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Mandl: Kärntner Lehrbetriebe setzen trotz Pandemie auf Fachkräfteausbildung

Die Wirtschaft appelliert an die Bundesregierung, den abgelaufenen Lehrlingsbonus zu verlängern.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer
Die diesjährigen Lehrlingsaufnahmen sind großteils abgeschlossen und die vorliegenden Zahlen zeigen - vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen - in Kärnten ein erfreuliches Bild. So lag die Gesamtzahl der in Unternehmen ausgebildeten Lehrlinge zum Stichtag 31.10. sogar um 1,5 Prozent höher als zum Vergleichsstichtag vor einem Jahr. Bei den Lehranfängern wurden aufgrund der Corona-Krise Rückgänge bis zu 20 Prozent prognostiziert, unterm Strich wurden es in Kärnten -4 %, was in absoluten Zahlen einer Lücke von rund 100 Lehranfängern entspricht. Mandl: „Sowohl bei der Gesamtlehrlingszahl, die im Österreichschnitt um 0,6 Prozent gesunken ist, als auch bei den Lehranfängern, die in der österreichweiten Betrachtung um 8 Prozent zurückgegangen sind, konnte Kärnten damit unter den Bundesländern mit Abstand am besten abschneiden.“
 
Das und die Tatsache, dass die Zahl der Lehrvertragslösungen sogar um 22 Prozent zurückgegangen ist, zeige eindrucksvoll, dass die Kärntner Unternehmen auch in wirtschaftlich äußerst herausfordernden Zeiten ihre Verantwortung sehr ernst nehmen, vorausschauend handeln würden und sich der Bedeutung der Ausbildung ihres Fachkräftenachwuchses bewusst seien. Begleitend dazu beigetragen habe neben der Möglichkeit zur Kurzarbeit auch der Lehrlingsbonus der Bundesregierung, der insbesondere für kleinere Unternehmen die Entscheidung, auch in Krisenzeiten auf die Ausbildung zu setzen und damit aber auch langfristige Verpflichtungen einzugehen, gewiss erleichtert habe. Mandl: „Bedenkt man, dass sich in diesem Ausnahmejahr vieles verzögert hat, liegt es auf der Hand, dass es vor allem in schwer betroffenen Branchen nach wie vor eine Reihe von Unternehmen gibt, die aus wirtschaftlichen Erwägungen noch unentschlossen sind und mit einem kleinen finanziellen Anreiz zur Aufnahme von zusätzlichen Lehrlingen motiviert werden könnten. Umso bedauerlicher und wenig vorausschauend ist es daher, dass der Lehrlingsbonus für neu abgeschlossene Lehrverträge mittlerweile per 31.10 ausgelaufen ist. Denn jeder Lehranfänger weniger ist einer zu viel und trägt letztlich zur weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels bei.“ 

Die Kärntner Wirtschaft appelliert daher dringend an die Bundesregierung, vorhandene Mittel zu nutzen und die Förderung zumindest bis 31.12.2020 fortzuführen. „Denn jeder in eine fundierte betriebliche Ausbildung investierte Euro ist nicht nur eine Investition in die Jugend und die Zukunft der Unternehmen, sondern auch in unseren Wirtschaftsstandort“, so Mandl. Einen Appell gelte es auch an die Jugend zu richten, der es heuer durch die Corona-Einschränkungen erschwert worden sei, z.B. über eine Schnupperlehre mit Unternehmen in Kontakt zu treten und ihren Wunschberuf richtig kennen zu lernen, betonte Mandl: „Alle noch Unentschlossenen oder jene, die das Gefühl haben eine falsche schulische Entscheidung getroffen zu haben, sollten unbedingt auch jetzt noch die Chance auf eine Zukunft als stark nachgefragter Lehrabsolvent ergreifen und sich in einem Lehrbetrieb vorstellen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind nach wie vor ausgezeichnet - viele Unternehmen suchen noch immer händeringend nach jungen, motivierten Nachwuchskräften, auf die sie in Zukunft bauen können.“

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