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Handel will Steuerschlupfloch schließen

22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittstaatensoll soll vorzeitig fallen. Handelsobmann Raimund Haberl: „Jeder Tag, der bis zur Abschaffung verstreicht, ist ein verlorener Tag“ – Appell zur entsprechenden Adaptierung des Digitalsteuer-Pakets.

Spartenobmann Raimund Haberl
© KK/Welisch
"Die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Kärnten macht sich weiter dafür stark, dass die 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Staaten außerhalb der europäischen Union in Österreich bereits 2020 - und damit vorzeitig - abgeschafft wird", hält Spartenobmann Raimund Haberl fest. EU-weit steht die Streichung erst 2021 auf dem Programm.

"Jeder Tag, der bis zur Abschaffung vergeht, ist ein verlorener Tag", ist der Sprecher des Kärntner Handels überzeugt: "Andere Mitgliedsstaaten haben das bereits erkannt und die Freigrenze vorzeitig abgeschafft. Das wünscht sich auch der österreichische Handel."

Sendungen ab dem ersten Euro verzollen und versteuern

Die Streichung der Freigrenze für Online-Bestellungen aus sogenannten Drittstaaten bedeutet, dass Pakete künftig ab dem ersten Cent zu verzollen und zu versteuern sind. Die aktuell geltende Einfuhrumsatzsteuer-Freigrenze bei 22 Euro eröffnet die Möglichkeit zur Umgehung der korrekten Versteuerung. "Das kann nicht im Interesse Österreichs sein", sagt Handelsobmann Haberl. "Mit der Streichung der Freigrenze wird ein Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelskonzerne geschlossen. Das ist notwendig und sinnvoll", so Haberl. Er appelliert an die österreichische Politik, das Digitalsteuer-Paket entsprechend zu adaptieren.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Handel
Mag. Nikolaus Gstättner
T 05 90 904 - 300
E nikolaus.gstaettner@wkk.or.at

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