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Guter Morgen mit Kärntens Nachbarn

Beim Exportfrühstück der Wirtschaftskammer Kärnten trafen sich die Wirtschaftsdelegierten aus Slowenien, Rumänien, Kroatien, Ungarn, Tschechien und Polen zum Kaffee und spannenden Gesprächen.

Ab halb neun lief die Außenwirtschaftstagung "Süd- und Zentraleuropa" in der Wirtschaftskammer Kärnten. Gestartet wurde der Tag mit einem Exportfrühstück. Die Wirtschaftsdelegierten aus Slowenien, Rumänien, Kroatien, Ungarn, Tschechien und Polen berichteten über die Wirtschaftslage in ihren Ländern und zeigten Chancen für Kärntens Unternehmer auf.
Export: Guter Morgen mit Kärntens Nachbarn
© WKO
Den Anfang machte Sonja Holocher-Ertl vom Außenwirtschaftscenter (AC) Zagreb. "Nach sechs Jahren in der Krise geht es in Kroatien wieder bergauf", vermeldete die Wirtschaftsdelegierte. Drei Prozent BIP-Zuwachs und zwei Milliarden

Außenhandelsvolumen wird erwartet – das klingt vielversprechend. Laut Holocher-Ertl ist Österreich nach den Niederlanden, wo viele internationale Firmen ihren Europasitz haben, der wichtigste Investor. "Es wird extrem viel in den Tourismus investiert, vor allem werden bestehende Hotels renoviert. Außerdem stellen wir fest, dass die Kaufkraft in Kroatien wieder steigt“, hört man von Holocher-Ertl. „Bei unserer Wirtschaftsmission im April nach Zagreb können wir uns von dem Wirtschaftsaufschwung selbst überzeugen", ergänzt Meinrad Höfferer, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer. Aus Rumänien weiß Gerd Bommer, AC Bukarest, auch nur Positives zu berichten: Fünf Prozent Wirtschaftswachstum und eine zuversichtliche Grundstimmung bei Dreiviertel der Unternehmer. Mihai Daraban, Präsident der Wirtschaftskammer Rumänien, meldete sich beim Exportfrühstück auch zu Wort und lobte die gute Zusammenarbeit mit den österreichischen Firmen in Rumänien: "Österreich ist der zweitgrößte Investor und viele Firmen engagieren sich stark in unserem Land. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Donau als Transportmöglichkeit noch besser genutzt wird."

Kärntens direktes Nachbarland Slowenien bezeichnet der Wirtschaftsdelegierte Peter Hasslacher als Weltmeister: "1300 Euro an österreichischen Waren und Dienstleistungen werden pro Kopf und Jahr von den Slowenen umgesetzt. Mit einem Wirtschaftswachstum von zwei bis drei Prozent schätze ich die Entwicklung als vielversprechend ein." Für Kärnten sieht er noch Luft nach oben: "Kärnten ist auf jeden Fall ein wichtiger Partner. Im Bundesländerranking rangiert es aber nur auf Platz sechs. Niederösterreich und die Steiermark sind derzeit Sloweniens bedeutendste Handelspartner." In Ungarn zeigt sich eine schwierigere Situation. Jürgen Schreder von dem AC Budapest: "Durch weniger EU-Förderungen in den letzten Jahren wurde zurückhaltender investiert. 2017 soll sich die Lage aber verbessern." Ungarn kämpft auch mit dem Abgang von gutausgebildeten Arbeitskräften. Österreich ist nach Deutschland der wichtigste Handelspartner und eine große Anzahl an Firmen ist in Ungarn tätig – bei einer immer wieder spontanen Änderung von Gesetzen ist der Markt aber nicht gerade einfach.

Zum Abschluss des Exportfrühstücks informierten die Wirtschaftsdelegierten aus Tschechien und Polen über ihre Wirtschaftslage. In Tschechien "läuft es rund", wie Christian Miller vom AC Prag meinte. Ein stabiles Wachstum von 2,5 Prozent und eine starker Industrieexport nach Deutschland stimmen ihn zuversichtlich. "Die Industrie ist in Tschechien ein starker Markt. Da in Deutschland gute Qualität gefragt ist, arbeiten sehr viele österreichische Unternehmen mit tschechischen Betrieben zusammen", erzählt Miller. Und auch in Polen hat sich viel getan: "Die Wirtschaft hat sich in den letzten 30 Jahren extrem gut entwickelt. Dank der EU konnten wir stark aufholen und sind sowohl bei der Wirtschaftsleistung als auch beim Lohnniveau auf einem guten Weg. Für 2017 erwarte ich ein Wirtschaftswachstum von 3,4 bis 3,7 Prozent. Dieser Aufwind ist auch für die rund 600 österreichischen Firmen in Polen äußerst positiv", berichtete Polens Wirtschaftsdelegierter Karl Schmidt.

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