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Handel zieht Bilanz: Es ist kompliziert...

Der Kärntner Handel zieht eine gute Bilanz über das Jahr 2018, auch wenn es nicht an seinen Vorgänger herangekommen ist.

WK-Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner, WK-Spartenobmann Raimund Haberl und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria sind sich einig: Die Zukunft liegt in der Kombination aus Onlineshop und stationärem Laden.
© WKK/STUDIOHORST WK-Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner, WK-Spartenobmann Raimund Haberl und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria sind sich einig: "Die Zukunft liegt in der Kombination aus Onlineshop und stationärem Laden."
Als sehr kundennahe Branche bekommt der Handel leiseste Konjunkturveränderungen recht rasch zu spüren. War 2018 noch ein sehr gutes Jahr für die Handelsunternehmen in Kärnten, so wirft doch die prognostizierte Abkühlung des weltweiten Wachstums bereits ihre Schatten voraus. Die Umsätze im stationären Einzelhandel in Kärnten sind 2018 nominell um +0,6 % gestiegen, die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten im Einzelhandel hat sich um +0,9 % - oder 200 Arbeitsplätze - erhöht. Ein Drittel der Einzelhandelsgeschäfte erzielte Umsatzsteigerungen, 27 % melden eine stabile, allerdings 40 % eine rückläufige Umsatzentwicklung. Spartenobmann Raimund Haberl: "2018 war ein gutes, aber kein phänomenales Jahr wie 2017. Wir erwarten in den kommenden Monaten eine robuste Wirtschaftsentwicklung auf niedrigerem Niveau, die Politik ist in der Raumordnung und bei der Nahversorgung gefordert."

Wie Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria erklärte, flache die Konjunkturdynamik im stationären Einzelhandel in Kärnten - wie auch österreichweit - wieder etwas ab. Immerhin verzeichnet der stationäre Einzelhandel in Kärnten im Gesamtjahr 2018 Nettoumsätze in Höhe von rd. € 3,8 Mrd. (exkl. Ust) bzw. Bruttoumsätze von rd. € 4,4 Mrd (inkl. Ust). Real, d. h. unter Berücksichtigung des Preiseffekts, hat sich das Absatzvolumen im Einzelhandel in Kärnten um -0,9 % verringert, da die Verkaufspreise im Einzelhandel 2018 österreichweit im Durchschnitt um 1,5 % gestiegen sind. Die Preissteigerung im Einzelhandel liegt 2018 deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate (VPI) (2,0 %). Gittenberger: "Für den Lebensmitteleinzelhandel ist es gut gelaufen, ein schwieriges Jahr war es für die modischen Branchen, die sind mit ihren Sortimenten dem schlechten Wetter hinterhergelaufen.



Beherrschendes Thema im Handel ist nach wie vor der Trend zum Online-Shopping. "Unsere Betriebe sind von der Digitalisierung betroffen wie keine andere Branche, dafür bieten wir ein umfangreiches Serviceprogramm für die Händler", unterstrich Haberl. Er hob besonders die "Top of Webshop"-Gala hervor, die besonders erfolgreiche online-Projekte auszeichnet. Haberl: "Damit holen wir jene vor den Vorhang, die solche Konzepte schon erfolgreich umgesetzt haben, und schaffen Bewusstsein bei denen, die sich noch nicht intensiv damit beschäftigt haben." In Kärnten gibt es derzeit etwa 3500 Ladengeschäfte und 400 Online-Shops. "Der Erfolg zeichnet sich als Mischform ab: die Leute bestellen online, aber holen die Ware im Geschäft ab. Sie wollen ein Gesicht vor sich haben, nicht eine Bestellbestätigung per E-Mail."

An die Politik richtete Haberl einmal mehr die Forderung nach einem Widmungsstopp für den Speckgürtel, es gehe um die Zukunft des Handels in den Innenstädten und Ortskernen: "Dort braucht es einen Mix aus Handel, Gastronomie und kulturellen Angeboten, um für Bewohner und Touristen attraktiv zu sein." Für die Nahversorgungsförderung sprach sich erneut Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner aus: "Kärnten ist das einzige Bundesland in Österreich ohne eine solche Unterstützung. Dabei sollen ja nicht Unternehmer gefördert werden, sondern die ländlichen Gebiete."

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Handel
Mag. Nikolaus Gstättner
T 05 90 904 - 300
E nikolaus.gstaettner@wkk.or.at

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