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Kampf gegen die Schwarzarbeit

Rund 1200 Mal rücken die Mitarbeiter des Kärntner WKO-Erhebungsreferates pro Jahr aus – für die Unternehmer und gegen die Schwarzarbeit.

Wenn Geld „schwarz“ in die Kasse wandert, dann bedeutet das nicht nur unfairen Wettbewerb gegenüber allen redlichen Wirtschaftstreibenden, sondern auch milliardenschweren finanziellen Schaden. Deshalb ist der Erhebungsdienst der Wirtschaftskammer Kärnten auch im Auftrag der Fachgruppen und Mitgliedsbetriebe rund 1200 Mal im Jahr unterwegs, „um zu informieren und den Rechtszustand herzustellen“, erklärt Leiter Georg Lamp. „Wie wichtig die Arbeit des Erhebungsreferates ist, zeigt sich daran, dass diese nun auch ausdrücklich im Wirtschaftskammergesetz verankert wurde.“ Ob kosmetische Dienstleistungen, Kaffee im Buschenschank oder Reparaturen in der Autoservice-Station: Zu tun gibt es für die Mitarbeiter des Erhebungsreferates, die von Berufsdetektiven unterstützt werden, reichlich. 

Der Tagesablauf für die Mitarbeiter des Erhebungsreferates ist abwechslungsreich. Die Aufträge eines Tages sind unterschiedlich. Oft ist es eine Erhebung eines unternehmerischen Leistungsumfangs. Will heißen: Eine Anfrage, ob der Betrieb die nötigen Berechtigungen für angegebene Offerte hat. „Es kommt vor, dass Mitbewerber mit solchen Fragen an uns herantreten“, erklärt Lamp, „meist lässt sich eine Beschwerde durch ein beratendes Gespräch aber rasch aufklären.“ Lamp erzählt: „Viele wissen oft nicht, dass sie sich außerhalb ihrer erlaubten Befähigungen bewegen.“

Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt – allein in diesem Jahr werden in Österreich „19,29 Milliarden Euro an Wertschöpfung durch Pfusch erwirtschaftet werden“, rechnet Wirtschaftsprofessor Friedrich Schneider vor, von diesen entfallen auf Kärnten 1,3 Milliarden Euro. „Durch diese Schattenwirtschaft entgehen dem Staat rund 2,2 Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben“, betont Schneider.

Durch die Novelle der Gewerbeordnung wurden die Nebenrechte ausgeweitet, sodass die Überschreitungen von Befugnissen deutlich zurückgehen werden. Inhaber eines reglementierten Gewerbes können 15 Prozent des Auftragsvolumens in andere reglementierte Gewerbe hinein­arbeiten, innerhalb der freien Gewerben sind es sogar 30 Prozent des Jahresumsatzes.


Tipp!
Hotline gegen Pfusch: Tel. 0676 885 868 470 oder www.wko.at/ktn/gewerbe


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