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Kärntner Wirtschaft setzt sich für Ukraine-Vertriebene ein

Ein Bündel an Unterstützungsmaßnahmen hat die Kärntner Wirtschaft geschnürt, um erste Hilfe zu leisten und den Kriegsflüchtlingen zumindest vorübergehend eine Perspektive zu bieten.

Gemeinsam für die Ukraine: Walter Sabitzer, Obmann der Bezirksstelle St. Veit, Ukraine-Koordinatorin Alessia Sasina und Rotary-Beauftrager Sebastian Adami
© WKK Gemeinsam für die Ukraine: Walter Sabitzer, Obmann der Bezirksstelle St. Veit, Ukraine-Koordinatorin Alessia Sasina und Rotary-Beauftrager Sebastian Adami
Der Krieg in der Ukraine hat bekanntlich eine Flüchtlingswelle ausgelöst, deren Ausläufer bis nach Kärnten reichen. Viele Privatpersonen, die öffentliche Verwaltung, aber auch die Wirtschaft tragen ihren Teil dazu bei, um die Vertriebenen in dieser äußerst schwierigen Lebenssituation zu unterstützen. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl: „Wir erleben die größte Flüchtlingswelle in Europa seit dem zweiten Weltkrieg. Sie wird größer werden und länger dauern, als wir möglicherweise aus heutiger Sicht erwarten. Deshalb bringt sich auch die Wirtschaft stark ein, sowohl mit kurzfristigen Maßnahmen als auch mit Angeboten, um auf längere Sicht Perspektiven zu bieten.“

Kindergarten als „Stück Normalität“
So können bereits seit einigen Tagen auf Initiative der WK gemeinsam mit dem Hilfswerk 24 ukrainische Kinder in zwei Gruppen den Kindergarten Rauscherpark in Klagenfurt besuchen. „Sowohl die Kinder als auch ihre Mütter sind glücklich über dieses Stück Normalität, das sie nach Tagen und Wochen der Flucht nun wieder zurückgewonnen haben“, erklärt dazu die Ukraine-Koordinatorin der Wirtschaftskammer, Alessia Sasina. Sie stammt aus der Ukraine, war auch bereits in den ersten Kriegstagen mit einem selbst organisierten Hilfskonvoi aus Kärnten an der Grenze und hat auch Vertriebene bei sich aufgenommen: „Sie sind erschüttert, aber auch dankbar. Und sie wollen sich nützlich machen und nicht völlig auf fremde Hilfe angewiesen sein.“

WIFI-Sprachkurse als Einstiegshilfe
Diese Bereitschaft möchte auch das WIFI Kärnten unterstützen und bietet daher bereits kostenlose Deutschkurse für die vorwiegend weiblichen ukrainischen Vertriebenen an. „Der Schlüssel zu sehr vielen Tätigkeiten ist die zumindest grundlegende Kenntnis unserer Sprache. Außerdem wird es durch möglich, die bisherigen Ausbildungen, Tätigkeiten oder Interessen der Kursteilnehmerinnen zu erfahren und entsprechende berufliche Möglichkeiten zu suchen“, so Mandl. Kritik, wonach die Wirtschaft nur billige Arbeitskräfte suche, tritt Mandl entscheiden entgegen: „In meinem Verständnis gibt es für solche Verdächtigungen wenig Platz. Nachdem Männer aus der Ukraine aus Gründen der Wehrpflicht nicht ausreisen dürfen, sind die allermeisten Flüchtlinge Frauen, viele mit Kindern. Und alle hoffen auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimat. Das Arbeitskräfteproblem der Kärntner Wirtschaft wird sich also damit sicher nicht lösen lassen. Uns geht es lediglich darum, vernünftige und praktikable Übergangslösungen zu finden.“

CIC organisiert Erstberatung auf Ukrainisch
Dabei unterstützt auch das Carinthian International Center (CIC, https://www.cic-network.at/), an dem die Wirtschaftskammer und die Sparte Industrie maßgeblich beteiligt sind. Das Center versteht sich als erste Anlaufstelle für neu in Kärnten ankommende Menschen und bietet in den nächsten Wochen auch Flüchtlingen aus der Ukraine gratis Beratungen zum Leben in Kärnten an: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 12.00 – 14.00 Uhr (in Ukrainisch). Außerdem organisiert das CIC im Auftrag der Wirtschaft auch vierwöchige Intensiv-Deutschkurse (528 Stunden) mit Kinderbetreuung für Gruppen à 10 Personen, die von einem oder zwei Unternehmen finanziert werden können.

Tourismus bietet Jobs für die Sommersaison
Nicht nur die Industrie, auch der Kärntner Tourismus bietet den Neuankömmlingen Beschäftigungsmöglichkeiten: Die Tourismus-Jobbörse Ende April wird auch den Fokus auf die Vertriebenen haben, auch Drucksorten auf Ukrainisch sind bereits in Vorbereitung. Mandl: „Manche Hotels verzichten bereits auf die Sommersaison und haben Vertriebene bei sich aufgenommen. Die Wirtschaft heißt die Flüchtlinge aus der Ukraine willkommen, bedauert ihr Schicksal, unterstützt sie und freut sich, wenn die eine oder der andere zumindest für die Zeit des Aufenthaltes in Kärnten irgendwo anpacken will.“

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