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Hier wird Elektronikteilen das Leben eingehaucht

Was haben Lichttechnik in Autos und Netzteile für Dialysegeräte gemeinsam? Ihr elektronisches Herz stammt aus Klagenfurt: CMS Electronics ist als Komplettanbieter für die Elektronikfertigung erfolgreich.

Angelika Dobernig
Industrie 4.0 hat bei dem Klagenfurter Unternehmen längst Einzug gehalten. Gearbeitet wird unter anderem mit Hochpräzisionsbestückungslinien und Multifunktions-Roboteranlagen. Pro Jahr werden allein am Klagenfurter Standort rund drei Millionen Euro in Anl
© KK Industrie 4.0 hat bei dem Klagenfurter Unternehmen längst Einzug gehalten. Gearbeitet wird unter anderem mit Hochpräzisionsbestückungslinien und Multifunktions-Roboteranlagen.
Die Geschichte der cms electronics gmbh beginnt mit einer Krise. Als das Unternehmen vor 18 Jahren gegründet wurde, waren es harte Zeiten für die Elektronikindustrie. Das damalige Philips-Werk in Klagenfurt stand vor dem Aus – doch in Wirklichkeit war es ein Neuanfang: Gemeinsam mit zwei Kollegen entschied sich Michael Velmeden, die Baugruppenfertigung von Philips zu übernehmen und cms electronics zu gründen. 120 Mitarbeiter in den Werken in Klagenfurt und Ungarn übernahmen sie mit. „Wir haben damals in einer schwierigen Zeit begonnen, aber wir wussten, in welche Richtung wir wollten“, erzählt Velmeden.


Die Fahrtrichtung hieß: Weg von den Unterhaltungs- und Haushaltsgeräten, hin zur Automobilindustrie. In den folgenden Jahren machte man sich als Komplettanbieter in der Elektronikfertigung einen Namen. „Wir stellen sozusagen das Elektronikherz von Produkten her. Das reicht von der gemeinsamen Produktentwicklung mit Kunden über Design- und Materialwahl und das Bestücken von Baugruppen bis zur Montage des fertigen Geräts. Kunden bekommen alles aus einer Hand“, erklärt der Geschäftsführer.
Jedes Teil, das am Klagenfurter Standort entwickelt wird, ist ein Einzelstück, das es so noch nicht gab. „Wir verkaufen keine Standardprodukte, sondern komplexe Entwicklungen. Unsere Kunden kommen mit einer Herausforderung zu uns, und wir finden die Lösung dafür.“ Industrie 4.0 und Digitalisierung spielen dabei eine wichtige Rolle: Es wird mit den neuesten Technologien wie Hochpräzisionsbestückung mit Automatisierungslösungen oder selbst entwickelten Multifunktions-Roboteranlagen gearbeitet.

Coronakrise hinterließ ihre Spuren


Dass man sich neben der Automobilindustrie noch weitere Standbeine suchte, erwies sich heuer als Glücksfall. Während die Kfz-Branche massiv unter dem Lockdown litt, lief die Produktion in anderen Industriesparten auf Hochtouren weiter. „Dadurch hatten wir eine gewisse Auslastung. Zwar mussten wir einen Umsatzrückgang von rund 60 Prozent verbuchen und waren einige Zeit in Kurzarbeit, aber mittlerweile hat sich die Situation wieder entspannt. Jetzt arbeiten wir wieder mit guter Auslastung.“

Durch die Coronakrise sei eine Entwicklung beschleunigt worden, die sich bereits seit vergangenem Jahr abgezeichnet habe, so Velmeden: „2019 gab es bereits Rückgänge in der Automobilindustrie, Covid-19 hat diese Entwicklung nun beschleunigt.“ Nun gehe es für das Klagenfurter Unternehmen darum, sich im Rahmen der neuen Situation neu auszurichten. „Wir hatten einen Rückschlag zu verkraften, aber viele befinden sich in derselben Situation. Wir müssen uns jetzt neu sortieren und weiter nach Marktsegmenten suchen, die ebenso viel Potential haben wie die Automobilindustrie in den vergangenen Jahren.“

Energieeffizienz als Thema der Zukunft


Speziell in den Bereichen Medizintechnik und Energieeffizienz sehe man großes Potential. „Wir sehen unsere Zukunft in Dingen, die Menschen das Leben erleichtern. Und das ist ein breites Feld: Elektronik spielt bereits in jedem Haushalt eine wichtige Rolle und die Digitalisierung wird das noch massiv weiter vorantreiben“, ist sich der Unternehmer sicher.

Sein Ziel lautet: weiterwachsen. „Wir wollen ein wesentlicher Player in Europa bleiben, uns weiterentwickeln und die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter sichern. Das geht nur über Wachstum.“ Was derzeit jedoch fehle und sich kaum kompensieren lasse, sei der persönliche Kontakt zu Kunden. Da man vor allem projektorientiert arbeite, sei man darauf angewiesen, laufend neue Projekte zu erhalten. Die Vertrauensbasis, die man sich bereits zu Stammkunden aufgebaut habe, sei zwar ein Vorteil, aber auf Dauer reiche das nicht. „In unserer Branche arbeitet man immer mit Partnern zusammen. Für diese Zusammenarbeit braucht man den persönlichen Kontakt“, sagt Michael Velmeden, der deshalb – wie so viele andere auch – auf ein baldiges Ende der Coronakrise hofft.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 27 der "Kärntner Wirtschaft".

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