th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Ihr Schmuck erinnert an Sommer

Eine junge Unternehmerin aus Annenheim fertigt maritimen Schmuck und hat es damit in die britische Vogue geschafft. 

Corina Thalhammer
Sabrina Wettl mit der Ausgabe der britischen Vogue. Als die E-Mail der Vogue-Redakteurin kam, dachte sie zunächst, dass es sich um ein Spam-Mail handelt: „Ich hätte nie gedacht, dass mein Schmuck in der Vogue zu sehen sein wird.“
© Soliluna Sabrina Wettl mit der Ausgabe der britischen Vogue. Als die E-Mail der Vogue-Redakteurin kam, dachte sie zunächst, dass es sich um ein Spam-Mail handelt: „Ich hätte nie gedacht, dass mein Schmuck in der Vogue zu sehen sein wird.“
Als Sabrina Wettl aus Annenheim 2020 mit der Herstellung von Schmuck begann, hätte sie es sich nie vorstellen können, einmal mit ihren Schmuckstücken in der britischen Vogue zu landen. Denn anfangs war das Herstellen von Armbändern, Halsketten, Ohrringen, Ringen und Fußketten ein Hobby. 
Die Geschichte ihres Schmucklabels Soliluna begann nach einem Urlaub auf Bali, als Souvenir nahm sie Muscheln mit und begann diese mit einem Draht miteinander zu verbinden. Der erste Schmuck entstand, der im Freundeskreis gleich großen Anklang fand. „Eine Freundin fragte, ob ich etwas für einen Mädchenflohmarkt anfertigen kann. Das habe ich gemacht und der Schmuck wurde sehr gut angenommen – damit habe ich nicht gerechnet.“ 

Gründung war für Verkauf nötig 

Mit dem gewerblichen Verkauf ihrer Schmuckstücke – die durch maritime Elemente an Sonne, Strand und Meer erinnern – hat sie auf der Plattform Etsy im Winter vor zwei Jahren begonnen. Dazu war eine Unternehmensgründung erforderlich: Das war der Start des Schmucklabels Soliluna. 
Im ersten Lockdown hatte Wettl viel Zeit, um neue Halsketten, Armbänder und Ohrringe zu fertigen. Die eigene Webseite mit Webshop wurde erstellt, der Social-Media-Auftritt wurde in dieser Zeit perfektioniert und die ers­ten Kooperationen mit Influencern begannen. 
Beigebracht hat sich die 24-Jährige alles alleine – von der Fertigung des Schmucks über die Produktfotografie bis zur Auswahl der richtigen Materialien: „Mit der Zeit habe ich immer mehr dazugelernt“, erzählt Wettl. Mittlerweile verwendet sie hochwertige und langlebige Metalle, damit sich die Kunden, die vorwiegend aus Österreich und Deutschland stammen, lange an ihren Schmuckstü­cken erfreuen können. 

Ausgewählte, recycelte Materialien

Viel Wert legt die Jungunternehmerin auch auf Nachhaltigkeit. Sie kauft alte Perlenketten an, zerlegt und verwendet sie für neue Halsketten, Ohrringe, Ringe oder Armbänder. Beim Kauf von Gold und Silber legt Wettl Wert darauf, dass die Metalle recycelt sind. Die Suche danach gestaltete sich schwieriger als erwartet: „Ich habe sicher ein halbes Jahr lang gesucht, bis ich jemanden fand, der die Metalle in der passenden Qualität anbot.“ Bei der Auswahl ihrer Geschäftspartner achtet Wettl darauf, dass es sich um Kleinunternehmen handelt. Bei den Materialien setzt sie auf recycelte, hochwertige und gutaussehende Stücke, die zudem hautverträglich sein müssen. 
Pro verkauftem Schmuckstück wird ein Euro an „The Ocean Cleanup“ gespendet, eine Organisation, die die Meere von Plastik befreit. „Das mache ich gerne, um etwas zurückzugeben.“ 

Die Jungunternehmerin arbeitet im Hauptberuf als Ergotherapeutin und ist unter anderem auf Burnout-Patienten spezialisiert. Wichtig ist ihr die Vereinbarkeit ihrer beiden Berufe. „Wenn man sieht, wie es ist, wenn sich jemand völlig verausgabt, dann weiß man, dass man auf sich achten muss.“ Aufgeben möchte sie keinen der beiden Berufe, dafür habe sie zu viel Freude bei der Ausübung beider Tätigkeiten. 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 13 der "Kärntner Wirtschaft". 

Das könnte Sie auch interessieren

Bernhard Höfferer bietet mit seinen Drohnen Inspektionsflüge an – für die Auftraggeber ein Zeit- und Sicherheitsgewinn.

Mit der Drohne auf Kontrollflug

Das Cockpit hat Bernhard Höfferer gegen die Drohnensteuerung getauscht – mit Aeroinspect unternimmt er unter anderem Inspektionsflüge über Photovoltaikanlagen. mehr

Um die Menüs zu besprechen, werfen Küchenchef Peter Brandstätter und Ursula Karner ­einen Blick in die Speisekarte. „Da Gäste auch länger als eine Woche bleiben, muss Abwechslung sein“, betont Karner.

Karnerhof baut aus für längere Saison

Nach einer Investition von rund acht Millionen Euro ist der Karnerhof am Faaker See mit erweiterter Infrastruktur in die neue Saison gestartet, die damit um drei Monate auf zehn verlängert werden kann. mehr

Lorenz Hirsch und Maximilian Krainer (rechts) kennen sich seit der Volksschule. Jetzt gehen sie beruflich gemeinsame Wege.

„Modisch“ aus der Krise

Zwei Klagenfurter Jungunternehmer wollen mit eigenem Modelabel zur Lifestyle-Marke werden. mehr