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Investitionen: "Wirtschaft braucht Rechtssicherheit!"

Zeitgemäße Infrastruktur ist die Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung, betonen Kärnten Netz und Wirtschaftskammer. Im Hinblick auf die künftige Versorgungsicherheit in Kärnten gibt es Handlungsbedarf.

Strom-, Gas- und Datenleitungen, Eisenbahnen, Straßen – sie sind die Lebensadern, die den Wirtschaftsstandort Kärnten versorgen. Zukunftsfähige Infrastruktur ist einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren und entscheidend für den künftigen Wohlstand im Land. WK-Präsident Jürgen Mandl: "Aber dazu braucht es auch eine moderne Gesetzgebung, die dem Zeitgeist und den Notwendigkeiten entspricht. Wir kommen heute bei wichtigen Projekten keinen Millimeter weiter. Nach Jahren entscheiden die Gerichte, und alles muss zurück an den Start!"

Als Beispiele nannte Mandl das Fußballstadion in Klagenfurt, bei dem sechs Personen die sinnvolle Nutzung einer 100-Millionen-Euro-Investition blockieren würden, oder das FunderMax-Werk in St. Veit, wo nach dem Einspruch einer Anrainerin ein Bescheid aufgehoben wurde. Mandl: "Wir müssen auch im Hinblick auf die Sicherheit der Investoren diskutieren, warum es bei Entscheidungen der Behörde keine Rechtssicherheit gibt. Wenn ein Bescheid vorliegt, muss der Projektwerber davon ausgehen können, dass der auch hält - sonst steht ein Unternehmen nach vielen Jahren und sehr viel Geld wieder am Anfang."

WKK-Präsident Jürgen Mandl und Reinhard Draxler, Geschäftsführer der Kärnten Netz GmbH, kämpfen für zeitgemäße Infrastruktur als Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung. Foto: WKK/fritzpress
WKK-Präsident Jürgen Mandl und Reinhard Draxler, Geschäftsführer der Kärnten Netz GmbH, kämpfen für zeitgemäße Infrastruktur als Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung. Foto: WKK/fritzpress


Versorgung gefährdet
So geht es auch der Kärnten Netz GmbH mit dem wichtigen Projekt der Netzabstützung Villach. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes über eine Beschwerde bezüglich der Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung hat die KNG die Errichtungsarbeiten der neuen 220/110-kV-Netzabstützung unterbrochen, die Baustelle wird in den kommenden Wochen aufwändig konserviert. KNG-Geschäftsführer Reinhard Draxler: "Ohne dieses Projekt ist die Sicherheit der Versorgung der Kunden im Großraum Villach mittelfristig gefährdet. Das bedeutet: Ein zusätzlicher Leistungsbedarf der Industrie kann in Zukunft nicht mehr abgedeckt werden. Die Auswirkungen des Baustopps sind derzeit nicht absehbar."

Der Wirtschaftsraum Villach ist eine der dynamischsten Regionen in Österreich und die Netzabstützung trägt auch wesentlich zur Qualitätssicherung des Standortes bei, wie Draxler betonte. Das Projekt sei vor zehn Jahren begonnen worden, weil die bestehenden Anlagen mittlerweile 50 Jahre alt seien und damit aus einer Zeit stammen würden, in der der Stromverbrauch etwa ein Viertel des heutigen betragen habe. In Summe seien etwa 20 behördliche Verfahren erfolgreich abgewickelt worden, mit mehr als 100 der 115 Grundeigentümer habe man sich einvernehmlich geeinigt. Draxler: "Alles das wird jetzt in Frage gestellt, das kann dem Standort Villach mittelfristig schaden."

Ausreichend Energie für eine dynamische Region
Versorgungssicherheit bedeute, dass alle Kunden jederzeit ausreichend und sicher mit elektrischer Energie versorgt werden können. Für die Kunden ist das eine Selbstverständlichkeit, für einen Netzbetreiber wie die Kärnten Netz GmbH, eine Tochter der Kelag mit 600 Mitarbeitern, bedeutet das aber ein Bündel von Aufgaben: Das Netz muss so konfiguriert sein und instand gehalten werden, dass mögliche einzelne Unterbrechungen im Netz auf die Versorgung der Kunden keine Auswirkungen haben. Das heißt: Große Verbrauchszentren müssen von mindestens zwei Seiten mit elektrischer Energie versorgt werden. Denn, so Draxler: "Das elektrische System hat keine ‚Trägheit‘: Strom muss zum Zeitpunkt der Nutzung erzeugt und zum Kunden transportiert werden. Just-in-time, wie es schärfer nicht geht."

Die Versorgungssicherheit bei elektrischer Energie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandortes und damit für den Wohlstand einer Gesellschaft. Nahezu alle Abläufe und Prozesse in Industrie, Gewerbe, Infrastruktur, Verkehr, in den privaten Haushalten etc. funktionieren nur, wenn Strom rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr uneingeschränkt zur Verfügung steht. Die KNG investiert daher etwa 60 Millionen Euro jährlich in neue Leitungen und wendet 20 Millionen allein für die Instandhaltung auf. Denn Strom ist nicht nur Antriebsenergie, sondern - noch wichtiger - die Grundlage für das Funktionieren aller Steuerungen. Draxler: "Man muss rechtzeitig investieren, sonst kommt es irgendwann zum Blackout. Weil wenn man es bemerkt, ist es schon finster."

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