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Kärntner Wirtschaft begrüßt Breitbandausbau für KMU

Während der Bund die Bedeutung des Themas für die regionale Wirtschaft erkannt hat, findet LHStv. Schaunig wochenlang keine Zeit für einen Gesprächstermin, bedauert IT- Spartenobmann Zandonella.
Breitband Internet Glasfaser Kabel Online
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Wie Infrastrukturminister Leichtfried und die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer, Renate Scheichelbauer-Schuster, kürzlich bekanntgaben, investiert das Ministerium ab Ende Mai 21 Millionen Euro in Glasfaser-Internetanschlüsse für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die WKÖ unterstützt die Initiative durch eine Informationsoffensive. Für Kärntens IT-Spartenobmann Martin Zandonella ist das der richtige Weg: „Wichtig ist die geplante Anbindung der Betriebe mittels Glasfaser, denn nur dann ist der Anschluss mit entsprechenden Bandbreiten fit für die Zukunft.“

 

Das sei auch die Schwierigkeit mit dem von LHStv. Schaunig vor kurzem groß verkündeten Breitbandausbau in Kärnten. Dabei sei nur der „Backbone“, also die Datenautobahn zwischen den Ballungszentren und den Gemeinden, aus hoch leistungsfähigen Glasfasern; die Anbindung in den Ortschaften und vor allem die entscheidende „last mile“, also die Verbindung vom Betrieb zum nächsten Verteilerknoten, sei meist nach wie vor in der „Alttechnologie“ mittels Kupferkabel ausgeführt. Zandonella: „Bereits heute sind 25 Prozent der Kärntner Betriebe in ihrer Geschäftstätigkeit durch mangelndes Breitbandinternet beeinträchtigt, beim aktuellen Ausbautempo werden es 2020 mindestens 50 Prozent sein! Die benötigten höheren Bandbreiten können von diesen Betrieben nur zu standortgefährdend hohen Preisen bezogen werden und benachteiligen den ländlichen Raum massiv.“

 

Aus Sicht des IT-Unternehmers Zandonella unterstützt das Land nun den Telekomanbieter A1, seine bestehenden Kupferleitungen möglichst lange nutzen zu können, auch wenn sie nicht mehr den Anforderungen moderner digitaler Kommunikation entsprechen. „Wir sind dagegen, mit öffentlicher Unterstützung veraltete Technologien noch eine Zeitlang am Leben zu erhalten, sondern wollen in die bestmögliche Lösung für die Zukunft investieren.

Die Versprechen der A1, weitere 54.000 Haushalte bis 2020 mit zumindest 30 Mbit/s und maximal 150 Mbit/s asymmetrischer Bandbreiten zu versorgen, widersprechen nicht nur der Zielsetzung des Breitbandmasterplans des Landes, sondern belegen für sich, dass es sich hier nicht um Glasfasern bis in die Gebäude handelt, sondern um die Weiternutzung des Kupfernetzes. Zandonella: „Es ist hoch an der Zeit, dass wir uns von einzelnen Anbietern keinen Sand mehr in die Augen streuen lassen – und dass die Politik aufhört, uns Sand in die Augen zu streuen!“

 

Laut Wirtschaftskammer gibt es in nahezu allen Branchen den Bedarf, Klein- und Mittelbetriebe an das Hochleistungsinternet anzubinden. Schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten sind etwa notwendig, um Plandaten im Baubereich zu übermitteln oder zusammenarbeitende Betriebe in der Produktion und bei Dienstleistungen zu vernetzen, etwa bei Tischlereien oder im Kfz-Bereich. Für die Echtzeit-Auswertung von umfangreichen Daten bei neuen Technologien wie etwa dem 3D-Druck ist schnelles Internet ebenfalls eine wesentliche Voraussetzung und natürlich benötigt jedes Hotel hohe Übertragungsgeschwindigkeiten für das Gäste-WLAN.

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