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Kärntens Wirtschaft will Tourismusminister

Der Tourismus, gleichzeitig Sorgenkind und Wohlstandsmotor in Kärnten, will die Zeit der politischen Neuaufstellung in Österreich nutzen und verlangt einen eigenen Tourismusminister, um der Bedeutung der Branche in Österreich gerecht zu werden.

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© WKÖ

Rasch reagiert hat der Kärntner Tourismus auf die sich abzeichnenden Veränderungen in der Bundespolitik. Sigismund E. Moerisch, Obmann der WK-Fachgruppe Hotellerie, und Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, wollen die Gunst der Stunde nutzen und schlagen die Einrichtung eines Tourismusministeriums in der nächsten Bundesregierung vor: "Unsere Branche trägt massiv zur österreichischen Wertschöpfung und zur internationalen Imagebildung bei und soll endlich mit einem eigenen Tourismusminister professionell vertreten sein." So macht der Beitrag der Österreichischen Tourismus- & Freizeitwirtschaft zum Bundes-BIP 14,8 Prozent aus und alleine in Kärnten kann die Sparte 3,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verzeichnen (Stand 2015, Statistik Austria).

Eigener Minister für den Jobmotor Tourismus

In vielen zum Teil auch deutlich kleineren und touristisch weniger intensiv ausgerichteten Ländern wie etwa Slowenien gebe es schon lange ein eigenes Tourismusministerium. Nach dem regelrechten Feldzug der noch amtierenden Bundesregierung gegen Gastronomie und Hotellerie mit der Mehrwertsteuererhöhung, dem generellen Rauchverbot, der Allergenverordnung, der Registrierkassenpflicht oder dem Behindertengleichstellungsgesetz wäre ein eigenes Ministerium ein wichtiges Signal an die Tourismusbranche, unterstreicht Moerisch den Vorschlag: "Der Tourismus bringt nicht nur Geld ins Land, sondern er ist auch der Jobmotor vor allem in dezentralen Regionen, ein Lehrlingsgarant und eine unverzichtbare Visitenkarte des Landes. Die nächste Bundesregierung täte gut daran, die Tourismusunternehmer und ihre zigtausenden Mitarbeiter zu berücksichtigen."

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