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Alle Kraft in den Neustart! Kärntens Tourismus fordert vollen Einsatz der Politik

Lockdown, aber kein Stillstand: Kärntens Tourismuswirtschaft fordert die Politik zu raschem Handeln auf. Nur mit durchdachter Impfstrategie und gemeinsamer Kraftanstrengung könne ein erfolgreicher Neustart gelingen.

Der Schock über den verlängerten Lockdown steckt der Kärntner Tourismuswirtschaft noch in den Knochen. Trotzdem heißt es jetzt, nach vorne zu blicken und sich auf den Neustart vorzubereiten.
© AdobeStock/merklicht.de
Der Schock über den verlängerten Lockdown steckt der Kärntner Tourismuswirtschaft noch in den Knochen. Trotzdem heißt es jetzt, nach vorne zu blicken und sich auf den Neustart vorzubereiten. „Unsere Betriebe sind bereit, aber wir sehen noch dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik. Es gibt allerhand zu tun – und die Zeit drängt“, sagt Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. In den kommenden Tagen und Wochen werde es darauf ankommen, optimale Rahmenbedingungen für die Wiedereröffnung zu schaffen. „Wir müssen jetzt all unsere Energie in die Vorbereitungen für das Frühjahr legen. Es geht für die Betriebe jetzt um alles. Wenn wir keinen guten Start schaffen, wird es für die Branche ein enorm hartes Jahr“, betont er.

Die dringendsten Anliegen der Kärntner Tourismus- und Freizeitwirtschaft im Überblick:

  • Rahmenbedingungen: Die Tourismuswirtschaft braucht praktikable Regelungen. Die Betriebe können ihren Gästen nur dann ein unbeschwertes Urlaubserlebnis bieten, wenn das Rundherum stimmt. Niemand braucht ein Wellness-Hotel ohne Wellness-Bereich, ein Frühstücksbuffet ohne Buffet oder ein Abendessen um 16 Uhr wegen restriktiven Sperrstunden-Regelungen. Hier gilt es, Regelungen mit Augenmaß zu finden. „Wir haben im Vorjahr bewiesen, dass wir es können. Die Betriebe haben individuelle Präventions- und Sicherheitskonzepte für ein sicheres Urlaubs- und Gastronomie-Erlebnis erstellt und setzen sie vorbildlich um. Nun muss man uns aber auch arbeiten lassen“, fordert der Spartenobmann.

  • Finanzielle Unterstützung: Im ersten Moment war die Freude über die angekündigten zusätzlichen Wirtschaftshilfen groß. Doch der Blick ins Kleingedruckte brachte Ernüchterung. „Der Ausfallsbonus von 30 Prozent entspricht nicht ganz den Branchenerwartungen. 15 Prozent werden vom bereits versprochenen Fixkostenzuschuss II abgezogen. Was bleibt, ist ein 15-prozentiger Umsatzersatz“, rechnet Sigi Moerisch, Branchensprecher der heimischen Beherbergungsbetriebe vor. Ausgegangen sei man davon, dass es einen Umsatzersatz in der Höhe von 30 Prozent geben werde und zusätzlich eine 15-prozentige Fixkostenzuschuss II-Vorauszahlung.

  • Test- und Impfstrategie: Um die Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, erwarte man sich von der Politik eine durchdachte, effiziente und vor allem eine rasch umgesetzte Impf- und Teststrategie. „Wir müssen innerhalb kürzester Zeit eine hohe Impfungsrate erreichen. Ich hoffe, den Verantwortlichen ist bewusst, wie wichtig das für Betriebe und Wertschöpfung ist“, mahnt Moerisch ein. Es dürfe nun keine logistischen und organisatorischen Fehler mehr geben.

  • Planungssicherheit: Mit den geeigneten Maßnahmen und Sicherheitskonzepten müsse es möglich sein, im Frühsommer wieder kleinere private Feiern in der Gastronomie zu ermöglichen. Dafür braucht man nun einen klaren Planungshorizont von der Politik: Ohne einem Fahrplan bis zum Sommer ist Planung unmöglich. „Und damit würden wir wieder wichtige Monate verlieren. Das können wir uns aber einfach nicht leisten“, sagt Stefan Sternad, Fachgruppenobmann der Gastronomie. Auch für die Veranstaltungswirtschaft und die vielen Zulieferbetriebe wäre dies kaum zu verkraften.

  • Sicherheit: Die Bereitschaft der Betriebe für ein Umsetzen der Corona-Schutzmaßnahmen ist groß. Das gemeinsame Ziel ist es, den Gästen und Mitarbeitern ein sicheres Umfeld zu bieten. Dafür brauche man aber die Unterstützung der Politik: Tourismusmitarbeiter sollten im Sinne des Projektes „Sichere Gastfreundschaft“ vorzeitig geimpft werden. „Das wäre auch ein wichtiges positives Signal an die Bevölkerung: Wir könnten zeigen, dass unsere Betriebe hinter der Impfstrategie stehen“, so Sternad optimistisch.
     
  • Mehr Tempo: Insgesamt müsse die Politik nun zumindest zwei Gänge hinaufschalten und das Tempo erhöhen. Das gilt sowohl für die Corona-Impfungen als auch für die wirtschaftlichen Unterstützungsleistungen, die bei vielen Betrieben noch immer nicht angekommen sind. „Wenn man die heimische Tourismuswirtschaft in all seiner Vielfalt erhalten will, wird es jetzt rasche und unbürokratische Hilfe geben müssen“, fordert Petritsch.

Viele Fragen sind derzeit noch offen, die Verunsicherung bei den Unternehmerinnen und Unternehmern ist dementsprechend groß. Unzählige Anrufe und E-Mails hat das WK-Tourismus-Team in den vergangenen Tagen bereits beantwortet. „Ab nächster Woche werden wir uns aktiv an die Betriebe wenden, um ihnen detaillierte Informationen zu den Antragstellungen für die Wirtschaftshilfen zu geben. Mit digitalen Lösungen und unseren bereits bewährten Infokanälen werden wir unsere Mitglieder in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützen“, so Petritsch.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
T 05 90 90 4-600
E wolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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