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"Holidays on Wheels" - Auf Rädern in den Urlaub

Um Rollstuhlfahrern ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen ohne böse Überraschungen zu ermöglichen, hat Agnes Fojan die Plattform "Holidays on wheels" gegründet. Einem unbeschwerten Urlaub auf Rädern steht deshalb nichts mehr im Weg.

Die Urlaubsplanung ist unter normalen Umständen oft schon ein stressbehaftetes Unterfangen. Welches Reiseziel soll es sein, geht es mit Bus, Bahn oder dem Auto an den Urlaubsort und welche Freizeitbeschäftigung bietet die Region? Für Rollstuhlfahrer bringt die Planung ungleich mehr Unwägbarkeiten mit sich. Vor allem die Frage der Rollstuhltauglichkeit von Hotels, Transportmitteln und Freizeitaktivitäten lässt sich aus der Ferne oft gar nicht oder nur unzureichend klären. Um Rollstuhlfahrern ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen ohne böse Überraschungen zu ermöglichen, hat Agnes Fojan die Plattform "Holidays on wheels" gegründet.
Um Rollstuhlfahrern ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen ohne böse Überraschungen zu ermöglichen, hat Agnes Fojan die Plattform
© Um Rollstuhlfahrern ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen ohne böse Überraschungen zu ermöglichen, hat Agnes Fojan die Plattform "Holidays on wheels" gegründet. Einem unbeschwerten Urlaub auf Rädern steht deshalb nichts mehr im Weg.
1. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in 3-4 Sätzen!
Eigentlich betreibe ich eine Werbeagentur und bin als Trainerin tätig. Mein Hauptaugenmerk liegt aber derzeit auf der Plattform "Holidays on Wheels" über die ich rollstuhlfahrende Urlauber über barrierefreie Urlaubsangebote informieren möchte. Dabei unterstütze ich bei der Urlaubsplanung durch die Darstellung der kompletten Servicekette: von der Auswahl des richtigen Hotels, über das zur Verfügung stellen von rollstuhlgerechten Freizeitaktivtäten und Gastronomiebetrieben bis hin zu Empfehlungen zu passenden öffentlichen Transportmitteln. Dem Gast soll Suche nach dem perfekten barrierefreien Urlaub erleichtert werden.

2. Aus welchem Grund haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?

Ich bin seit zehn Jahren im Tourismusmarketing und -management bzw. in der Werbebranche unterwegs. Die Idee zu einem Portal für urlaubende Rollstuhlfahrer ist eher zufällig im Gespräch mit Betroffenen entstanden. Das Thema barrierefreier Urlaub ist in Österreich vielfach noch ein Tabuthema, obwohl der Bedarf groß ist.

3. Was macht es für Sie einzigartig, selbstständig zu sein?
Mir ist vor allem die Flexibilität wichtig. Nicht nur die zeitliche sondern vor allem die örtliche. Zum Arbeiten reicht mir oft mein Laptop. Im Sommer arbeite ich gern im Grünen.

4. Wie heben sich Ihre Produkte/Dienstleistungen von denen der Konkurrenz ab?

Mein Portal deckt die ganze Servicekette (Unterkunft, Aktivangebote, Gastronomie, Anreise & Co) ab und soll in Zukunft Rollstuhlfahren und bewegungseingeschränkten Menschen die vollständige Urlaubsplanung erleichtern.

5. Was würden Sie als größten Erfolg Ihrer Unternehmerlaufbahn bezeichnen?

Mein größter Erfolg war sicherlich der Sieg vom Wettbewerb "Austria's Next Top Start Up". Diese Auszeichnung hat mich sehr überrascht aber auch gleichzeitig ungemein gefreut und extrem motiviert.

6. Und was als größte Niederlage?

Auch wenn es oft Steine gibt, die im Weg liegen oder etwa Förderprogramme ohne Hilfe kaum zu durchblicken sind, gibt es bisher kein Erlebnis in meiner bisherigen Unternehmerinnenlaufbahn, das ich als Niederlage bezeichnen würde.

7. Welchen Ratschlag würden Sie Menschen geben, die jetzt in die Selbstständigkeit starten?

Fragen Sie mit Hilfe von Modellen wie  Lean Canvas oder Business Model Canvas Ihre Zielgruppe, Partner & Co. vorher ab: Besteht überhaupt Bedarf nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung und beschäftigen Sie sich frühzeitig mit Ihren potenziellen Kunden.

8. Würden Sie heute etwas anders/besser machen als zur Zeit der Unternehmensgründung?

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass mich mein Bauchgefühl bisher nicht getäuscht hat. Ich würde also nichts Wesentliches anders machen.

9. Was zeichnet einen guten Unternehmer aus?

Ein guter Unternehmer geht meiner Meinung nach immer mit offenen Augen durchs Leben und lässt sich von bürokratischen Hürden oder anderen Stolpersteinen nicht entmutigen.

10. Was sind Ihre Pläne/Wünsche für die Zukunft?

Mein Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre ganz Österreich mit meinem Angebot abdecken zu können und die Nummer eins in diesem Bereich zu werden.

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