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Kärntens Bäder starten mit Piktogrammen in die neue Saison

Information statt Konfrontation: Die Kärntner Bäderbetreiber bereiten sich auf mehr Gäste aus unterschiedlichen Kulturkreisen vor. So wird es heuer mehrsprachige Baderegeln und selbsterklärende Piktogramme in den Kärntner Bädern geben.

Mitarbeiter und Betreiber der Kärntner Bäder treffen sich heute beim Kärntner Bädertag in Klagenfurt, bei dem der „Umgang mit schwierigen Situationen“ im Mittelpunkt steht. Der Erfahrungsaustausch steht dabei im Vordergrund: Bäderbetreiber aus Österreich und Deutschland berichten, wie Menschen, die mit unserer Badekultur nicht vertraut sind, gut in den Alltag eines Badebetriebs integriert werden können. Dabei stehen vor allem drei Themen im Vordergrund:

  • Die meist mangelhaften Schwimmkenntnisse der Flüchtlinge,
  • die sprachliche Barriere und dadurch Verständigungsschwierigkeiten sowie
  • die Tatsache, dass Flüchtlinge mit unserer Badekultur nicht vertraut sind.

"Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter in den Kärntner Bädern auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten", erklärt Valentin Happe, Berufsgruppensprecher der Kärntner Bäder in der Wirtschaftskammer Kärnten. Im Mittelpunkt stehe dabei vor allem der Sicherheitsaspekt: Durch die schlechten Schwimmkenntnisse könne es zu gefährlichen Situationen kommen. "Viele Flüchtlinge haben schlechte oder gar keine Schwimmkenntnisse und überschätzen sich beim Sprung ins kalte Wasser. Gerade das Schwimmen in einem See wird für sie eine völlig neue Erfahrung darstellen", so Happe.

Information statt Konfrontation: Die Kärntner Bäderbetreiber bereiten sich mit mehrsprachigen Baderegeln und selbsterklärenden Piktogrammen auf mehr Gäste aus unterschiedlichen Kulturkreisen vor. Foto: wkk/Just
Information statt Konfrontation: Die Kärntner Bäderbetreiber bereiten sich mit mehrsprachigen Baderegeln und selbsterklärenden Piktogrammen auf mehr Gäste aus unterschiedlichen Kulturkreisen vor. Foto: wkk/Just


Das bestätigt Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der deutschen Gesellschaft für das Badewesen. In den deutschen Bädern hat es in den vergangenen Monaten bereits viele Flüchtlinge als Gäste gegeben. Er räumt gleich mit einem Vorurteil auf: "Es hat sich herausgestellt, dass sexuelle Übergriffe nicht das große Thema sind. Aber es gibt einige Dinge, auf die sich Mitarbeiter einstellen müssen. Dazu gehört, dass sich viele Flüchtlinge überschätzen. Sie denken, das Wasser ist nicht so tief, springen hinein und bekommen Probleme."

Er rät den Bäderbetreibern dazu, ohne Vorurteile in die neue Saison zu starten: "In den Bädern trifft ein großer Querschnitt der Gesellschaft aufeinander, was schon bisher zu Konflikten geführt hat. Man kann das Verhalten einer Person aber nicht an Herkunft, Alter oder Hautfarbe festmachen. Oberste Maxime ist, dass jeder Gast gleich behandelt und niemand vorverurteilt wird!"

Information statt Konfrontation lautet die Devise. Um die neuen Gästen über die Gefahren eines Badesees zu informieren, werden viele Gespräche nötig sein. Und damit sind wir auch bei der nächsten Herausforderung: Die Mitarbeiter in den Bädern können nur schwer mit ihnen kommunizieren. Damit es zu keinen Missverständnissen kommt, hat die Fachgruppe der Kärntner Gesundheitsbetriebe selbsterklärende Piktogramme mit mehrsprachiger Textergänzung für die Bäderbetreiber vorbereitet. Diese können kostenlos angefordert oder im Internet heruntergeladen werden.

Als Maxime für diesen Sommer wird eine "Null-Toleranz-Politik" empfohlen: Bei jedem festgestellten Verstoß sollte es immer ein freundliches, aber konsequentes Vorgehen mit klarer Körperhaltung und klarer Sprache der Bädermitarbeiter geben. "Alle Bäder funktionieren nach Regeln", sagt Gerhard Baumgartner, WKO-Sprecher der österreichischen Bäder, "das beginnt bei der Höhe des Sprungturms und geht hin bis zu Normen für die Wasserqualität. Genauso wie die Bäderbetreiber sich an die Regeln halten müssen, gilt das auch für unsere Badegäste." Er rechnet nicht damit, dass es zu größeren Schwierigkeiten durch die neue Gästeschicht in den Bädern kommen wird. "ch bin mir sicher, dass es keine großen Probleme geben wird, da wir uns gut auf die neue Situation vorbereiten."

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