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Kärntens Unternehmen setzen auf Export

Exporttag 2016 mit Rekordbesuch: Wer sind die besten Exportbetriebe, welche Länder boomen und findet Österreich den wirtschaftlichen Aufschwung wieder? 

Dass der heimische Konjunkturmotor aktuell noch stottert, ist kein Geheimnis. Dass der Exportmotor hingegen schnurrt, auch nicht. Damit umso mehr heimische Unternehmen diese Chance auch nutzen, veranstaltet die Wirtschaftskammer Kärnten, die Raiffeisen Landesbank Kärnten und die Kärntner Raiffeisenbanken jährlich den Exporttag in Klagenfurt. „Beim Thema Export geht es ums Finanzieren, Fördern und Absichern. Für uns als Bank ist es eine spannende Aufgabe, die Unternehmen bei ihren Schritten in neue und etablierte Märkte zu unterstützen. Und mit dem Exportpreis geben wir den Kärntner Betrieben die große Bühne, um ihre ausgezeichneten Leistungen zu präsentieren“, sagte Peter Gauper, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten, im Rahmen der Export-Gala am Donnerstagabend in der Wirtschaftskammer Kärnten. WK-Präsident Jürgen Mandl freute sich über den Rekordbesuch: "Das Schönste ist, wenn das Interesse da ist. Der Exporttag zeigt die Kraft des Kärntner Unternehmertums."

Peter Gauper, Jürgen Mandl, Meinrad Höfferer und Landesrat Christian Benger mit den Gewinnern und Nominierten des 14. Kärntner Exportpreises 2016. Foto: WKK//Lobitzer
Peter Gauper, Jürgen Mandl, Meinrad Höfferer und Landesrat Christian Benger mit den Gewinnern und Nominierten des 14. Kärntner Exportpreises 2016. Foto: WKK//Lobitzer


Die glücklichen Gewinner

Voller Kraft war auch der Applaus für die Exportpreis-Gewinner 2016. In der Kategorie "Dienstleistungsbetriebe" holte sich priorIT EDV-Dienstleistungen den ersten Preis. Dass auch kleine Unternehmen im Ausland erfolgreich tätig sind, beweisen Ing. Andreas Tengg und Florian Kistenich. Der Tischlerei-Betrieb aus Landskron stellt Halbfertig- und Fertigteile aus Mineralwerkstoff her und holte sich den Exportpreis für die "Kleinbetriebe". Bei den "Mittelbetrieben" setzte sich die Leeb Balkone GmbH durch. In der Kategorie "Großbetriebe" erhielt die Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH. den Exportpreis. In den vergangenen 20 Jahren eroberte das in Dellach im Drautal ansässige Unternehmen über 40 Exportmärkte. Für Helmuth Kubin gilt dieser Preis auch als Auszeichnung für sein Lebenswerk. "Jetzt kann ich die Geschäftsführung in jüngere Hände geben", so der sichtlich gerührte Unternehmer.

Landesrat Christian Benger, Jürgen Mandl, die Gewinner Andreas Tengg (Kleinbetriebe), Markus Leeb (Mittelbetriebe), Helmuth Kobin (Großbetriebe), Franz Benjamin Nössler (Dienstleistungsexporteure) und Peter Gauper. Foto: WKK//Lobitzer
Landesrat Christian Benger, Jürgen Mandl, die Gewinner Andreas Tengg (Kleinbetriebe), Markus Leeb (Mittelbetriebe), Helmuth Kobin (Großbetriebe), Franz Benjamin Nössler (Dienstleistungsexporteure) und Peter Gauper. Foto: WKK//Lobitzer


Geballte Exporttipps an einem Tag

Die Export-Gala stellte den Höhepunkt des 14. Kärntner Exporttags dar. Davor standen den Kärntner Unternehmern Wirtschaftsdelegierte aus 23 Ländern für Gespräche zur Verfügung. Workshops luden zur Vertiefung ein. Unter anderem waren beim "Länderforum China" Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten das Thema. Aber zurück zur Gala: Als Keynote-Speaker erklärte Stefan Gerlach vom Fraunhofer Institut die zukünftigen Exportchancen in Zeiten von Industrie 4.0: "Die Digitalisierung wird auch die Produktion erreichen und sie verändern." Wichtig: Jedes Unternehmen muss für sich eine eigene Industrie 4.0-Lösung finden, denn die Technik allein wird nicht genügen.



Europas Wirtschaft erholt sich

Im Expertentalk wurde die aktuelle Lage der Exportwirtschaft diskutiert. Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek sieht einen moderaten Aufschwung in Europa und in Asien. "Das erste Quartal 2016 war in Europa sogar besser als in den USA." Besonders erfreulich: Österreich findet langsam den Anschluss. Und auch Länder wie Slowenien und Serbien erholen sich. Walter Koren von der Außenwirtschaft Österreich empfahl kein spezielles Exportland, sondern stellte interessante Länderpaare vor. Dazu zählen unter anderem Deutschland und Schweiz, Tschechien und Polen, USA und Mexiko. "Natürlich darf man auch China nicht vergessen", so Koren. Michael Velmeden von cms electronics gmbh blickte schon in die Zukunft: "Wir müssen uns überlegen, was wir in Zukunft verkaufen und wer der Eigentümer ist – der Hersteller des Produktes oder die Software, die damit verbunden ist."

Der Exporttag hat nicht nur eine Menge an Infos geboten, die Besucher nutzten das Treffen auch zum Netzwerken. Und so konnten Jürgen Mandl und Peter Gauper ein positives Resümee ziehen: "Hinter erfolgreichen Unternehmen stehen tolle Menschen und eine Begeisterung. Der Kärntner Exporttag zeigt eindrucksvoll, dass unser Bundesland in die Zukunft geht."

Diese Kärntner setzen auf Kooperationen:
  • Jürgen Mandl, Wirtschaftskammer Kärnten
  • Peter Gauper, Raiffeisen Landesbank Kärnten
  • Meinrad Höfferer, Wirtschaftskammer Kärnten
  • Christian Benger, Landesrat
  • Reinhart Rohr, Landesrat
  • Walter Koren, Außenwirtschaft Austria
  • Peter Brezinschek, Raiffeisen Bank International AG
  • Andreas Tengg, Ing. Andreas Tengg & Florian Kistenich GbR
  • Markus Leeb, Leeb Balkone GmbH
  • Helmuth Kobin, Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH
  • Franz Benjamin Nössler, priorIT EDV-Dienstleistungen GmbH
  • Klaus Raunegger, Merck KG auf Aktien & Co
  • Alexander Bouvier, Treibacher Industrie AG
  • Rainer Schmidtmayer, Treibacher Industrie AG
  • Günter Grabner, PV-Invest

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