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Kärntner Tourismus: Sagen wir "JA" zur Öffnung

Offener Brief der Kärntner Tourismuswirtschaft an die österreichische Bundesregierung: Es ist jetzt dringend an der Zeit für ein klares gemeinsames Bekenntnis:Sagen wir „JA“ zur Öffnung unseres Landes am 12. Dezember und wenden wir uns gegen den Stillstand, unter dem wir alle leiden!

Offener Brief an die österreichische Bundesregierung
© stock.adobe.com
Selbstverständlich ist die Gesundheit das höchste Gut. Dazu bekennt sich die österreichische Tourismuswirtschaft klar, steht zu ihrer Verantwortung für das Land und hat deshalb die Maßnahmen zur Ein­dämmung dieser Pandemie stets mitgetragen. Neben der gesundheitlichen Verantwortung geht es aber auch um eine wirtschaftliche und soziale Verant­wortung. Eine fortlaufende Pandemiebekämpfung auf dem Rücken der Betriebe und ihrer Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter wäre ein Wachstums- und Jobkiller.

Mit Blick auf unsere Nachbarregionen, die den ­Tourismus weiter am Laufen halten, und angesichts der rückläufigen Infektionen muss allen klar werden: Tourismus, Freizeitwirtschaft und Kultur gehören zu jenen Bereichen, die ab 12. Dezember ohne Bedenken – unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen – wieder geöffnet werden können. Dieses Öffnungsdatum haben die Regierung und die Landes­hauptleute vereinbart und zugesagt und die Einhaltung dieses Versprechens fordern wir jetzt ein.

Es geht uns nicht um Öffnen um jeden Preis, sondern um ein sicheres Öffnen. Und das können wir. Das haben die Betriebe – quer durch alle Branchen - gezeigt, sie haben enorm in Sicherheitsmaßnahmen investiert und nun alle Werkzeuge in der Hand, um dies möglich zu machen.

Unsere Betriebe sind nicht das Problem, sondern die Lösung: Als verantwortungsvolle Gastgeber haben sie sich für diesen Winter – wie schon im Vorjahr – umfassend vorbereitet und bekennen sich zur strikten Einhaltung und Kontrolle der geltenden Sicherheitsmaßnahmen. Das Testprogramm
„Sichere Gastfreundschaft“ wurde weiter ausgebaut und der Aufruf, die kostenlose Corona-Schutz­impfung in Anspruch zu nehmen, umfassend unterstützt. Zahlreiche Betriebe gehen auch noch deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Dass ein sicherer Tourismus möglich ist, spiegelt sich auch in den Analysen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wider, die lediglich 1-2 Prozent der Infektionen im Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft ausweisen. Der Großteil der In­fektionen findet im ungeschützten privaten Bereich statt.

Drei Wochen Lockdown sind genug. Der Winter muss für die heimischen Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich planbar werden. Tourismus, Freizeitwirtschaft und Kultur müssen – wie fix zugesagt – gemeinsam mit allen anderen Branchen ab 12. Dezember geöffnet werden. Alles andere würde schwerste, nicht wiedergutzumachende Schäden für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Österreich bedeuten. Tourismus und Freizeitwirtschaft schaffen direkt und indirekt 670.000 Arbeitsplätze und leistet einen Beitrag von 15 Prozent des Bruttoinlands­produkts. Es gibt keinen Wirtschaftsbereich, der nicht mit dem Tourismus verbunden ist.

Daher der dringende Appell an die neue Bundes­regierung und die Landeshauptleute:

„Sagen Sie ‚JA‘ zu einer dauerhaften Öffnung ab 12. Dezember und bekennen Sie sich damit auch zum heimischen Tourismusstandort!“

Mag. Josef Petritsch
Spartenobmann  
Sigismund E. Moerisch
Fachgruppenobmann Hotellerie
Stefan Sternad
Fachgruppenobmann Gastronomie

Mag. Markus Malle
Vorsitzender der
Fachvertretung Kino, Kultur- und Vergnügungsbetriebe

Mag. Andrea Brennacher-Springer 
Fachgruppenobfrau
Reisebüros
Andy Wankmüller
Fachgruppenobmann Freizeit- und Sportbetriebe
Mag. Johannes Eder, MBA
Fachgruppenobmann Gesundheitsbetriebe



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