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Impfung für Tourismusmitarbeiter als Basis für erfolgreichen Sommer

Trotz engem Kundenkontakt und hoher Bedeutung für die Wertschöpfung wird im Tourismus noch nicht geimpft. Um Gästen einen sicheren Sommerurlaub bieten zu können, fordert die Branche ein schnelles Umdenken der Politik!

Die Zeit drängt, da die Impfquote im Tourismus mitentscheidend für eine erfolgreiche Sommersaison sein wird.
© AdobeStock/9nong
Nicht eingehaltene Impftermine, Doppel-Anmeldungen, Absagen: Die Meldungen über das Impfchaos in ganz Österreich häufen sich. Während die Bereitschaft zur Impfung in Teilen der Bevölkerung derzeit offenbar sinkt, wartet die Tourismusbranche noch immer auf Termine. Eine bessere Organisation und höhere Priorisierung für Tourismusmitarbeiter fordert Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, von der zuständigen Gesundheitslandesrätin Beate Prettner: „Selbstverständlich sind Risikopatienten vorrangig zu impfen und der nationale Impfplan einzuhalten. Wir erwarten uns aber zumindest dieselbe Priorisierung wie Lehrer. Unsere Mitarbeiter sind ebenso ständig in engem Kundenkontakt.“

Die Zeit drängt, da die Impfquote im Tourismus mitentscheidend für eine erfolgreiche Sommersaison sein wird, betont Sigismund E. Moerisch, Obmann der WK-Fachgruppe Hotellerie: „Das Thema Sicherheit steht für unsere Gäste an erster Stelle. Wenn wir argumentieren können, dass die gesamte Belegschaft in einem Betrieb bereits geimpft wurde, ist das natürlich ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Wir müssen alles tun, um unseren Gästen so viel Sicherheit als möglich bieten zu können.“

Höhere Priorisierung gefordert

Im Sommer 2020 habe man gezeigt, dass Kärnten für sichere Gastfreundschaft steht. Nun müsse man diese Position halten und ausbauen, sagt Petritsch: „Dafür wird aber eine Kraftanstrengung nötig sein. Und sollte uns das nicht gelingen, müssen wir befürchten, den Anschluss an andere Tourismusdestinationen zu verlieren.“ Derzeit werde den Anforderungen der Tourismuswirtschaft jedenfalls nicht genügend Beachtung geschenkt. „Wir fordern deshalb dringend eine Anpassung und Neubewertung: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen unbedingt eine höhere Priorisierung erhalten! Derzeit werden sie laut Priorisierung des nationalen Impfgremiums in Tabelle 1 unter Priorität 5 eingestuft. Da Tourismusmitarbeiter in der Regel in engem Kundenkontakt stehen, sind sie aber zumindest auf Priorität 4 zu erhöhen“, fordert der Spartenobmann.

Das Ziel müsse sein, innerhalb kürzester Zeit eine hohe Impfungsrate erreichen, so Moerisch: „Ich hoffe, den Verantwortlichen ist bewusst, wie wichtig eine erfolgreiche Sommersaison für unsere Betriebe und die Wertschöpfung im Land ist.“ Es dürfe nun keine logistischen und organisatorischen Fehler mehr geben.

Die Bereitschaft, geimpft zu werden, ist unter TourismusunternehmerInnen und -mitarbeiterInnen groß, wie diese Statements aus der Wirtschaft zeigen:

„Im Sinne einer sicheren Gastfreundschaft steht es für mich außer Frage, dass MitarbeiterInnen in Hotellerie und Gastronomie so schnell wie möglich einen Impftermin erhalten müssen. Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Schutz meiner Angestellten. Darüber hinaus mache ich mir große Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Wie wollen wir als Urlaubsanbieter gegenüber Regionen mit hoher Impfrate bestehen? ‚Wir sind geimpft!‘ kann wie ein Label den berechtigten Sorgen unserer Gäste entgegenwirken. Darum erwarte ich mir schnelles Handeln und rasche Impftermine vor dem Sommer für unsere Region und den Kärntner Tourismus.“
Christine Sintschnig, Hotel Velden

„Es wäre eine unglaubliche Erleichterung, wenn unsere Mitarbeiter durch die Impfung geschützt werden könnten. Einerseits wäre der Sicherheitsaspekt gegenüber den Gästen ein wichtiges Verkaufsinstrument. Andererseits könnten wir so betriebsfähig bleiben - man stelle sich nur vor, die gesamte Küchenbelegschaft müsste in Quarantäne! Unter unseren Mitarbeitern gibt es jedenfalls eine große Bereitschaft zur Impfung.“
Erwin Berger, Mountain Resort Feuerberg, Gerlitzen

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
T 05 90 90 4-600
E wolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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