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Kärnten muss attraktiver werden

Anreize für Investitionen und ein insgesamt unternehmerfreundlicheres Land stehen im WK-Plan "200K" ganz oben.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/fritzpress
Als regionale Begleitmaßnahme zum neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung sieht WK-Präsident Jürgen Mandl seinen "Plan 200K". Neben dem erklärten Ziel von 200.000 Arbeitsplätzen für Kärnten soll der Maßnahmenkatalog dazu beitragen, dass Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Bundesland wird. "Dieses Ziel hat die derzeitige Landesregierung im Jahr 2013 in ihrem Koalitionspapier festgehalten, alleine die konkrete Umsetzung stockt", sagt Mandl.

Wirtschaftsstandort muss attraktiver werden

Um die Attraktivität des heimischen Wirtschaftsstandortes zu steigern, hält der "Plan 200K" konkrete Vorschläge bereit. Ein wichtiger Punkt ist das Bekenntnis des Landes zur Wirtschaft und dem Unternehmertum. Das soll auch in der neuen Landesverfassung zum Ausdruck kommen (siehe unten). "Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie man erste Schritte in Richtung Unternehmerfreundlichkeit rasch umsetzen kann, und unser Plan zeigt sie ganz klar", erklärt Mandl.

Die Landesregierung könne mit geringem Aufwand für positive Stimmung in der Kärntner Wirtschaftslandschaft sorgen. Die Umsetzung der folgenden acht Punkte ist der erste Schritt, um Kärnten für Betriebe attraktiver zu machen:
  • Die öffentliche Hand berücksichtigt bei der Vergabe von Aufträgen im Rahmen der derzeitigen gesetzlichen Möglichkeiten besonders regionale ­Betriebe.
  • Steuern, bei denen die Kosten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Ertrag stehen oder einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich bringen, werden abgeschafft.
  • Bei der Reform des Naturschutzgesetzes wird auf Hürden und Hemmnisse für Unternehmen verzichtet. Die Befugnisse des Naturschutzbeirats werden nicht ausgeweitet.
  • Bei der Wohnbauförderung wird die Kaufpreisobergrenze an den Österreichdurchschnitt angepasst und die Mittel aus der Wohnbauförderung werden ausschließlich in diese reinves­tiert.
  • Bei Vorgaben aus EU-Gesetzen und Regelungen achtet das Land darauf, Ausnahmen und Erleichterungen zu nutzen, statt zusätzliche Vorgaben zu schaffen.
  • Eine langfristige Verlängerung der Exportoffensive gemeinsam mit Wirtschaftskammer, Universität und Fachhochschule durch die Landesregierung bringt neue Investitions- und Innovationsanreize.
  • Ähnlich wie das Konsumentenschutzgesetz die Konsumenten gegenüber Unternehmen schützt, soll das Unternehmerschutzgesetz die Rechte der Unternehmen in Behördenverfahren stärken.
  • Das Land Kärnten verpflichtet sich zu einer Evaluierung des aktuellen Rechtsbestandes. Was nicht mehr aktuell ist und die Wirtschaft unnötig behindert, gehört weg.

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