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Hilfe, wenn man sie braucht

Was tun, wenn man seiner Arbeit plötzlich nicht mehr nachgehen kann? Die Betriebshilfe ist die erste Anlaufstelle für Selbstständige.

© WKÖ Die Betriebshilfe der Wirtschaftskammer hilft Unternehmen in Ausnahmesituationen.

Es geht oft schneller als man denkt und plötzlich kann man nicht mehr arbeiten. Ob bei Unfall oder  Krankheit, aber auch Schwangerschaft – Krankschreiben und weiterhin den Lohn beziehen kommt für selbstständige Unternehmen nicht in Frage. Zur psychischen Belastung kommen auch finanzielle Sorgen hinzu. Schnelle und unkomplizierte Hilfe ist gefragt. In diesem Sinne leistet die Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft Betriebshilfe. Die fehlende Arbeitsleistung wird dabei durch einen Betriebshelfer ersetzt.

112 Unternehmen haben im vergangenen Jahr die Betriebshilfe in Anspruch genommen und somit ihre weitere Existenz gesichert. Fast die Hälfte aller Betriebshelfer wurden in der Gastronomie beansprucht, elf Prozent waren es im Handel und etwa sechs Prozent im Transport.

Die Helfer sind für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, höchstens aber für 40 Arbeitstage pro Kalenderjahr im Betrieb. Im Falle einer Schwangerschaft kann eine Unternehmerin für die Zeit der gesetzlichen Mutterschutzfrist einen Helfer für acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt anfordern. Dem Unternehmen entstehen durch den Einsatz eines Helfers keine Kosten. Die Betriebshilfe können alle Personen in Anspruch nehmen, die bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft versichert und Mitglied der WK sind.

Sie haben die WK-Betriebshilfe in Anspruch genommen

Ich koche selbst in meinem Betrieb. Als ich aus gesundheitlichen Gründen gezwungen war, eine Reha zu machen, standen wir vor dem Problem, schnell einen guten Koch zu finden. Durch Zufall kam ich mit einem Gast ins Gespräch, der ebenfalls Koch ist und gerade keine Stelle hatte. Er war sofort bereit, uns zu helfen, und sprang spontan als Betriebshilfe für mich ein. Seine Leistung war so gut, dass wir ihn eingestellt haben.
Fritz Seebacher, Landgasthof Seebacher, Gnesau
Da ich zwei Kinder habe, arbeite ich sehr oft in der Nacht. Um drei Uhr in der Früh hatte ich einen schweren Arbeitsunfall und bin mit meiner rechten Hand in eine Ausrollmaschine gekommen. Danach war ich physisch und psychisch wirklich am Boden. Als Selbstständige ist man in solchen Fällen völlig alleine. Mein Betrieb wäre ohne eine Betriebshilfe stillgestanden.
Birgit Schmidt,Torten Atelier, Krumpendorf
Beim Entasten und Ablängen im steilen Gelände hat sich ein Baum gelöst und mich mit in die Tiefe gerissen. Mein Kollege hat sofort die Rettung verständigt und mir das Leben gerettet. Während ich noch im Tiefschlaf war, hat meine Frau und meine Schwiegermutter eine Betriebshilfe organisiert. Das hat alles reibungslos funktioniert und wir haben unseren Helfer mittlerweile fix bei uns aufgenommen.
Thomas Riepl, Forstunternehmer, Villach-Drobollach
Als Einfraubetrieb wollte ich trotz meiner Schwangerschaft nicht alles, was ich mir aufgebaut hatte, aufgeben. Also machte ich mich auf die Suche nach Mög-lichkeiten, meinen Betrieb wei-terhin zu erhalten. Da fiel mir die Betriebshilfe ins Auge. Die Unterstützung war sehr professionell und entgegenkommend und hat mir geholfen, meinen Arbeitsplatz zu sichern.
Lisa Dopler, Malermeisterin, Maria Rain


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