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Kärntner Handwerk geht optimistisch ins neue Jahr

Betriebe erwarten Aufschwung, aber beklagen den anhaltenden Facharbeitermangel und haben Sorge, dass Kurzarbeit demotiviert hat.

WK-Spartenobmann Klaus Kronlechner
© WKK/fritzpress
Die Kärntner Handwerksbetriebe blicken überwiegend mit positiven Erwartungen ins kommende Jahr. „Nach dem hoffentlich baldigen Ende der Coronakrise und den periodisch wiederkehrenden Lockdowns gehen wir davon aus, dass sich Zuversicht ausbreiten und die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen wird“, beschreibt der Spartenobmann im Gewerbe und Handwerk, Klaus Kronlechner, die Erwartungshaltung der Betriebe, die auch während der Coronakrise die solide Stütze der Kärntner Wirtschaft sind.

Der Arbeitsmarkt für Handwerker leer?

Aber es gibt auch Sorge, insbesondere was den Arbeitsmarkt betrifft. Sogar im Coronajahr 2020 gab es Branchen, die dringend Facharbeiter gesucht haben. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen explodiert ist, blieb die der Bewerber in manchen Bereichen niedrig. Laut einer Schätzung der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer fehlen in Kärnten rund 1500 Facharbeiter. „Unter jenen, die sich bewerben, ist leider auch oft nicht der oder die Gesuchte dabei“, weiß Kronlechner aus eigener leidvoller Erfahrung: „Wenn bei allmählicher Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität im kommenden Jahr die Vermittlungsrate bei Mitarbeitern nicht ansteigt, stehen wir vor einem großen Problem.“ Während der Coronakrise im heurigen Jahr habe vor allem das Bau- und Baunebengewerbe eine gute Auftragslage gehabt, die mangels ausreichender und qualifizierter Mitarbeiter kaum zu bewältigen gewesen sei. Kronlechner: „Bis der Handwerker kam, mussten Interessenten oft lange warten. Daran wird sich auch im kommenden Jahr wenig ändern, wenn nicht die Trendwende am Arbeitsmarkt kommt." 

Durch Kurzarbeit demotiviert

Das Angebot, Mitarbeiter in der Krise in Kurzarbeit zu schicken, war für viele Betriebe eine große Hilfe und hat noch höhere Arbeitslosigkeit verhindert. „Ich kann nachvollziehen, dass bei einigen Mitarbeitern die Kurzarbeit auch Existenzängste auslöst. Aber die Unternehmen sind bemüht, so schnell als möglich wieder in die Vollbeschäftigung zu gehen. Das bedeutet aber auch, dass wir motivierte Mitarbeiter in den Firmen brauchen. Damit tun sich manche noch etwas schwer“, gibt Klaus Kronlechner, Obmann der Gewerbe und Handwerkssparte jüngste Erfahrungen seiner Unternehmerkollegen wider.

Auswege aus der Facharbeiterkrise

„Wir wissen natürlich, dass uns die Bevölkerungsentwicklung und die noch immer zu geringe Bereitschaft von Jugendlichen, eine Lehre zu beginnen, bei der kurzfristigen Behebung des Facharbeitermangels nicht helfen. Daher werden wir uns auch um derzeit arbeitslose Mitarbeiter in anderen Bereichen bemühen“, wirbt der Spartenobmann für sichere und vielfältige Jobs in Gewerbe und Handwerk. Mit Corona werde auch ein Strukturwandel einhergehen. Die Interessenvertretung der Gewerbe- und Handwerksbetriebe hat daher konkrete Vorschläge für den Aufbau der erforderlichen Kompetenzen für die dringend benötigten Mitarbeiter in der Schublade. Bei der zügigen Umsetzung zählt man dabei auf die tatkräftige Unterstützung und die Vermittlungskompetenz des AMS.

Neues Lehrportal und „Employer branding“

„Und wir müssen im kommenden Jahr besonders die Jugendlichen ansprechen, die demnächst vor der Entscheidung stehen, einen erfüllenden Beruf zu erlernen oder weiter die Schulbank zu drücken. Geld für junge, unabhängige Menschen gibt es bei einer Lehre – gerne auch mit Matura – vom ersten Tag an. Gemäß dem Sprichwort, dass der Appetit beim Essen kommt, möchten wir Jugendliche animieren, auf unserem neuen Portal Lehre.jetzt die vielfältigen Berufe in Gewerbe und Handwerk kennenzulernen“, erklärt Kronlechner.

Wer Lust bekommt, seinen Traumberuf einmal auszuprobieren, kann sich auf der Webpage direkt anmelden. Interessierte Jugendliche können das breite Angebot an Handwerksberufen auch bei der 1. virtuellen Lehrlingsmesse vom 22. bis 27. Feber 2021 kennenlernen und testen.

Darüber hinaus wird sich die Sparte Gewerbe und Handwerk im neuen Jahr auch verstärkt des Themas „Employer branding“ annehmen: Gewerbe- und Handwerksbetriebe müssen an ihrer „Marke“ als Arbeitgeber arbeiten. Kronlechner: „Wenn man Jugendliche fragt, ob sie Unternehmen nennen können, bei denen sie gerne einen Job hätten, fallen oft bekannte Namen. Aber leider sind darunter selten Gewerbe- und Handwerksbetriebe, obwohl diese im Inneren oft bedeutend besser sind, als es ihre Strahlkraft nach außen vermuten lässt. Hier werden wir ansetzen und unsere Betriebe unterstützen. Die Strategie muss sein, eine Unternehmenskultur zu entwickeln, die bestehende Mitarbeiter bindet und neue Talente anzieht.“
 
Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Gewerbe und Handwerk
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 90 4-100
E manfred.zechner@wkk.or.at

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