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Kärntner Seilbahnen: Starkes Investitionsplus für Winterspaß

26 Millionen Euro – um 11 Millionen mehr als noch im Vorjahr – investieren die Kärntner Seilbahnunternehmen heuer in neue Anlagen, Komfortverbesserung, effiziente Beschneiung und Sicherheitsvorkehrungen.

Kärntens Seilbahnbetriebe sind im Sommer & Winter stark: Wolfgang Löscher, Geschäftsführer Kärntner Skipass, WK-Fachgruppenobmann Klaus Herzog und Reinhard Zechner, Landessprecher Kärnten der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen.
© WKK/Lobitzer Kärntens Seilbahnbetriebe sind im Sommer & Winter stark: Wolfgang Löscher, Geschäftsführer Kärntner Skipass, WK-Fachgruppenobmann Klaus Herzog und Reinhard Zechner, Landessprecher Kärnten der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen.

Der Countdown zum Winterspaß läuft. Die Sommersaison für die Kärntner Seilbahnbetriebe geht zwar offiziell erst in den nächsten Tagen zu Ende, aber der Winter steht zumindest für die Kärntner Bergbahnen bereits vor der Tür: "Wir bereiten uns auf die bevorstehende Wintersaison vor, sind gut aufgestellt und freuen uns auf die Snowopenings", betont Klaus Herzog, Fachgruppenobmann der Kärntner Seilbahnen. Bei einem Pressegespräch heute in der Wirtschaftskammer hob er die Bedeutung der Branche für den Tourismus, aber auch für die Einheimischen hervor: Denn die Seilbahnen bieten nicht nur mehr als 1000 sichere Arbeitsplätze im Winter, sondern jeder Euro Umsatz bei einer Seilbahn bewirkt weitere sechs Euro Umsatz in der Region. 55 Mitgliedsbetriebe betreiben 197 Seilbahnen inklusive Schlepplifte und investieren für die kommende Wintersaison insgesamt 26 Millionen Euro in die Themen Sicherheit, Komfort und Schneegarantie. Herzog: "Wenn wir uns die Customer Journey vor Augen führen, dann muss es perfekt sein, damit der Gast zuhause seinen Freunden und in den sozialen Medien erzählt, dass es ein toller Schitag in Kärnten war!"
 
Seilbahn-Investitionen im Überblick
Der Schwerpunkt bei den getätigten Investitionen der Kärnten Seilbahnunternehmen liegt auf noch mehr Schneesicherheit und noch bessere Pistenpräparierung. "Ungefähr 80 Prozent der Kärntner Pisten werden beschneit. Damit sorgen wir für Unabhängigkeit vom natürlichen Schneefall und für ein garantiertes Schnee-Erlebnis für unsere Gäste", so Herzog. Dazu kommen hohe Investitionen in die Technik - angefangen bei neuen Pistengeräten über die Nachrüstung von Liften bis hin zu Investitionen in Berggastronomie und Fun-Parks. "Alles in allem sind das lauter Investitionen in noch mehr Qualität," erklärt der Fachgruppenobmann und sagt in aller Deutlichkeit: "Die Seilbahnen sind das Zugpferd Nummer eins für den Kärntner Tourismus und bringen durch ihre hohen Investitionen zahlreiche Wertschöpfungseffekte für andere Branchen."
 
Hier ein Überblick über alle Investitionen für die Wintersaison 2018/19:

  • Am Nassfeld setzt man auf grüne Energie: Zehn Ladestationen für Elektroautos werden am Parkplatz geschaffen, der Millennium-Express erneuert, neue Pistengeräte inkl. Schneehöhenmessung angeschafft sowie neue Pisten gebaut und die Beschneiung ausgebaut. 
  • Am Katschberg wird mit der gesamten Summe eine Achter-Gondelbahn angeschafft.
  • Auf der Turrach wird das Zentralgebäude umgebaut und in Beschneiungsanlagen investiert.
  • Am Großglockner gibt es eine neue Beschneiungsanlage. Saisonale Höhepunkte:Großglockner Freeride Open, Ö3-Pistenbully, Großglockner Rennen
  • Auf der Gerlitzen wird die Beschneiungsanlage erweitert, eine Schneehöhenmessung und neue Pistengeräte angeschafft sowie die Berggastronomie umgebaut. Events: GRATIS Skitest der Skischule, Start der Stella Ronda Snowchallenge, Christkindl Skitag (Kinder gratis), Ski-Show der Skischule Gerlitzen am Moserhang
  • In Bad Kleinkirchheim finden Qualitätsverbesserungen im Bereich Pistenleitsysteme, Ski-Infrastruktur (Rastplätze, Snowpark, Kidsslope) und Gästeinfrastruktur statt. Außerdem gibt ab diesem Winter ein Snowtubing beim Ottinger. Highlights: Dem Vollmond entgegen - Skitour in Bad Kleinkirchheim, Angebot für frühe Vögel: Wer der erste ist am 05.01.2019, 16.02.2019, 23.02.2019 auf der Piste bekommt einen zweistündigen Gutschein im Thermal Römerbad, Wenn die Musi spielt Winter Open Air, ORF Lust am Winter, EinTagsHeld-Challenge.
  • Am Goldeck werden die Schirmbar, der Shop und das Café an der Talstation attraktiver gestaltet. Saisontermine: Osterhasenwoche, Sicherheitstag, Familienskitag.
  • Bei den Mölltaler Gletscherbahnen findet heuer das Mölli Powder Opening statt.
  • Am Weißensee wird in diesem Jahr in einen neuen Schneeerzeuger investiert. 
  • Das Dreiländereck schafft eine neue Schneeanlage und ein neues Pistengerät an. Höhepunkte: jeden Donnerstag bis 22 Uhr gratis Skitourennacht, Kelag PlusClub Joker Skitag, DreiländerATTeck, Saisonabschlussrennen.
  • Auf der Koralpe kann ab 8. Dezember der Ski geschwungen werden.
  • Auf der Simonhöhe wird die Fluchtlichtanlage sowie der Snowpark und der Kids Park erweitert. Der Nachtskilauf und diverse Skirennen bilden die Highlights.
  • Am Ankogel startet die Wintersaison am 22. Dezember.
  • Im Bodental gibt es eine neue Schneekanone, einen Seillift, erweiterte Absperrungen und ein neues Kinderland. Saisontermin: Rupert Sereinig Gedächtnislauf
  • Am Hochrindl wird in Schneekanonen und Infrastruktur investiert. Events: Winterskirennen, Familienskitag, Ladys Day Hochrindl, Nostalgie Skitag, Skilehrerrennen.
  • Auf der Sportunion Rosenbach - Liftanlage St. Jakob im Rosental finden Schulskikurse, Gemeinderennen und regionale Rennen statt.
  • Auf der Emberger Alm beginnt die Saison am 21. Dezember
  • In Weißbriach setzt man auf einen neuen Speichersee mit 10 000 m³ Fassungsvermögen. 

Noch immer Trend
"Unsere Investitionen kommen fast ausschließlich unseren Gästen zugute," sagt Fachgruppenobmann Klaus Herzog und räumt mit den Vorurteilen gegenüber dem Skisport auf: "Skifahren ist kein Risikosport und genauso wenig ist es out, über die Piste zu wedeln!" Hohe Qualität der Seilbahnanlagen, intensive Pistenpräparierung und eine aufgestockte Pistenrettung sorgen dafür, dass die Sicherheit auf den Pisten hochgehalten wird. Die Anzahl der Skiunfälle hat sich in den vergangenen zehn Jahren halbiert - und das trotz steigender Beförderungszahlen. Das liegt nicht zuletzt auch an dem engmaschigen Rettungssystem. Steigende Skier Days beweisen: Skifahren ist jung, "in" und gut. Der Altersdurchschnitt der Skifahrer liegt bei etwa 39 Jahren, ein Drittel der alpinen Wintersportler ist unter 30. "Jeder sechste weltweite Skitag wird auf heimischen Pisten verbracht. Das sagt eigentlich schon alles. Österreich und auch Kärnten stehen bei den Wintersportlern hoch im Kurs", meint Herzog.
 
Moderate Preisgestaltung
Unterschiedliche und oft kostenintensive Rahmenbedingungen erfordern bei Betrieben, und damit auch bei Seilbahnunternehmen, Preisanpassungen. Dass diese aber moderat ausfallen, bestätigte Wolfgang Löscher, Geschäftsführer des Kärntner Skipasses: "Bei den Liftkarten gibt es eine Preiserhöhung von einem Euro pro Tageskarte. Und auch den Preis vom Kärntner Skipass haben wir lediglich um 1,9 Prozent angehoben." Die derzeit große Nachfrage nach dem Kärntner Skipass zeigt, dass Skifahren und Snowboarden noch immer die Wintersportarten schlechthin sind. "Der Pass gilt von 1. September bis 12. Mai, ist in allen Kärntner Skigebieten gültig, kann täglich benutzt werden und wer schnell ist, kann sich bis Anfang Dezember den Vorverkaufspreis sichern", führte Löscher aus.
 
Unterstützung des Landes notwendig
Keinen Zweifel lässt Löscher allerdings daran, dass noch größere Investitionen auf die Branche zukommen: In den kommenden zehn Jahren seien rund 150 Millionen Euro nötig, um die in die Jahre gekommenen Anlagen zu erneuern und im Wettbewerb - vorwiegend mit den westlichen Bundesländern - Schritt zu halten. Löscher: "Dazu wird auch die Unterstützung durch das Land Kärnten notwendig sein, um die wir in der kommenden Zeit intensiv ersuchen werden. Immerhin sind die Seilbahnen im Sommer wie im Winter ein ganz wesentlicher Faktor für den gesamten Tourismus."
 
Angebot für Kärntner Schulen
Und auch für den Erhalt der Nationalsportart Schifahren leisten die Bergbahnen einen unverzichtbaren Beitrag: Die "Erlebniswoche im Schnee" weckt auch bei den jüngsten Kärntnerinnen und Kärntnern den Spaß am Skifahren. Im Vorjahr ermöglichten die Kärntner Seilbahnen und der Kärntner Landesschulrat 8300 Kindern von 300 bis 350 Schulen dieses Angebot. Und auch heuer können die Schülerinnen und Schüler wieder über die Piste flitzen:

  • Erlebniswoche im Schnee für Volksschulen:
    • Eintägig im Zeitraum zwischen 21. - 25. Jänner 2019
    • Gratistageskarte
    • oder: 3-Tages-Paket um 12,00 Euro
    • Anmeldestand 16.10.: 2100 Kinder aus 160 Volksschulen
       
  • Wintersportwoche für Sekundarstufen I und II (NMS, PTS, ASO, AHS, BMHS, BS)
    • mindestens fünf unmittelbar aufeinanderfolgende Tage, die mit Nächtigungen in einem Auswärtsquartier in Kärnten verbunden ist
    • pro Skitag 7,50 Euro, bei fünf Tagen 37,50 Euro
Kärntner Bergsommer

Die Investitionen kommen selbstverständlich nicht nur den Wintergästen zugute, sondern die Kärntner Bergbahnen sind auch im Sommer ein echter Gästemagnet. "Mehr als eine Million Gäste brachten unsere Seilbahnunternehmen im Sommer 2018 hinauf auf die Berge. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dreijahresvergleich beträgt die Steigerung sogar 17,3 Prozent", freut sich Reinhard Zechner, Landessprecher Kärnten der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Seit 2001 leisten die "Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen Pionierarbeit in Sachen Sommer-Bergerlebnis. "Sechs dieser österreichweit 61 für ihre Erlebnisqualität zertifizierten Berge befinden sich in Kärnten. Bad Kleinkirchheim, Gerlitzen Alpe, Goldeck, Katschberg, Nassfeld und Turracher Höhe bilden die Speerspitze des Seilbahnen-Bergsommerangebots im Land", führt Zechner aus und hat noch mehr gute Nachrichten im Gepäck: "Herausragend und österreichweit einmalig ist, dass bei uns in Kärnten alle 16 Seilbahnunternehmen mit Sommerbetrieb zusammenarbeiten. Gemeinsam sind wir dabei, unser Sommerangebot noch vielfältiger und für die Gäste noch attraktiver zu machen."

Rückfrage:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe der Seilbahnen
Mag. Gerhard Eschig
T 05 90 90 4-500
E gerhard.eschig@wkk.or.at

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