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Immobilien als Anlage heiß begehrt

Immobilienmakler bringen sich als Berater der Kommunen ins Spiel, um teure Fehler bei Flächenwidmung und Ortsentwicklung zu vermeiden.

Niedrige Zinsen, geringes Vertrauen in die Finanzmärkte - nach wie vor sind Immobilien als Anlageform heiß begehrt. Trotz anhaltender Nachfrage gehören extreme Preissteigerungen jedoch der Vergangenheit an, kommen immerhin wieder mehr Immobilien auf den Markt. Reinhold Lexer, stellvertretender Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder: "In Kärnten hält die Abwanderung aus den Regionen in den Zentralraum an, aber der Wohnbau hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Daran ist auch die restriktive Haltung der Landespolitik zum privaten Wohnbau schuld: Kärnten hat mit Abstand die niedrigsten Fördergrenzen."

Michael Fohn, Obmann der Kärntner Immobilientreuhänder, ortet bezüglich der Wohnimmobilien positive Tendenzen: "Sowohl bei Baugrundstücken, als auch bei Eigentumswohnungen – neu und alt - sowie Einfamilienhäusern sind leicht schwarze Zahlen eingefahren worden". Durchwachsen ist laut Fohn allerdings die Situation bei den Gewerbeimmobilien: Sowohl bei Grundstücken für Betriebsansiedelungen als auch bei Büros und Geschäftslokalen war – entgegen dem Trend der vergangenen Jahre - keine einheitliche Entwicklung erkennbar: Während Klagenfurt-Stadt bei "Grundstücken Betriebsansiedelung" positive Tendenzen vermeldete, waren bei Villach-Stadt und Land durchwegs rote Zahlen gegeben. Ebenso war bei "Büroflächen" und "Geschäftslokale" kein einheitlicher Trend ersichtlich.

So steht bei Geschäftslokalen roten Zahlen in Klagenfurt-Stadt, St. Veit, Spittal an der Drau und Wolfsberg ein leichtes Plus in Villach-Stadt, Klagenfurt-Land und Wolfsberg gegenüber. "Das Ergebnis wird genauer zu analysieren sein, um eventuell mit der jeweiligen Stadtpolitik Maßnahmen zu setzen", sagt Fohn. Die Immobilienmakler können den Kommunen dabei helfen, teure Fehlentscheidungen zu vermeiden, ist Reinhold Lexer überzeugt: "Ich appelliere an die Gemeinden, sich bei Flächenwidmung und Stadtentwicklung Profis aus der Immobilienwirtschaft als Berater zu holen. Der Immobilientreuhänder als Partner der Kommunen kann Lösungsansätze aufzeigen, die eine bessere Nutzung der bestehenden Infrastruktur und damit auch mehr Lebensqualität für die Bewohner bringt."

Immobilienpreisspiegel 2016: Objektkategorien im Überblick

Wohnimmobilien:

Moderat haben sich österreichweit neuerlich die Preise für Baugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser entwickelt. Den höchsten Anstieg gab es mit einem Plus von 5,1 Prozent im Bundesland Salzburg, hier kostete der Quadratmeter somit im Jahresdurchschnitt € 414. Am wenigsten kletterten die Preise für Baugrundstücke mit einem Plus von 1,5 Prozent in Tirol – der durchschnittliche Quadratmeterpreis dafür lag bei 384 €. Absoluter Spitzenreiter war erneut Wien, wo der Quadratmeter Baugrund mit 615,20 Euro zu Buche schlug. Am günstigsten waren Baugrundstücke mit 79,20 Euro (+2,5 Prozent) in der Steiermark. In den meisten Landeshauptstädten setzte sich ebenfalls der Trend zu moderaten Preisanstiegen fort. Ausnahme war die Stadt Salzburg, wo die Preise für Baugrundstücke um sieben Prozent zulegten, der Quadratmeter kostete hier somit 955,70 Euro. Am günstigsten sind Baugrundstücke mit durchschnittlich 108 Euro (+4,8 Prozent) in St. Pölten.

Bei Einfamilienhäusern zeigt sich folgendes Szenario: Auch in diesem Segment gab es nur moderate Preissteigerungen, die höchsten mit 3,5 Prozent in Tirol sowie 3,3 Prozent in der Steiermark. In diesen beiden Bundesländern liegt der Preis pro Quadratmeter nun bei durchschnittlich 2.356,40 Euro  bzw. 1.298,20 Euro. Mit diesem Durchschnittswert ist die Steiermark übrigens das günstigste Pflaster, am meisten kosten Einfamilienhäuser mit 2.690,30 Euro  im Bundesland Salzburg. Ähnlich die Entwicklung in den Landeshauptstädten: Mit einem Durchschnittspreis von 3.600,30 Euro  (+1,4 Prozent) liegt Salzburg an der Spitze, Schlusslicht ist Klagenfurt mit 1.645,30 Euro  (+1,5 Prozent). Am stärksten gestiegen ist der Quadratmeterpreis im Übrigen in Linz, und zwar um 5,3 Prozent auf 2.353,70 Euro. Als einzige Landeshauptstadt sind die Preise in St. Pölten gesunken - und zwar um 0,2 Prozent auf durchschnittlich 1.703,50 Euro pro m².

Keine allzu großen Sprünge machten im Beobachtungszeitraum die Preise von Reihenhäusern: Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 1.205,90 Euro  (+3,2 Prozent) waren sie nach wie vor in der Steiermark am niedrigsten. Die höchsten wurden mit 2.574,10 Euro  (+2,2 Prozent) in Wien erzielt.

Betrachtet man die Landeshauptstädte, ist Salzburg mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.038,90 Euro  nach wie vor Spitzenreiter, wenn auch die Preise mit einem Plus von 0,3 Prozent nur geringfügig angezogen haben. Am stärksten, nämlich um acht Prozent auf 1.700,50 Euro pro m², sind die Preise in diesem Segment in St. Pölten gestiegen. Einen geringfügigen Preisrückgang gab es in Bregenz - hier ist der Durchschnittspreis um 0,1 Prozent von 2.255 auf 2.253,10 Euro  zurückgegangen.

Deutliche Unterschiede zeigen sich hingegen im Bundesländervergleich bei den Eigentumswohnungen (Erstbezug): Während in Tirol die Preise mit plus 4,7 Prozent am stärksten gestiegen sind, hat es in Niederösterreich doch einem deutlichen Preisrückgang um sechs Prozent gegeben. So liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Erstbezugs-Eigentumswohnung in Niederösterreich nun bei 1.824,80 Euro, in Tirol bei 2.925 Euro. Moderat sind die Preise in Wien gestiegen - und zwar um 1,8 Prozent auf 3.999,30  pro m² - die Bundeshauptstadt belegt damit im Bundesländervergleich neuerlich Platz 1. Der Blick in die Landeshauptstädte hingegen zeigt eine andere Entwicklung: Mit einem Plus von 6,4 Prozent konnte Klagenfurt die höchste Preissteigerung verzeichnen, hier wurden 2.382 Euro pro m² bezahlt. Teuerstes Pflaster war neuerlich Salzburg, wo die durchschnittlichen Quadratmeterpreise bei 4.423,10 Euro lagen. Schlusslicht in diesem Segment war wie im Jahr zuvor mit einem Durchschnittspreis von 1.896,60 Euro St. Pölten (+0,4 Prozent).

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen hat sich der Höhenflug der Preise weiter eingebremst. Ausnahme ist Tirol, wo die Durchschnittspreise in diesem Segment um 10,2 Prozent auf 2.214,80 Euro pro m² zugelegt haben. Mit durchschnittlich 2.751,30 Euro  (+2,3 Prozent) wurde im Bundesländervergleich am meisten in Wien bezahlt, am niedrigsten waren gebrauchte Eigentumswohnungen mit 1.116,30 Euro  (+1,7 Prozent) in der Steiermark. Günstigste Landeshauptstadt war wieder Eisenstadt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von € 1.309,9  (+2,3 Prozent). Den Titel der teuersten Landeshauptstadt musste Salzburg diesmal an Innsbruck abgeben: Hier wurde mit 7,7 Prozent nicht nur die höchste Preissteigerung, sondern mit durchschnittlich 2.935,20 Euro  auch der höchste Preis pro Quadratmeter erzielt. Die Salzach-Stadt belegte mit 2.844,70 Euro pro m² Rang zwei.

Nur wenig Bewegung war bei den Preisen für Mietwohnungen (freier Mietzins) zu beobachten: Am niedrigsten waren die Durchschnittsmieten pro Quadratmeter mit  5,90 Euro  (+ 0,9 Prozent) in Kärnten, am höchsten mit 9,40 Euro (+2,5 Prozent) in Wien. Platz zwei belegte in diesem Ranking Vorarlberg mit 8,90 Euro (+2,8 Prozent). Bei den Landeshauptstädten war die Bandbreite der Preisveränderungen ein wenig größer: So sanken die Durchschnittsmieten im Burgenland um 2,8 Prozent auf 7,10 Euro pro m² - damit ist die burgenländische Landeshauptstadt das zweitgünstigste Pflaster hinter St. Pölten mit 6,60 Euro pro m². Den höchsten Preisanstieg gab es mit vier Prozent in der Stadt Salzburg - hier kostet der Quadratmeter somit € 9,9. Am meisten muss mit 10,80 Euro (+1,4 Prozent) jedoch in Innsbruck bezahlt werden, Wien belegt bei diesem Vergleich Platz 3 mit 9,40 Euro  pro m² (+2,5 Prozent).

Gewerbeimmobilien
:
Nur wenig Bewegung gab es am Büroimmobilienmarkt. Zeigen sich im Preisspiegel 2015 noch teils deutliche Preiszuwächse, so sind es im diesjährigen nur marginale oder gar Rückgänge. Eine deutliche Trendumkehr gab es beispielsweise am niederösterreichischen Büroimmobilienmarkt: Legten hier zuletzt die Durchschnittspreise mit 14,6 Prozent noch deutlich zu, wurde nun im Bundeslanddurchschnitt ein Rückgang von immerhin 6,1 Prozent auf 6,60 Euro pro Quadratmeter verzeichnet. Nachgegeben haben auch die Büromieten in Kärnten (-0,6 Prozent auf 6 Euro), im Burgenland stagnierten sie bei 6,60 Euro. Die höchste Preissteigerung gab es im Bundesländervergleich mit plus 4 Prozent in Vorarlberg, wo durchschnittlich 8,20 Euro pro m² für Büros bezahlt wurden.

Ähnlich die Situation in den Landeshauptstädten, wo sich die Preise nur leicht änderten. Rückgänge um jeweils 0,4 Prozent gab es in Eisenstadt (8,70 Euro) und Innsbruck (9 Euro), in den anderen Städten gab es Preissteigerungen zwischen 0,4 Prozent (Salzburg) und 2,8 Prozent (St. Pölten). Die Niederösterreichische Landeshauptstadt hat sich somit entgegen dem landesweiten Trend entwickelt. Der höchste Preis für einen Quadratmeter Bürofläche wurde im Jahresdurchschnitt mit 10,70 Euro in Wien bezahlt.

Bei den Geschäftslokalen wurde die Talfahrt der Mieten - im Bundesländervergleich betrachtet - beendet. In allen Ländern wurden Preissteigerungen verzeichnet, die höchste mit 5,6 Prozent in Salzburg, wo der Mietpreis pro Quadratmeter Geschäftsfläche bei durchschnittlich 16,90 Euro lag.

Ebenfalls über fünf Prozent legten die Geschäftsraummieten in Vorarlberg (+ 5,2 Prozent) und Wien (+ 5,3 Prozent) zu. Mit 17,30 Euro pro m² wurden in der Bundeshauptstadt übrigens die höchsten Mieten verrechnet. Ein Blick auf die Mieten pro Quadratmeter in den sogenannten 1A-Lagen zeigt Werte zwischen 12,90 Euro  im Burgenland und 40,10 Euro in Wien.

Bei den Landeshauptstädten zeigen sich hingegen deutlichere Unterschiede: So kletterten die Durchschnittspreise in Bregenz um +10,1 Prozent auf 12,40 Euro - das war mit Abstand die höchste Steigerung. Ein Plus von 7,9 Prozent gab es auch noch in der Stadt Salzburg, wo mit 59,30 Euro  die höchsten Durchschnittspreise am Quadratmeter bezahlt wurden. Unverändert bei 10,30 Euro blieben hingegen die Quadratmeterpreise in Klagenfurt, während sie in St. Pölten sogar um 2,2 Prozent auf 16,40 Euro zurückgingen.

Die Entwicklung der Kaufpreise für Betriebsgrundstücke zeigt folgendes Bild: Auch heuer gilt, dass diese – betrachtet man die Landeshauptstädte - in Salzburg (398 Euro pro m²) und Innsbruck (383 Euro pro m²) am teuersten sind. Grund dafür ist unter anderem die knappe Verfügbarkeit. In beiden Landeshauptstädten gab es auch die höchsten Preissteigerungen - diese lag bei 10,6 Prozent in Salzburg beziehungsweise 9,4 Prozent in Innsbruck. In allen anderen Landeshauptstädten lagen die Preissteigerungen deutlich darunter, in St. Pölten wurde ein Preisrückgang um 2,3 Prozent verzeichnet.

Ähnlich das Bild im Bundesländervergleich, zumindest im Hinblick auf die Preisveränderungen. "Da hat Vorarlberg mit einem Plus von 9 Prozent (auf 215,10 Euro) die Nase vorn. In den anderen Bundesländern stiegen die Preise nur leicht - und zwar zwischen 0,4 Prozent (Wien) und 1,6 Prozent (Niederösterreich). Einzig in Kärnten sind die Quadratmeterpreise für Betriebsgrundstücke gesunken und zwar um 1 Prozent auf 53,60 Euro", so FVO-Stellvertreter Reinhold Lexer abschließend.

Der Immobilienpreisspiegel erscheint heuer bereits zum 27. Mal und wird wie schon in den Jahren zuvor wieder durch den "Wiener Zinshaus-Marktbericht" sowie "Frequenzdaten" ergänzt. Der Immobilienpreisspiegel 2016 ist zum Preis von 35 Euro zzgl. USt. und Versandkosten (für WKO-Mitglieder: 27 Euro) beim Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, erhältlich. Bestellungen per E-Mail an bestellung-immo@wko.at oder telefonisch unter 05 90 90 0-5522 oder per Fax 05 90 90 0-115522.

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