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Kärntner Bezirke mit geballter Lehrlingskraft

Villach ist mit 18 Lehr­lingen je 1000 Einwohner der Bezirk mit den meisten Lehrlingen. Kein anderer Bezirk Kärntens schafft es, so viel Nachwuchs auszubilden.

© Fotolia/mg-projects.at In der Draustadt gibt es, bezogen auf die Einwohnerzahl, die relativ meisten Lehrlinge. Schlusslicht bilden die Speckgürtel Klagenfurt- und Villach-Land.

Die Stadt Villach ist die Hochburg in der Lehrlingsausbildung, zumindest wenn man sich die Anzahl der Lehrlinge im Verhältnis zur Einwohnerzahl ansieht. Aber auch weitere Bezirke Kärntens treten ausbildungsstark hervor. Wolfsberg und Klagenfurt zählen dabei mit 17 Lehrlingen je 1000 Einwohner ebenfalls zur Spitze. Im Mittelfeld liegen Spittal, Hermagor, St. Veit, Feldkirchen und Völkermarkt, wobei in Hermagor mit 13 Lehrlingen in etwa gleich viele Jugendliche ausgebildet werden wie im Kärnten-Durchschnitt. Mit sechs Lehrlingen stehen Klagenfurt- und Villach-Land an letzter Stelle.

Angebot und Nachfrage treffen sich am Lehrlingsmarkt in den Städten. Die Strahlkraft wirkt auf die umliegenden Gemeinden.
Peter Ibounig, Leiterder Landesstelle für Statistik

Dass in Klagenfurt und Villach dreimal so viele Lehrlinge ausgebildet werden wie in den umliegenden Speckgürteln, hat mehrere Gründe. „In erster Linie ist die Anzahl der Lehrlinge abhängig vom Angebot an Lehrstellen und diese wiederum von Arbeitsstätten. Das große Angebot der bei-den Städte hat Strahlkraft auf die umliegenden Gemeinden, was bedeutet, dass viele Lehrlinge die Ausbildungsplätze als Pendler nutzen“, berichtet Peter Ibounig, Leiter der Kärntner Landessta­tistik.

In den Ballungszentren gibt es  viele Betriebe und daher viele Lehrlinge. Am Land sind die Gründe günstiger, hier entwickeln sich die Wohnbezirke.
Gerhard Genser, Leiter der Wirtschaftspolitik der WK

Attraktive Betriebe locken Lehrlinge an

Für Gerhard Genser, Leiter der Wirtschaftspolitik der WK, hängt die ungleichmäßige Verteilung der Lehrlinge mit der Dichte der Betriebe in Kärnten zusammen: „Wolfsberg hat deutlich mehr Betriebe in Bezug auf die Einwohnerzahl, vor allem in der Industrie, und belegt daher in der Statistik wohl den zweiten Platz. Dass Villach vor Klagenfurt liegt, hängt vermutlich damit zusammen, dass Klagenfurt mehr als Verwaltungsstadt und Villach im Bereich Hightech und Innovation tätig ist.“

Nicht jeder Betrieb kann eine Lehre anbieten. Es gibt Bezirke mit vielen sehr kleinen Unternehmen. Wichtig sind Leitbetriebe, die die Lehre fördern.
Bernhard Plasounig, Lehrlingsbeauftragter der WK

Nicht nur die Anzahl der Betriebe ist wichtig, sondern auch was sie den Lehrlingen bieten können, weiß WK-Lehrlingsbeauftragter Bernhard Plasounig. „In vielen Regionen wie etwa in Wolfsberg sind es Leitbetriebe, die sich stark in der Lehrlingsausbildung einsetzen. So schafft es der Bezirk, gleich viele Lehrlinge wie Klagenfurt zu haben. Hinzu kommen viele Jugendliche, die in der Technischen Akademie in St. Andrä ihre Lehre absolvieren.“ Benno Tosoni, Leiter der Berufsausbildung der WK, verweist ebenso auf einen ausgewogenen und qualitätsvollen Branchen-mix: „Dort wo es attraktive Betriebe zur Ausbildung für Jugendliche gibt, dort werden wir auch die meisten Lehrlinge finden.“

Die Statistik zeigt, dass sich Jugendliche dorthin bewegen, wo es für sie attraktive Ausbildungsplätze in der Lehre gibt.
Benno Tosoni, Leiter der Berufsausbildung der WK

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