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Kärntner Konjunktur: Positiver Ausblick „mit Stolpersteinen“

Die Wirtschaft blickt bei der bereits 15. Kärntner Investitions- und Konjunkturkonferenz (KIKK) grundsätzlich optimistisch ins nächste Jahr, doch es gibt Unbekannte, Hausaufgaben und Herausforderungen. Entscheidend ist das Ende des Lockdowns am 13. Dezember. LH Kaiser schlägt saisonenübergreifendes Corona-Maßnahmenpaket vor.

Die Investitions- und Konjunktureinschätzung von rund 6000 österreichischen und Kärntner Betrieben ist seit Jahren eine der treffsichersten Prognosen.
© WKK/Just

Die Investitions- und Konjunktureinschätzung von rund 6000 österreichischen und Kärntner Betrieben ist seit Jahren eine der treffsichersten Prognosen. Die zugrundliegende Umfrage erfolgte vor dem aktuellen vierten Lockdown, Experten sind sich aber dennoch sicher: Der Ausblick für 2022 ist grundsätzlich positiv, auch wenn sich das starke Wirtschaftswachstum der vergangenen zwölf Monate im kommenden Jahr nicht im selben Tempo fortsetzen wird. „Der Störfaktor ist die aktuelle Gesundheitslage. Die Unternehmen haben drei Rucksäcke zu schultern: Sie müssen wieder Eigenkapital aufbauen und Kredite zurückzahlen; sie müssen die höheren Energie- und Rohstoffkosten verkraften; und der Lockdown schafft Unsicherheiten“, analysierte Christoph Schneider, Chefökonom der WKÖ, in einem Pressegespräch nach der KIKK.

Export und Konsum sind Wachstumstreiber

In Kärnten stagniere das Wachstum derzeit auf einem hohen Niveau, auch wenn sie das Wirtschaftsklima etwas verbessert habe. Vor allem Export und Konsum sind für Schneider die Wachstumstreiber für 2022 – „aber nur, wenn aufgesperrt wird.“ Grundsätzlich sei der Aufschwung bei kleineren und mittleren Unternehmen weniger angekommen, was sich auch bei deren Erwartungen für die kommenden zwölf Monate niederschlage. Die Preisentwicklung bezeichnete der Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung als nicht dramatisch, wenn auch höher als gewohnt, und erwartet eine Normalisierung binnen sechs Monaten. Die geplanten Investitionen würden in Kärnten über dem österreichischen Durchschnitt liegen, die verschiedenen Maßnahmen zur Investitionsförderung seien gut angenommen worden. Herausforderungen seien der Mitarbeitermangel, die Lieferkettenproblematik sowie die stark gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe. 

„Ein positiver Ausblick mit Stolpersteinen“, fasste Kärntens Landeshautmann Peter Kaiser die Ergebnisse zusammen. Er lobte das Format des KIKK, bei dem — neben der Präsentation des Wirtschaftsbarometers — auch die Spartenobleute der Wirtschaftskammer in knapp zwei Stunden die Spitzen der Landesregierung über die aktuelle Situation in ihren Branchen informieren. „Für die politische Arbeit sind die Ergebnisse der Kärntner Investitions- und Konjunkturkonferenz ein wichtiger zusätzlicher Erkenntnisgewinn.“ Kaiser leitet daraus „Hausaufgaben“ für die Landespolitik, die Sozialpartner und die Unternehmen ab. So sei es weiterhin geboten, die Lehre zu attraktivieren und betriebsnahe Ausbildungen zu forcieren. 

Kinderbetreuung und Infrastrukur sind entscheidend

Ein fundiertes System von Kinder-, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sei ebenso erforderlich wie der Ausbau der Infrastruktur, vor allem im Bereich der Schiene seien Vorkehrungen zu treffen für die durch die Koralmbahn entstehende Südregion Österreichs von Graz bis Arnoldstein. Weiters nannte Kaiser den Ausbau des Glasfasernetzes, den Flughafen und eine vorausschauende Raumordnung, die der Erhaltung der Landschaft ebenso diene wie der Eröffnung von Entwicklungsmöglichkeiten. Besonders hob Kaiser nach den Gesprächen mit der Wirtschaft die langfristige Notwendigkeit von qualifizierter Zuwanderung hervor. Es sei notwendig, Menschen anzusprechen, die ihren Arbeits- und Lebensschwerpunkt in Kärnten wählen wollten, und diese langfristig an Kärnten zu binden. 

In Bezug auf die Corona-Pandemie erklärte Kaiser, man würde sehen, dass deren Auswirkungen saisonbedingt seien. Er schlug daher der Landespolitik und den Sozialpartnern vor, ein „Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterpaket“ zu schnüren: „Wir werden in jahreszeitlicher Abstimmung Maßnahmen wie 2G, 3G, Maskenpflicht oder 2G-Plus brauchen, um mit der Pandemie — die hoffentlich einmal zu einer Epidemie wird — zu leben.“ Die Infektionsentwicklung ist laut Kaiser positiv, die Sieben-Tage-Inzidenz Kärntens sei mittlerweile auf rund 890 gesunken, die anstehenden Öffnungsschritte möchte Kaiser am Mittwoch in Abstimmung mit Bundesregierung und Landeshauptleuten festlegen.

Gastgeber Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl erwartet sich von diesem Corona-Gipfel ein klares Öffnungssignal: „Die Kärntner Unternehmer sind für das nächste Jahr gut aufgestellt und durchaus optimistisch, aber der Lockdown trifft viele ins Herz. Für viele Betriebe laufen derzeit die wichtigsten Wochen des Jahres, die Politik muss für den Tourismus, den Handel, die Gastronomie und Veranstaltungen wieder eine Perspektive und Planungssicherheit schaffen!“

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