th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Industrie sieht steigende Blackout-Gefahr

Energie-Gipfel zeigt Handlungsfelder und Lösungsansätze zur sicheren Stromversorgung und Blackoutvermeidung auf.

Die Industrie-Spartenobmänner Michael Velmeden (Kärnten, Peter Unterkofler (Salzburg), Erich Frommwald (Oberösterreich), Max Kloger (Tirol) und Markus Comploj (Vorarlberg) diskutierten in Salzburg über die drohende Blackout-Gefahr.
© Franz Neumayer

Die Spitzenvertreter der Industriesparten Kärnten, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg diskutierten bei einem Energie-Gipfel die Handlungsfelder und Lösungsansätze zur sicheren Stromversorgung der Industrie und Blackoutvermeidung. Es zeigte sich einmal mehr, dass es eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen – wie die Förderung für erneuerbare Erzeugungsanlagen – gibt. Es fehlt jedoch eine umfassende Gesamtstrategie für die vollständige Transformation des Energiesystems, die den notwendigen Energieinfrastrukturausbau sicherstellt und die Verbraucher in das Energiesystem intelligent einbindet.

Standortfaktor Strom

Die sichere Versorgung mit Strom ist als entscheidender Standortfaktor für das Industriebundesland Kärnten von größter Bedeutung. Das Risiko eines Blackouts steigt aber durch unterschiedliche Einflüsse stark an. „Ein Blackout, sprich der Zusammenbruch der gesamten Stromversorgung in einer ganzen Region, ist kein realitätsfernes Szenario mehr, sondern eine konkrete Bedrohung der heimischen Wirtschaft. In vergangener Zeit haben wir in verschiedenen Teilen der Welt gesehen, wie schnell die Stromversorgung zusammenbrechen kann. Auch im europäischen Strom-Verbundnetz sind wir am 8. Jänner 2021 nur knapp an einem flächendeckenden Stromausfall vorbeigeschrammt. Diese Ereignisse unterstreichen, dass dieses Thema, auf das wir schon längere Zeit hinweisen, zunehmend brisanter wird“, so Michael Velmeden, Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten.

Der Spartenobmann verweist auf die enorme gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der sicheren Stromversorgung und unbedingte Vermeidung eines Blackouts: „Würde beispielsweise an einem Wochentag um 9 Uhr der Strom im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden ausfallen, würde der volkswirtschaftliche Schaden laut Blackout-Simulator der Johannes Kepler Universität für Österreich bei mehr als 1,1 Mrd. Euro liegen. Vergleicht man das mit den Kosten eines Lockdowns, würde ein Tag Blackout in Österreich zirka so viel kosten, wie zwei Wochen Lockdown“, zeigt Velmeden auf.

Schnellere Genehmigung und sichere Kapazitäten

„Wenn wir einen Blackout vermeiden wollen, braucht es eine deutliche Beschleunigung der dazu notwendigen Genehmigungsverfahren für die Energieinfrastruktur und genügend gesicherte Kapazitäten, die dann Energie erzeugen, wenn es Erneuerbare nicht können. Natürlich ist die Transformation der Stromversorgung ein enorm wichtiger Beitrag, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Viele heimische Industriebranchen arbeiten intensiv an der verstärkten Einbindung erneuerbarer Energieformen in ihre Produktionsprozesse. Grundvoraussetzungen sind dafür die uneingeschränkte Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie zu wettbewerbsfähigen Kosten und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit für die hochsensiblen Technologien und Anlagen der Betriebe. Wir brauchen einen raschen, konsequenten und koordinierten Ausbau der Energieinfrastruktur, parallel zum Ausbau der Erneuerbaren und in Verbindung mit einer einfachen und praktikablen Einbindung der Flexibilitätspotenziale (Speicher, Erzeugung etc.) der heimischen Industriebetriebe. Dies hilft nicht nur in Bezug auf die Versorgungssicherheit, sondern auch, durch die Reduktion der bereitzustellenden Spitzenlast, bei der Erreichung der Klimaziele“, erklärt der Spartenobmann.   

Die Industriesparten der Bundesländer Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg haben im Rahmen ihrer Kooperation Lösungsansätze erarbeitet und setzen gemeinsame Initiativen und Maßnahmen für eine realistische und wirtschaftsfreundliche Umsetzung der Klima- und Energiestrategie.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Industrie
Mag. Alexander Kuëss
T 05 90 90 4-205
E industrie@wkk.or.at

Das könnte Sie auch interessieren

Sigismund E. Moerisch, Obmann Hotellerie, Peter Wedenig, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Kärnten und Stefan Sternad, Obmann Gastronomie verlangten höhere Drittstaatenkontingente, Änderungen bei Mangelberufsliste sowie Rot-Weiß-Rot-Karte

Tourismus sucht die (Arbeits-)Kraft

Wintertourismus-Jobbörse von AMS Kärnten und Wirtschaftskammer Kärnten in der Villacher Fachberufsschule für Tourismus ganz im Zeichen des MitarbeiterInnenmangels. Branche verlangt höhere Drittstaatenkontingente, Änderungen bei Mangelberufsliste sowie Rot-Weiß-Rot-Karte.  mehr

Freuen sich auf die heurige Wintersaison: Manuel Kapeller-Hopfgartner, Elke Basler, Alexandra Bresztowanszky und Wolfgang Löscher.

Kärntner Seilbahnen: Positive Aussichten dank bester Vorbereitung

Die Kärntner Seilbahnunternehmen blicken mit Zuversicht in die kommende Wintersaison. Eingespielte Sicherheitskonzepte bei den Aufstiegshilfen, geöffnete Berggastronomie, komfortable Hotels und Investitionen in Millionenhöhe sorgen für Vorfreude. mehr

Setzen sich mit einer Förderung für mehr Cyber-Sicherheit in Kärntens Betrieben ein: Spartenobmann Martin Zandonella und Landesrat Sebastian Schuschnig.

Mehr Sicherheit für Betriebe: Land Kärnten und Wirtschaftskammer fördern Cyber-Security

Verbrecherische Attacken auf Unternehmen über das Internet nehmen stark zu. Die Folgen von Cyberkriminalität kosten die Wirtschaft inzwischen jährlich Milliardenbeträge. Ein neues Fördermodell soll ab sofort die IT-Sicherheit in Kärnten verbessern. mehr