th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gutes erstes Halbjahr für den Kärntner Handel

Nach dem erfreulichen Plus von über 2,2 Prozent aus dem Vorjahr, konnten die Betriebe des Kärntner Handels heuer bereits im ersten Halbjahr 0,8 Prozent zulegen. Digitalisierung und EKZ-Widmungen bleiben große Themen.

Der Trend für den Handel ist vielversprechend: Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner, Spartenobmann Raimund Haberl und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria
© WKK/Studiohorst
„Bis jetzt verläuft das heurige Jahr für den Kärntner Handel gut“, so läutete Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten, die heutige Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz des Kärntner Einzelhandels ein. In Zahlen fasst diese Aussage dann Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria zusammen: „Die Umsätze im Einzelhandel in Kärnten sind im ersten Halbjahr 2018 nominell um 0,8 Prozent gestiegen. Das mag nicht viel klingen, ist aber unter Berücksichtigung des deutlichen Plus von 2,2 Prozent aus dem Vorjahr sehr erfreulich.“


32 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte in Kärnten melden für das erste Halbjahr 2018 ein nominelles Umsatzwachstum. 23 Prozent können das Vorjahresniveau wieder erreichen, während 45 Prozent mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind. „Die Inflationsrate hat mit 1,9 Prozent ein Normalniveau. Im Vorjahr bewegten wir uns mit 2,2 Prozent knapp darunter. 2016 und 2015 hatten wir mit 0,9 Prozent eine unterdurchschnittliche Inflation zu verzeichnen. Unter der Berücksichtigung des Preiseffekts, haben sich die Umsätze im Einzelhandel in Kärnten um 1,1 Prozent verringert, da die Verkaufspreise im Einzelhandel österreichweit im Durchschnitt um 1,9 Prozent gestiegen sind. Die Preissteigerung entspricht der allgemeinen Inflationsrate“, erklärte Gittenberger.

Mehr Beschäftigte
Wenn es in den Unternehmen wieder mehr zu tun gibt, dann gibt es auch wieder mehr Mitarbeiter. Dazu der KMU-Projektleiter: „Die Zahl der unselbständigen Beschäftigten weiter deutlich angestiegen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 verzeichnet der Einzelhandel ein Beschäftigungswachstum von 1,0 Prozent bzw. von rund 200 Mitarbeitern. Damit weist der Einzelhandel im Durchschnitt knapp 20.600 unselbstständig Beschäftigte auf.

Gittenberger zeigte sich in seiner Aussicht für die Jahresbilanz realistisch: „Der Höhepunkt des Konjunkturaufschwungs ist erreicht. Die Prognoseergebnisse zeigen, dass aber speziell der Anstieg von Konsumausgaben den heimischen Handel eher positiv beeinflussen werden.“

Schlüsselforderungen für die Zukunft des Handels
Für Spartenobmann Haberl gehört in einigen Bereichen des Handels nachgeschärft: „Die Kärntner Handelsbetriebe sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze sichert und Lehrlingen eine Zukunftschance gibt. Daher müssen dringend Maßnahmen seitens der Politik umgesetzt werden, damit wir die 55 Prozent, bei denen es gut oder zumindest stabil läuft, halten, aber eben die 45 Prozent mit Umsatzrückgängen nicht verlieren.“ Speziell die verwaisten Innenstädte bereiten dem Unternehmer und Obmann des Handels Sorgen: „Bereits heute ist das Angebot von Verkaufsfläche pro Kopf in Kärnten weit über dem europäischen Durchschnitt. In Kärnten kommen auf jeden Einwohner 1,9 m2 Verkaufsfläche – in Deutschland sind es beispielsweise nur 1,4 m2 und dabei gehen Handelsexperten in Deutschland von einem Überangebot von 40 Prozent bei der Verkaufsfläche aus. Jede zusätzliche Erweiterung bei der Verkaufsfläche führt unweigerlich zu einem Sinken der Flächenproduktivität. Deshalb fordern wir ganz klar einen Widmungs- und Baustopp für innenstadtrelevante Sortimente auf der ‚grünen Wiese‘. Das sichert die bestehenden Handelsstrukturen und ermöglicht dem Handel seine wichtigen Funktionen ­- nämlich die Sicherung der Nahversorgung und die Aufrechterhaltung der Attraktivität von Orts- und Stadtkernen – zu erfüllen.“

In der Abschaffung der Nahversorgerförderung sieht Raimund Haberl ein großes Problem: „Wir fordern die Wiedereinführung und Erweiterung der erfolgreichen Nahversorgerförderung, die in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass viele regionale Nahversorger in peripher gelegenen Regionen weiterbestehen konnten.  Ähnliche Nahversorgerförderungen gibt es in allen Bundesländern - Kärnten darf nicht zu einem absoluten Schlusslicht bei der Erhaltung eines lebenswerten, ländlichen Lebensraumes werden. Regionale Wirtschaftskreisläufe müssen in Schwung gehalten werden. Eine Nahversorgerförderung löst wichtige Effekte, wie etwa Versorgung, Kommunikation, Identität, Arbeitsplätze und Kommunalabgabe, für den ländlichen Raum aus.“

Die Thematisierung der Öffnungszeiten sollte laut Haberl aber endlich ein Ende finden: „Wir sind zufrieden. Bei unbeschränkten Offenhaltemöglichkeiten und den derzeitigen kollektivvertraglichen Zuschlägen für die ‚erweiterten Öffnungszeiten‘, wären die Handelsfirmen im Vorteil, welche ihre großflächigen Betriebe mit wenigen Mitarbeitern führen. Die Konkurrenz würde unweigerlich verdrängt werden. Der derzeit gültige Ausnahmekatalog ist aus unserer Sicht völlig ausreichend.“

Vierter und äußerst wichtiger Punkt ist für Haberl die Digitalisierung. „Der „Smart-Shopper-Trend“ führt dazu, dass die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkaufen das Internet und den stationären Einzelhandel zunehmend verbinden. Information im Internet und Kauf im Geschäft genauso, wie Information im Geschäft und online Einkaufen sind Trends, die den Handel verstärkt prägen werden. Nicht jeder Händler muss zwingend einen Onlineshop haben, aber jeder sollte unbedingt im Internet präsent sein. Die Wirtschaftskammer ist mit ihren Experten für die Händler da und unterstützt mit diversen Förderungen“, so der Spartenobmann und meinte klar: “Um alle diese Entwicklungen positiv zu adaptieren, ist es wichtig den Handel auch durch die Fördertöpfe der öffentlichen Hand kräftig zu unterstützen. Die finanzielle Unterstützung von Handelsbetrieben bei der Einführung neuer Technologien, bei dem verstärkten Engagement im E-Commerce und dem Erschließen neuer (Auslands-)Märkte muss ein wichtiges Anliegen der Förderpolitik sein.“

Wie relevant der Bereich E-Commerce ist, zeigt die heurige bereits dritte Auflage des Top of Webshop-Awards der Wirtschaftskammer Kärnten. Kärntner Onlinehändler können ab sofort ihre Webshops einreichen. Am 21. November findet dann die große Gala für die innovativsten und kundenfreundlichsten Onlineshops statt. 

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Handel
Mag. Nikolaus Gstättner
T 05 90 90 4-300
E nikolaus.gstaettner@wkk.or.at

Das könnte Sie auch interessieren

  • WK-News
Patricia Radl-Rebernig

Patricia Radl-Rebernig ist neue Sprecherin der Kärntner Unternehmensberater

Die Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Kärnten hat seit heute eine neue Sprecherin für Unternehmensberatung. Mit der gebürtigen Lavanttalerin Patricia Radl-Rebernig übernimmt eine Förderspezialistin die öffentlichen Agenden.  mehr

  • Panorama
Lange Nacht der Bewerbung in Klagenfurt

Lange Nacht der Bewerbung

Die Wirtschaft boomt - jetzt gilt es sich die besten Mitarbeiter zu sichern. mehr