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Immer eine Fahrzeuglänge voraus

Ganz gleich, welche Waren transportiert werden müssen – Markus und Jutta Gütler liefern seit 25 Jahren mit Hingabe, Effizienz und Präzision. Ihr Unternehmen TKA Logistik entwickelte sich vom Botendienst zum europaweiten Transport-Spezialisten für Kurierdienste und Expresszustellungen – auch in der Krise.

Corina Thalhammer
Markus und Jutta Gütler sind beruflich wie privat ein starkes Team. Ihr Unternehmen TKA Logistik ist ein Pionier in der Kurier- und Express-Branche.
© Peter Just Markus und Jutta Gütler sind beruflich wie privat ein starkes Team. Ihr Unternehmen TKA Logistik ist ein Pionier in der Kurier- und Express-Branche.

Während das ganze Land scheinbar stillsteht, sind sie im Einsatz und ihre Mitarbeiter auf den Straßen unterwegs – die Logistik-Experten Markus und Jutta Gütler von der Firma TKA Logistik aus Klagenfurt. Premium-, Gesundheits-, High-Tech- oder Notfalllogistik gehören unter anderem zu den Geschäftsfeldern des breit aufgestellten Unternehmes.
Durch die Corona-Krise hat sich auch in ihrem Unternehmen vieles verändert. „Es war notwendig, äußerst rasch auf die neue Situation zu reagieren“, erklärt Geschäftsführer Markus Gütler. „Unsere Büro-Mitarbeiter sind nun im Home-Office, die Lager und Büros nur mehr durch Schichtbetrieb notbesetzt sowie das Fahrpersonal in Gruppen aufgeteilt. Also für alle ein ganz neuer vorübergehender Alltag“, beschreiben Markus und Jutta Gütler die aktuelle Situation. Aktuell stehe man vor massiven Umsatzeinbrüchen in vielen Geschäftsbereichen, im Bereich der Medizintechnik und der Health-Care-Logistik hingegen werden Steigerungen verzeichnet. Dennoch seien rund 50 Prozent der Transporte aktuell nicht durchführbar. „Die Gewissheit, dass auch diese Situation ein Ende nehmen wird und wir danach wieder viel Arbeit haben werden, gibt uns und unseren Mitarbeitern die Kraft, die Situation zu überstehen.“

Einsatz und viel Arbeit sind für das Unternehmerpaar keine Fremdwörter, denn von der Lagerung zur Verpackung und zum Zusammenbau eines Gerätes, über die Datenlöschung bis zum Abtransport – bei TKA Logistics steht das ganzheitliche Service immer im Vordergrund. Rund 60.000 technische Geräte, wie etwa Drucker, werden pro Jahr geliefert. „Im ganzen Prozess steckt noch immer sehr viel ‚Manpower‘“, weiß Markus Gütler und beginnt von den Anfängen zu erzählen. Den Grundstein des Transportunternehmens legte Gütler vor 25 Jahren. Zu Beginn wurden hauptsächlich Botendienstfahrten für Apotheken, Sonder- oder Notfalltransporte ausgeführt. Schnell wurde Gütler bewusst, dass es langfristig gesehen nicht reichen wird, einen kleinen Botendienst zu betreiben. Der Unternehmer begab sich auf die Suche nach Partnern, um unter der Dachmarke „Terminkurier Austria“ aufzutreten. Das Partnernetzwerk hat in jedem Land, in dem es tätig ist, einen zentralen Umschlagpunkt, um schnell agieren zu können. Dadurch gelang es Gütler, erfolgreich das erste österreichische Übernacht-Netzwerk aufzubauen. National war die Firma gut aufgestellt, in weiterer Folge wurde nach internationalen Partnern gesucht. Gesagt, getan – mittlerweile gibt es 800 Partner-Depots in Europa. Die Partnerfirmen sind vorwiegend Klein- und Mittelbetriebe, um eine flexible und schnelle Reaktion sicherzustellen.

Der Zeit immer einen Sprung voraus

Bereits vor 20 Jahren machte sich der Transportspezialist Gedanken über den Datenaustausch zwischen den Partnern. Kurzerhand wurde ein IT-Spezialist eingestellt, der eine Software für den Betrieb entwickelte, die zuerst national, in weiterer Folge auch international eingesetzt wurde. Für die Einhaltung der Qualität war sie wichtig: „Wir beschließen einen Standard, der wird dann in allen Ländern umgesetzt.“ Dass Gütler seiner Zeit voraus war, wurde anhand der Reaktionen deutlich: „Viele haben uns damals belächelt, weil wir einen eigenen IT-Techniker eingestellt haben.“

2000 sollte ein Auftrag für Gütler beruflich sowie privat große Veränderungen bringen. Für einen Kunden lieferte der Unternehmer Koffer in die italienischen Häfen. Auf der MS Casanova lernte er seine zukünftige Frau Jutta kennen. 2004 stieg die Unternehmerin in den Betrieb ein. Für die ehemalige Direktorin eines Kreuzfahrtschiffes wurde der Beruf zur neuen Herausforderung und gleichzeitig zur Herzensaufgabe.

Nachdem das Partnerunternehmen in Wien schließen musste, wagte das Ehepaar 2011 den nächsten Schritt und gründete einen weiteren Standort in Wien. „Die Achse Klagenfurt–Wien hat sich für uns mehrfach bezahlt gemacht“, betonte Markus Gütler. Dennoch ist es dem Unternehmer wichtig, dass der Firmenhauptsitz weiterhin in Kärnten bleibt. Ganz nach ihrem Motto „Wir stellen uns der Herausforderung 365 Tage im Jahr“ überlegt sich das Ehepaar laufend, welchen Mehrwert sie den Kunden bieten können. Auf Messen, durch Marktforschung oder Netzwerken versuchen sie immer, an den Trends dran zu sein. Auch jetzt in der Corona-Krise: „Es gibt aber auch unzählige neue Ideen und Anfragen für neue Logistikbereiche, welche wir als Chance in der Krise sehen.“
Dass die beiden Unternehmer ein Gespür für die richtigen Trends haben, zeigt sich anhand der aktuellen Projekte: Clavis, eine Software, spezialisiert für Transportunternehmen, wurde auf den Markt gebracht. Weiters wird an der Verkürzung der Lieferzeiten gearbeitet, denn Übernacht-Lieferungen waren gestern, ‚Lieferungen am selben Tag‘ ist heute“, weiß Markus Gütler. Daher werden Waren in Zukunft innerhalb von 180 Minuten geliefert.

Damit es auch in Zukunft so erfolgreich weitergehen kann, sei jetzt jeder Einzelne gefragt, weiß das Unternehmerpaar: „Durch die jetzige Situation müssen wir alle gemeinsam schnellstens durch, und das funktioniert nur, wenn sich alle an die vorgegebenen Maßnahmen strikt halten!“


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 10 der "Kärntner Wirtschaft".

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