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Kärnten auf Entdeckungsreise in der Zukunft

Zehn Kärntner sind aktuell in Singapur unterwegs, um potenzielle Geschäftspartner zu finden und die neuesten Technologien und Zukunftstrends für Kärnten zu suchen. Wir sind vor Ort dabei.  

Mag. Volker Ammann, Wirtschaftsdeligierter in Singapur und WK-Präsident Jürgen Mandl vor einem Model der Smart City Singapur.
© WKK Wirtschaftsdeligierter Mag. Volker Ammann und WK-Präsident Jürgen Mandl vor einem Model der Smart City Singapur.

Montag morgens 9:00 Uhr, schwüle 30 Grad, ein Hotel im Businessviertel von Singapur. Und mittendrin? Zehn Kärntner Unternehmer, die gespannt sind auf den Technologie-Hot-Spot fernab der Heimat.

Der Stadtstaat Singapur ist nicht nur bekannt für seine Sauberkeit und Internationalität, sondern auch als Standort hochwertiger Technologien, Heimat zahlreicher Tech-Unternehmen und potenzieller Markt für ambitionierte österreichische Unternehmen. Mit weltweit führenden Universitäts- und Forschungseinrichtungen nimmt Singapur in Bereichen wie Logistik, Umwelttechnologien oder Smart Cities eine Vorreiterrolle ein. Als vorbildlich gilt auch die Verwaltung und der öffentliche Bereich. Von Singapur aus, erobern nun immer mehr Kärntner den südost-asiatischen Markt; ein guter Grund für WK-Präsident Jürgen Mandl und die Abteilung Außenwirtschaft und EU mit einer Wirtschaftsmission die Smart City unter die Lupe zu nehmen. 

Vom Entwicklungsland zum Wirtschaftszentrum

Vor einigen Jahren noch, lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Singapur bei 400 US-Dollar, heute ist der Staat einer der reichsten und der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte der Welt. „Singapur ist einer der größten Umschlagplätze. Rund 12000 europäische Niederlassungen zeigen das, und die Tendenz steigt“, erklärt Volker Ammann, Wirtschaftsdelegierter in Singapur. Ein Vorteil seien die schnellen Entscheidungen, die in Singapur getroffen werden: „Singapur ist insofern eher wie ein Unternehmen und nicht wie viele Demokratien, in der Dinge erst Jahrzehnte tot diskutiert werden.“ Ein stabiler Markt, kalkulierbare Risiken, perfekte Infrastruktur für Unternehmen und ein unbürokratisches System machen die Stadt für europäische und asiatische Außenhändler attraktiv. „Von der Geschwindigkeit und Dynamik Singapurs können wir Kärntner viel lernen“, betont auch Mandl. „Das Wachstum findet hier in Asien statt und nicht in Europa. Da müssen wir einsteigen.“ Ein wichtiger Faktor für Exporteure: Singapur hält die meisten Freihandelsabkommen der Welt, auch mit Ländern, wie China, die für viele Außenhändler Herausforderungen darstellen.

Kärntner Unternehmer erkunden das Zukunftskonzept der Smart City Singapur in der City Gallery.
© WKK Kärntner Unternehmer erkunden das Zukunftskonzept der Smart City Singapur in der City Gallery.

Wachstum ist für Singapur nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geografisch ein Top-Thema. Ammann: „Der Inselstaat ist nur 20 mal 40 Kilometer. Der Platz ist knapp.“  Landgewinnung und Raumplanung spielen eine große Rolle. Spannend für Net4you-Chef Martin Zandonella, der in Singapur die Technologie-Trends von morgen erkunden will: „Unglaublich, wie durchdacht und transparent das Konzept ist. Jeder hat die Chance seine Ideen für die Zukunft einfließen zu lassen.“ Von riesigen künstlichen Bäumen, die mit echten Pflanzen verwachsen bis hin zu Fußgängerwegen und Lagern, die weit unter der Erde entstehen, wird jeder Zentimeter genutzt und trotzdem der Natur genug Platz eingeräumt. Mitten in der Stadt findet sich zwischen neugebauten Hochhäusern, Start-up-Zentren und einigen der besten Universitäten der Welt ein naturbelassener Dschungel. Das Prinzip lautet „City in der city“: im kleinen Umkreis sollen die Bewohner nicht nur arbeiten, sondern auch arbeiten, wohnen und leben können. Während also weiter an Büro- und Industriegebäuden gebaut wird, schafft man die passende Infrastruktur von der Schule bis zum Friseur gleich nebenan. Auch das U-Bahn-Netz der Stadt soll in den nächsten Jahren verdoppelt. 

Von Singapur ins weite Asien

Als Kleinstaat ist Singapur selbst nicht immer das Ziel von Exporteuren, wie Meinrad Höfferer, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft der WK Kärnten, betont: „Singapur muss als wirtschaftliche Drehscheibe für die gesamte ASEAN-Region gesehen werden.“ Zustimmung kommt von Ammann, der seit sechs Jahren das AußenwirtschaftsCenter leitet: „Viele Österreicher machen ihre Vorzeigeprojekte in Singapur, um ganz Asien zu zeigen, was sie können. Präsenz am Markt ist zentral für den asiatischen Kunden.“ Rechnet man die Umgebung mit, spricht man, so Ammann, von einem Markt mit 620 Millionen Menschen. Und rundherum finden sich zahlreiche Wachstumsmärkte, die auch für Österreich einiges bereit haben. Seit einigen Jahren sind etwa nachhaltige Holzbauten in Kooperation mit österreichischen Unternehmen als Alternative zum klassischen Baustil ein Thema. Singapur gilt nach China mittlerweile als zweitwichtigster Investitionsstützpunkt Österreich. Bereits jetzt ist Österreich Nischenanbieter und liefert Kräne, Sondermaschinen, Blech, Pappe und ähnliches nach Singapur. Die weltgrößte Solarthermie-Anlage zur war,Wasserversorgung und Kühlung einer Privatschule, das Lichtkonzept des Terminal 3 am Flughafen sowie ein gasbetriebenes Blockkraftwerk für ein renommiertes Hotel sind nur einige Projekte „Made in Austria“. Ammann: „Singapur arbeitet daran noch grüner und smarter zu werden - hier gibt es viele Chancen für Kärntner Unternehmen.“

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