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K&Ö: Innenstadtkaufleute geschlossen gegen Standort Waaggasse

Klagenfurt brauche ein Gesamtverkehrskonzept statt undurchdachter Einzellösungen, verlangen die Sprecher der City-Wirtschaft. Sie befürchten einen neuerlichen Verdrängungswettbewerb.

WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht, IG-Obfrau Cornelia Hübner und stellvertretender IG-Obmann Gregor Grüner stellten beim heutigen Pressegespräch die Standpunkte der City-Kaufleute klar.
© WKK/fritzpress WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht, IG-Obfrau Cornelia Hübner und stellvertretender IG-Obmann Gregor Grüner stellten beim heutigen Pressegespräch die Standpunkte der City-Kaufleute klar.
Ein deutliches Signal der Geschlossenheit setzten heute die Sprecher der Klagenfurter Innenstadtbetriebe Max Habenicht (Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer), Cornelia Hübner (Obfrau der Innenstadtgemeinschaft) und ihr Vize Gregor Grüner. Die geplante Ansiedlung der Textilhandelskette Kastner & Öhler sei herzlich willkommen, allerdings nicht am Wunsch-Standort in der Waaggasse direkt neben den City Arkaden. Habenicht: "Wir sind absolut nicht gegen Kastner & Öhler, aber wir bringen uns ein bei Problemen, die die gesamte Innenstadt betreffen."

Was den Unternehmern in der City bei der aktuellen Diskussion fehlt, ist ein klares Bekenntnis der politisch Verantwortlichen der Stadt zum Handel und zum Tourismus, unterstrich Grüner: "Wir beschäftigen seit Jahrzehnten Menschen, bilden Lehrlinge aus, prägen das Stadtbild, leisten Steuern und Abgaben. Eine noch stärkere Konzentration der Kundenfrequenz wird in der Stadt zu spüren sein." Grüner nimmt damit Bezug auf die Ansiedlung des Einkaufszentrums City Arkaden vor elf Jahren, die zu einem größenmäßig vergleichbaren Flächenleerstand in anderen Bereichen der Stadt geführt habe. Dennoch liege Klagenfurt schon heute mit einer Verkaufsfläche von 2,8 Quadratmeter pro Einwohner an zweiter Stelle der Landeshauptstädte, ein weiterer Zuwachs werde nur den Verdrängungswettbewerb beschleunigen. Grüner: "Eine Stadt muss wie ein Einkaufszentrum funktionieren, damit zwischen den Frequenzbringern Achsen und Wege entstehen. Sonst verlagert sich die Mitte der Stadt komplett in den Norden."



Kritik an der medialen Darstellung übte IG-Obfrau Hübner, die 350 Innenstadthändler vertritt. Ungeachtet vereinzelter Befürworter sei der Großteil mit der Standortwahl nicht zufrieden. Auch Hübner begrüßte ausdrücklich eine Ansiedlung des Grazer Traditionsunternehmens, ist aber strikt gegen den Standort am Kapuzinerparkplatz: "Das wird die Leerstände in der Innenstadt weiter erhöhen, das Stadtbild beeinträchtigen und zu einer Austauschbarkeit des Angebots im Stadtzentrum beitragen."

Neuerlich appellierte WK-Bezirksobmann Habenicht an die Stadtpolitik, die bestehenden leeren Flächenressourcen zu nutzen. Das nunmehr vom Projektbetreiber vorgelegte Verkehrskonzept sieht der Unternehmer kritisch, es gebe beispielsweise keine logische Verbindung zwischen dem Ausbau der Parkgarage Kardinalsplatz und der Waaggasse. Der Betreiber sei nicht eingebunden, die Auswirkungen der geplanten Umkehrung von Einbahnen völlig unklar und die Stimmung der gesamten Kaufmannschaft massiv gegen den Standort, für den unter diesen Umständen eine Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend nötig sei. Habenicht: "Das ist ein Lobbying-Konzept - sonst nichts."

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