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Kärnten soll unternehmer- und familienfreundlichstes Bundesland werden

"Nicht Steine in den Weg legen, sondern Hände reichen", verlangt WK-Vizepräsidentin Gstättner vom Gesetzgeber Nachbesserungen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bestes Bundesland für Unternehmer und Familien? "Das ist kein Widerspruch, vielleicht bedingt das eine sogar das andere", erklärte heute Kärntens Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Familienministerin Sophie Karmasin, IV-Präsident Christoph Kulterer und Bürgermeister Herbert Gaggl aus Moosburg, der mittlerweile vier Mal ausgezeichneten familienfreundlichsten Gemeinde Österreichs.

Denn schließlich gehe es nicht um Arbeitskräfte, sondern um Menschen und Eltern. Als Wirtschaftskammer Kärnten bemühe man sich seit Jahren darum, mit gutem Beispiel voranzugehen, und sei seit 2013 auch mit dem "AUDITberuf&Familie" zertifiziert. Gstättner: "Worüber man spricht, sollte man auch selbst leben."

Für die Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft ist die Familienfreundlichkeit ein Führungsthema. Aus einer eigens beauftragten Umfrage wisse man, dass Möglichkeiten innerhalb der aktuellen Gesetze oftmals sehr begrenzt seien: So sei ein Jahresarbeitszeitkonto, um im Sommer mehr Zeit für die Kinder zu haben, kaum umsetzbar. Gstättner: "Neben der Bereitschaft der Unternehmer braucht es auch dringend Nachbesserungen im gesetzlichen Bereich."

Auch bei den Kindergärten ortet Gstättner massiven Aufholbedarf, etwa bei der Steigerung der Betreuungsquote der unter Dreijährigen auf 33 Prozent. Diese wird von Österreich mit 19,7 Prozent und Kärnten mit 16,5 Prozent derzeit noch deutlich unterschritten. "Vor allem im ländlichen Raum mangelt es dramatisch an einem ausreichenden und zeitlich genügend flexiblen Angebot an Kinderbetreuungsplätzen. So haben etwa nur zwei Drittel der vorhandenen Einrichtungen bis 16 Uhr geöffnet. Dazu kommen noch ausgedehnte Schließzeiten vor allem im Sommer, die viele berufstätige Eltern vor große Probleme bei der Kinderbetreuung stellen", betont Gstättner.

Nicht zuletzt, weil zwei Drittel der Kärntner Unternehmerinnen auch am Wochenende arbeiten würden, braucht es aus Sicht von Gstättner individuelle und vor allem flexible Lösungen der Kinderbetreuung. Sie schlägt daher vor, das Alter für die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten von derzeit zehn auf 14 Jahre auszuweiten. Eine enorme Erleichterung für Elternteile wäre es außerdem, wenn Kinder wahlweise in der Gemeinde des Unternehmensstandortes oder in der jeweiligen Wohngemeinde betreut werden könnten. Gstättner: "Eine stärkere Vernetzung der Gemeinden, um solche Lösungen unbürokratisch umzusetzen, ist für die Wirtschaftskammer Kärnten daher sehr wichtig."

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