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Gute Stimmung im Kärntner Tourismus

Der Tourismus ist nicht nur Kärntens Visitenkarte, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Eine erstmalig durchgeführte Stimmungsumfrage zeigt eine steigende Grundzufriedenheit mit zwei Problemfeldern: Mitarbeitermangel und Steuerbelastung.

Hinterleitner Kuttnig Stimmung Investitionen Tourismus
© WKK/fritzpress Obmann Helmut Hinterleitner und Geschäftsführer Wolfgang Kuttnig haben den heimischen Tourismusbetrieben stimmungstechnisch auf den Zahn gefühlt.

Die offiziellen Statistiken sind vielversprechend, die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Kärnten wollte es genauer wissen und hat erstmalig unter ihren Mitgliedern in der Hotellerie, der Gastronomie und bei den Bäderbetrieben eine qualitative Umfrage*) abseits von Nächtigungszahlen durchgeführt. Die Resultate sind erfreulich: Mehrheitlich sind Kärntens Touristiker mit der Sommersaison zufrieden und sehen diese im Vergleich zur Vorsaison besser oder zumindest gleich. Speziell in der Hotellerie ist diese Einschätzung besonders positiv. Die Zufriedenheit hat auch mit einer durchschnittlichen Umsatzsteigerung von elf Prozent zu tun. Spartenobmann Helmut Hinterleitner: „Wir spüren starken Optimismus mit zweistelligem Umsatzwachstum.“

Geeignetes Personal dringend gesucht

Als deutlicher Hemmschuh für die Entwicklung wird allerdings die Schwierigkeit beurteilt, geeignetes Personal zu finden. So standen in der abgelaufenen Saison in 39 Prozent der befragten Unternehmen nicht genügend Mitarbeiter zur Verfügung. Laut Hochrechnungen fehlten in etwa 1000 Gastronomie- und etwa 500 Hotelleriebetrieben ein bis sogar zwei Mitarbeiter. Im Speziellen spiegelt sich dieser Mangel bei den Köchinnen und Köchen wieder. Bei fast zwei Dritteln der Betriebe liegt der Stammmitarbeiter-Anteil über 50 Prozent, was für die Qualität der Branche als Arbeitgeber spricht.

Eintragseinbußen durch Mehrwertsteuer

Ein echtes Problem für die Tourismusbetriebe ist die willkürliche Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Teile des touristischen Angebots von zehn auf 13 Prozent. Hinterleitner: „Das hat einen enormen bürokratischen Aufwand für die Umstellung verursacht. Außerdem können viele Betriebe die Erhöhung nicht über die Preise an ihre Gäste weitergeben und erleiden damit Ertragseinbußen.“
(siehe auch den offenen Brief von Hotellerie-Sprecher Sigismund E. Moerisch an Kanzler Kern)

3,7 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung

Ungeachtet dessen ist die Investitionslaune gut: 61 Prozent der Betriebe wollen nach der heurigen Sommersaison eine Investition tätigen, wobei dies in drei Vierteln der Fälle im Bereich der Ausstattung passieren soll. 58 Prozent der Investitionen werden bis zu 50.000 Euro betragen, weitere 23 Prozent der Unternehmer wollen bis zu 100.000 Euro sowie der Rest über 100.000 Euro investieren. Hinterleitner: „Man muss die Anliegen des Tourismus ernst nehmen. Immerhin trägt unsere Branche 3,7 Mrd. Euro zur jährlichen Wirtschaftsleistung Kärntens bei, schafft fast 48.000 Arbeitsplätze und bietet 700 Lehrstellen an – vor allem in den Regionen abseits des Zentralraums!“

Sommer- und Winterjobbörse

Die Wirtschaftskammer wird deshalb im Herbst den Kärntner Tourismus weiter massiv unterstützen, zum Beispiel mit der Sommer- und Winterjobbörse, die das nächste Mal am 20. Oktober in Villach stattfindet. Sparten-GF Kuttnig: „Das funktioniert wie die Dating-Plattform Tinder, nur dass es um Jobs in der Hotellerie und Gastronomie geht – ein einzigartiges Projekt in Österreich.“ Einen weiteren Schwerpunkt setzt die WK im Bereich Digitalisierung: Derzeit sind nur 20 Prozent der Betriebe online buchbar, „da ist noch viel Luft nach oben“, meint Kuttnig. Weiters geht es um die Wissensvermittlung bei Online-Marketing und –Vertrieb, die Professionalisierung im Umgang mit Online-Buchungsplatt-formen und das brandaktuelle Thema Cybercrime.

*) 247 Kärntner Touristikunternehmen nahmen an dem Stimmungsbarometer in Form eines Onlinefragebogens teil, wobei davon 152 aus dem Bereich der Hotellerie und 84 aus dem Bereich der Gastronomie stammen. Den Rest stellen die Bäderbetriebe dar.

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