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Kärntens Gewerbe: Stabile Säule trotz schwieriger Vorzeichen

Hohe Energiepreise und Rohstoffmangel, zusätzlich verschieben immer mehr Konsumenten ihre Investitionen. Kärntens Gewerbe zeigt sich aber krisenresistent - wie beispielsweise das Lebensmittelgewerbe, das auch künftig regionale Versorgung gewährleistet.

Klaus Kronlechner
© WKK / Fritz Press WK-Spartenobmann Klaus Kronlechner: „Die Gewerbe- und Handwerksbetriebe haben in den vergangenen beiden Jahren bewiesen, dass sie die stabile Säule der Kärntner Wirtschaft sind."

Nach einem recht erfreulichen Start ins Jahr 2022 zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage unter Kärntner Gewerbe- und Handwerksbetrieben eine gedämpfte Stimmung. „Die Auftragslage ist beim Großteil der Betriebe zwar gut, aber in vielen Branchen gibt es erste Anzeichen für eine sich abschwächende Konjunktur. Man merkt zum Beispiel einen Rückgang der Anfragen durch Privatkunden“, berichtet Klaus Kronlechner, Obmann der WK-Sparte Gewerbe und Handwerk. Ob und wie stark dies zu einem Umsatzrückgang führen werde, lasse sich heute noch nicht sagen. „Es gibt derzeit einige ungünstige Entwicklungen – vom Rohstoffmangel über steigende Energie- und Treibstoffpreise bis hin zu Lieferverzögerungen.“ Dies habe auch Auswirkungen auf die Kauflust der Konsumenten. „Investitionen werden in schwierigen Zeiten häufig verschoben“, so Kronlechner.

Diese Stimmungslage bestätigt die aktuelle Konjunkturumfrage der KMU Forschung Austria unter Kärntner Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Sie zeigt auch große Unterschiede zwischen investitionsgüternahen und konsumnahen Branchen: Während in den investitionsgüternahen Branchen (wie bspw. Bau und Baunebengewerbe) die Auftragslage und Auslastung im ersten Quartal 2022 um 18,3 Prozent gestiegen ist (Vergleich zu 1. Quartal 2021), wird die Situation in den konsumnahen Branchen (bspw. Gesundheitsberufe und andere Dienstleister) schlechter als im Vorquartal bewertet. So gaben 48 Prozent der Befragten aus dem konsumnahen Bereich Umsatzrückgänge bereits im ersten Quartal 2022 an.

Dies zeige, dass es große Unterschiede auch hinsichtlich der Kundenstruktur gebe: Während betriebliche Kunden weiterhin investieren, steigen private Kunden auf die Ausgabenbremse. Kronlechner: „Die allgemeine Verunsicherung wirkt sich auf das Konsumverhalten der Konsumenten aus. Die gestiegenen Preise für Energie und Treibstoffe verstärken diese Situation noch weiter.“ Gleichzeitig gebe es eine verstärkte Nachfrage in einzelnen Bereichen wie beispielsweise jenem der erneuerbaren Energien. Das Motto lautet: Raus aus dem Öl. Aufgrund der attraktiven Förderlandschaft sowie den hohen Öl- und Gaspreisen ist die Nachfrage nach Heizalternativen groß. Weiters lasse sich ein Trend hin zu mehr Reparaturen feststellen. „Wenn keine neuen Produkte verfügbar sind, rückt das Reparieren und Wiederaufbereiten verstärkt in den Fokus“, sagt der Spartenobmann. Der nun startende, bundesweite Reparaturbonus könnte für zusätzliche Impulse sorgen.

Insgesamt blicke man vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Kronlechner: „Die Gewerbe- und Handwerksbetriebe haben in den vergangenen beiden Jahren bewiesen, dass sie die stabile Säule der Kärntner Wirtschaft sind. Der Großteil unserer Mitarbeiter war rund um die Uhr beschäftigt, es gab keine Kurzarbeit, und auch von den Lockdowns waren die meisten unserer Betriebe nicht betroffen. Deshalb bin ich mir sicher: Wir werden auch die aktuelle Situation gut meistern. Wir werden weiterhin die meisten Lehrlinge ausbilden und unseren Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze bieten.“

Sensibler Bereich: Lebensmittelgewerbe

Im Lebensmittelgewerbe steht man ebenfalls vor großen Herausforderungen. Diese werde man aber bewältigen, ist sich Martin Vallant, WK-Landesinnungsmeister des Kärntner Lebensmittelgewerbes, sicher: „Wir haben die Kärntnerinnen und Kärntner während der gesamten Pandemie, auch in Zeiten des Lockdowns, verlässlich und flächendeckend mit Lebensmitteln versorgt – und das werden wir auch weiterhin tun.“ Dies sei eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung: „Ob Bäcker, Fleischer, Konditor oder Müller: Das Kärntner Lebensmittelgewerbe ist ein stabiler Partner auch in schwierigen Zeiten. Wir sichern als Veredler von landwirtschaftlichen Produkten aus Kärnten das Funktionieren der regionalen Wertschöpfungskette.“

Als wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Konsument werde es in den kommenden Wochen und Monaten aber auch um Kostenwahrheit und Fairness gegenüber den Produzenten gehen, so Vallant: „Die Lebensmittelversorgung ist ein sehr sensibler Bereich. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden uns um tragbare Lösungen für alle Seiten bemühen, um die regionale Lebensmittelversorgung in Kärnten auch für die kommenden Jahre zu sichern.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Gewerbe und Handwerk
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 904 100
Emanfred.zechner@wkk.or.at

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