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Hoffnungsfelder und Sorgenkinder:Kärntens Wirtschaft im Corona-Jahr

Ungewöhnliche Zeit, noch nie dagewesene Umstände: Zum 13. Mal informierten die obersten Branchenvertreter die Landesregierung über die Wirtschaftsaussichten bei der Kärntner Investitions- und Konjunkturkonferenz (KIKK).

Aus Anlass der Coronakrise und ihrer dramatischen Folgen fragte die Wirtschaftskammer schon vor dem Sommer die Unternehmen um ihre Einschätzung der ökonomischen Entwicklung.
© WKK/fritzpress

Einzigartig sind nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch der Zeitpunkt: Aus Anlass der Coronakrise und ihrer dramatischen Folgen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt fragte die Wirtschaftskammer schon vor dem Sommer – und nicht, wie gewohnt, im Spätherbst – die Unternehmen um ihre Einschätzung der ökonomischen Entwicklung. Das Ergebnis: Die Lage ist erwartungsgemäß äußerst ernst, aber einige Abweichungen vom Österreich-Bild geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl: „Mit den richtigen Gegenmaßnahmen hoffen wir, dass wir deutlich schneller, deutlich besser und ein Quäntchen vor den anderen wieder auf die Beine kommen.“



Aufholprozess dauert zwei bis fünf Jahre
Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung sind die Hoffnungsfelder, mit denen sich Kärnten an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der Rezession ziehen will. Und der ist tief, wie Christoph Schneider, Chefökonom der Wirtschaftskammer Österreich, analysierte: „In 150 Ländern sind die Wachstumsaussichten negativ, 90 Prozent der Weltbevölkerung werden heuer ein Schrumpfen, bestenfalls ein Gleichbleiben ihres Wohlstandsniveaus erleben. Das haben wir noch nie gehabt.“ Die Dauer der Erholung schätzt der Ökonom auf zwei bis fünf Jahre. Das von ihm entwickelte, auf Kurzfristdaten wie das wöchentliche BIP, den Stromverbrauch oder die Lkw-Fahrleistung reagierende Prognosemodell „Recovery Watch“ zeigt deutlich, dass die österreichischen Unternehmen zwar aus dem tiefen Tal des Lockdown rasch herausgekommen seien, sich aber der ersehnte rasche Aufschwung nur gebremst einstellen wolle. Die Ursachen bringt die Umfrage zutage: Es fehlt an Umsätzen und Investitionen, die in der Krise zerbrochenen Lieferketten und weiter vorhandene Beschränkungen (Reisefreiheit, Veranstaltungen) behindern das Comeback.

Land Kärnten sagt Unterstützung zu
In Kärnten sind zwar die Exportaussichten und die Beschäftigungsprognosen noch schlechter als im Österreich-Schnitt, aber bei den Umsätzen (52 Prozent der Befragten glauben, bisherige Rückgänge heuer noch aufholen zu können; in Österreich sind es nur 33 Prozent) und den geplanten Investitionen (österreichweit will die Hälfte der Befragten Investitionen aufschieben, in Kärnten nur ein Drittel) sticht Kärnten positiv hervor. Eine Gelegenheit, die Landeshauptmann Peter Kaiser am Schopf packen will: „Ein wenig Budgetspielraum ist aus den vergangenen Jahren vorhanden. Ja, die öffentliche Hand hat die Aufgabe, Investitionen zu ermöglichen und Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.“ Weiters nannte Kaiser beschäftigungswirksame Maßnahmen und eine neue Form der Sozialhilfe: „Damit die Kaufkraft zum Überleben erhalten bleibt.“

Exportoffensive wird neu ausgerichtet
Programme für Arbeit und Wirtschaft entwickelt auch Finanzreferentin Gaby Schaunig, die den Wert des KIKK unterstrich: „In schwierigen Zeiten braucht es verlässliche Informationen und richtige Entscheidungen. Der Schulterschluss der Sozialpartner, der Politik und der Interessenvertretungen trägt zu einem positiven Klima für den Wirtschaftsstandort bei.“ Diesen Austausch unterstützt auch Landesrat Martin Gruber: „Was ich als Tief- und Straßenbaureferent beitragen kann, werde ich tun, die Herausforderung bei den Investitionen ist enorm.“ Darüber hinaus sind Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig die regionalen Wirtschaftskreisläufe ein besonderes Anliegen: „Alle diesbezüglichen Förderungen werden in vollem Umfang aufrechterhalten!“ Die bestehende Exportoffensive will Schuschnig neu ausrichten: „Wir wollen die Kärntner Exporteure in die neu entstehenden Lieferketten integrieren, um sie beim Wiedereinstieg in internationale Märkte tatkräftig zu unterstützen.“

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