als Kaufleute weiterführen.

Doch dass sie bis dahin derart im Berufsleben gefordert sein wird, das hätte die erfahrene Nahversorgerin nie gedacht. „Die vergangenen sechs Wochen habe uns alle vor logistische Sonderaufgaben gestellt. Denn Hamsterkäufe sind nicht kalkulierbar“, erzählt die zukünftige Seniorchefin vom derzeitigen Alltag.

Hamsterkäufe waren eine Herausforderung

Neben Klopapier, Küchenrollen, Germ, Brotbackmehl, Nudeln, Kartoffeln und Fertiggerichten
waren es Geschirrspülmittel, Handschuhe, Desinfektionsmittel oder Seifen, mit denen sich die
Kunden eingedeckt haben. „Bei größeren Lieferungen sind unsere Mitarbeiter freiwillig gekommen
und haben mitgeholfen. Dafür bin ich ihnen unendlich dankbar“, erzählt sie. Das Kaffeehaus, das
ebenfalls von der Familie betrieben wird und an das Geschäft angrenzt, ist im Moment geschlossen. „Die Kellnerinnen sind jetzt im Spar beschäftigt, so können wir auf zwei Mitarbeiter mehr zurückgreifen.“

Auch wenn die langen Arbeitstage sehr fordernd sind, die Liebe zum Beruf ist größer denn je. „Wir bieten ein liebevoll zusammengestelltes Sortiment, legen schon viele Jahre großen Wert auf regionale Lebensmittel und unterstützen die Produzenten in der Umgebung." Schon vor dem „Covid-19-Alltag“ war der Betrieb unter den Familienmitgliedern bestens organisiert.
„Mein Herz liegt in der Feinkost, Tochter Julia ist ein Multitalent, läuft mit offenen Augen
durch das Geschäft und hilft, wo etwas zu tun ist. Sie macht daneben die Buchhaltung, sitzt aber auch bei der Kassa oder gibt Bestellungen auf. Mein Mann Helmut, der schon in Altersteilzeit
ist, ist für die Getränke und die Finanzen zuständig. Sohn Andreas folgt ihm jetzt bei den Getränken
nach und sitzt zusätzlich an der Kassa.“

Familienbetriebe bieten viele Vorteile

Einen großen Vorteil sehen die Kaufleute im Familienbetrieb. „Im Moment ist es ein großer Vorteil,
dass wir ein Familienunternehmen sind, da sich die Mitarbeiter besonders zugehörig fühlen und
wir besser zusammenhelfen können. Wir sind einfach ein eingespieltes Team und jeder weiß, an
welcher Stelle er helfen kann“, so Zluga-Wurmitzer. „Keiner kennt Zukunft, doch wir sind zuversichtlich, dass wir durch die Sicherheitsmaßnahmen der Regierung bestmöglich geschützt sind.“

Und wenn die Mitarbeiter merken, dass Kunden nervös sind oder Angst vor dem Einkaufen haben,
versuchen sie Ruhe zu vermitteln und beim Einkauf zu helfen. „Die Kunden schätzen die Arbeit sehr, bedanken sich oft bei uns und überraschen uns mit kleinen Aufmerksamkeiten wie etwa Süßigkeiten.“ Auch wenn die Arbeit sie derzeit sehr fordert, auf eines freut sich die Geschäftsfrau jeden Tag: Ein paar Seiten in einem spannenden Buch zu lesen. Dafür wird sie in wenigen Monaten noch mehr Zeit haben. Doch wer sie kennt, weiß auch, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann ihren beiden Kindern und Mitarbeitern auch weiterhin helfend zur Seite stehen wird.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 13 der "Kärntner Wirtschaft".

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