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Harte Zeiten für Kärntner Transporteure

Ausländische Konkurrenz und steigende Kosten setzen die Kärntner Güterbeförderungsbranche unter Druck. Mit Imagearbeit versucht die Fachgruppe, ihre Mitglieder bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Fachgruppengeschäftsführer Gerhard Eschig, Fachgruppenobmann Bruno Urschitz, Doreen Laubusch von Mercedes Benz Trucks, Keynote-Speakerin Claudia Strobl, Spartenobfrau Elisabeth Rothmüller-Jannach und Bundesspartenobmann Alexander Klacska.
© WKK/Marion Lobitzer Fachgruppengeschäftsführer Gerhard Eschig, Fachgruppenobmann Bruno Urschitz, Doreen Laubusch von Mercedes Benz Trucks, Keynote-Speakerin Claudia Strobl, Spartenobfrau Elisabeth Rothmüller-Jannach und Bundesspartenobmann Alexander Klacska.

Ein beliebter Treffpunkt der Kärntner Transporteure ist die jährlich stattfindende Fachgruppentagung. Heuer fand diese bei der Peissl KFZ Service GmbH in Villach statt. Informiert wurde dabei nicht nur über die Arbeit der Fachgruppe, sondern es wurde auch ein Blick in die Zukunft geworfen. So sprach Bruno Urschitz, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung, über eines der wichtigsten Themen der kommenden Monate – nämlich über die steigenden Kosten in der Güterbeförderung und die dadurch nötigen Preissteigerungen. Ein Thema, das auch durch die enorme ausländische Konkurrenz für die Branche problematisch ist. 

„Ich werde immer wieder gefragt, ob der Wirtschaftsaufschwung auch in der Transportbranche angekommen ist“, erzählt Urschitz, „und ich freue mich, sagen zu können: Ja, das ist er. Aber leider sind im gleichen Ausmaß auch ausländische Lkw gekommen. Für unsere Betriebe sind die Zeiten nach wie vor schwer.“ Würde sich die Konkurrenz aus dem Ausland an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten, wäre diese kein Problem. „Wir haben keine Angst vor Wettbewerb. Aber es kann nicht sein, dass sich die ausländische Konkurrenz einen Vorteil verschafft, indem es sich nicht an die Vorgaben hält.“ Tatsache ist: Für ausländische Firmen gelten in Österreich dieselben Rahmenbedingungen wie für heimische. Dazu gehört, dass sie sich an das Lohn- und Sozialdumpinggesetz und die EU-weit geltenden Kabotagebestimmungen zu halten haben. Doch das tun die wenigsten, wie Kontrollen der Behörden immer wieder zeigen. 

Preisanpassungen notwendig

Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen müsse es gelingen, die steigenden Preise an die Kunden weiterzugeben. „Ich kann nur raten: Setzen Sie sich mit Ihren Kunden zusammen. Sie müssen über die Preise sprechen und um kostendeckende Preise kämpfen.“ Heuer sei der Transportkostenindex seit Jänner bereits um über zwei Prozent gestiegen, in den vergangenen zwölf Monaten waren es sogar rund fünf Prozent. „Wer diese Erhöhungen nicht an die Kunden weitergibt, wird wirtschaftliche Probleme bekommen“, warnt Urschitz.  

Imagearbeit

Um die Betriebe bei dieser Aufgabe zu unterstützen, setzt die Fachgruppe auf verstärkte Imagearbeit. Mit Filmen und Medienarbeit wird die Bedeutung der Güterbeförderung in den Vordergrund gerückt. „Unser Ziel ist es, den Menschen noch stärker ins Bewusstsein zu rufen, dass Lkw 90 Prozent aller Speisen und Getränke ausliefern und die Güterbeförderung damit wie eine Lebensader für die Regionen ist“, erklärt Fachgruppengeschäftsführer Gerhard Eschig. Er sieht die Botschaft bereits bei vielen Menschen angekommen: „In Zeiten, in denen immer mehr Täler ihre Nahversorger verlieren, wird den Menschen umso mehr bewusst, wie wichtig die Transportbranche ist. Für die regionale Nahversorgung gibt es keine Alternative zum Lkw – und vielen ist das bereits bewusst.“ 

Mit einem neuen Video sorgt die Fachgruppe Güterbeförderung für positive Stimmung: Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer erklären darin, warum Transporteure wichtig sind für das Land und die Wertschöpfung im Land.

Gespräche mit Hofer

Unter den interessierten Zuhörern befand sich auch Landesrat Martin Gruber, der in seinen Begrüßungsworten auf geplante Investitionen in die Straßeninfrastruktur einging. Neben dem Ausbau der Drautal-Bundesstraße B100 und der Klagenfurter Ostspange sei es ihm vor allem ein Anliegen, eine Lösung für die Schnellstraße S37 zu finden. „Diese drei Projekte sind die größten Herausforderungen im nächsten Jahr. Während wir bei den ersten beiden schon in der Planungsphase sind und erste Arbeiten beginnen, stehen wir bei der S37 noch am Anfang“, so Gruber. Es werde Gespräche mit Infrastrukturminister Norbert Hofer geben, um hier so schnell als möglich eine Lösung zu finden. 

Fachgruppentagung Güterbeförderung

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