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Kärnten sperrt auf – das Comeback des Jahres!

Nach der dramatischen Verschlechterung der Corona-Situation im vergangenen Herbst und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens über den ganzen Winter sperrt Österreich morgen wieder auf.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer
Liebe Unternehmerkolleginnen und -kollegen, 
sehr geehrte Damen und Herren,

es ist soweit: Nach der dramatischen Verschlechterung der Corona-Situation im vergangenen Herbst und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens über den ganzen Winter sperrt Österreich morgen wieder auf. Genau genommen sind es nur einige, allerdings für unser Lebensgefühl unverzichtbare Branchen wie die Gastronomie, die Hotellerie und die Freizeitwirtschaft; dennoch geht ein Aufatmen durch das ganze Land, das auch wir Unternehmerinnen und Unternehmer – kaufmännisch und persönlich - dringend brauchen.

Kärnten im Wettbewerb der Regionen

Gewisse Maßnahmen zur Verhinderung der neuerlichen Ausbreitung der heimtückischen Infektionskrankheit werden uns zwar noch einige Zeit begleiten, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dem Fortschritt beim Impfen über den Sommer das Schlimmste überstanden haben. Doch auch so bleibt genug zu tun: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise werden wir noch lange in unseren Büchern sehen, die aktuellen Herausforderungen durch Rohstoffknappheit und Lieferkettenprobleme wollen gelöst, die Milliardenausgaben des Staates in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zurückgezahlt werden. 

Unserem Kärnten steht dabei im Wettbewerb der Regionen Europas eine sehr spannende Zeit bevor. Hier sind in den vergangenen Jahren entscheidende Weichen für den Lebens- und Wirtschaftsstandort gestellt worden. Doch auch wenn uns die Hypo-Affäre zurückgeworfen und beinahe in den Landesbankrott getrieben hat: Das Land, seine Menschen und Unternehmen haben Durchsetzungsfähigkeit und Standfestigkeit bewiesen.

Koraltunnel als Weg in die weite Welt

Mit diesem Rüstzeug werden wir auch die bevorstehenden Aufgaben meistern. Der Koralmtunnel wird seiner Inbetriebnahme 2026 eine enorme Wirkung auf den neuen Wirtschaftsraum Südösterreich ausstrahlen. Die Zentralräume Klagenfurt und Graz werden auf eine Fahrzeit von 45 Minuten zusammenrücken, wir müssen uns also schon im Vorfeld auf neue wirtschaftliche Strukturen jedenfalls in Kärnten und der Steiermark, aber über die Baltisch-Adriatische Achse auch zwischen Triest und Danzig einstellen, um daraus das Beste für unsere Region zu machen.

Ein gemeinsamer wirtschaftspolitischer Schwerpunkt wird dabei – am Puls der Zeit – die Bioökonomie sein: eine Wirtschaftsform, in der fossile Ressourcen Schritt für Schritt durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden und die Kärnten zum europäischen Vorreiter für erneuerbare Energieformen und das damit verbundene Know-how machen kann. Um diese einmaligen Chancen auch für unsere Betriebe und den Wohlstand seiner Bevölkerung nutzen zu können, wird es allerdings nötig sein, die jungen Menschen im Land zu halten und für eine Fachausbildung zu begeistern: Sonst werden wir am Ende vor vollen Auftragsbüchern stehen und zu wenig MitarbeiterInnen haben, um sie auch zu erfüllen.

Das ist nur ein kleiner Ausblick auf die Möglichkeiten, die vor uns liegen. Jetzt wünsche ich Ihnen in den nächsten Tagen eine gelungene Rückkehr in eine vielleicht neue, aber jedenfalls lebenswerte Normalität. Kärnten sperrt auf – das Comeback des Jahres!

Herzlich, Ihr 
Jürgen Mandl, MBA

Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten
und Unternehmer wie Sie

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