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Gute Nachrichten aus dem Kärntner Handel

Über eine Umsatzsteigerung von 2,2 Prozent für 2017 freut sich der Kärntner Einzelhandel. Diese Trendumkehr ist nicht nur für Unternehmen, sondern auch für den Wirtschaftstandort erfreulich. Digitalisierung bleibt die große Herausforderung.

Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner, Spartenobmann Raimund Haberl und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung präsentierten die erfreuliche Jahresbilanz 2017
© WKK/fritzpress Spartengeschäftsführer Nikolaus Gstättner, Spartenobmann Raimund Haberl und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung präsentierten die erfreuliche Jahresbilanz 2017
„2017 war ein gutes Jahr für den Kärntner Einzelhandel“, so läutete Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten, die heutige Pressekonferenz-Premiere zur Jahresbilanz des Kärntner Einzelhandels ein. In Zahlen fasst diese Aussage dann Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria zusammen: „Die Umsätze im Einzelhandel in Kärnten sind 2017 nominell um 2,2 Prozent gestiegen. Real, unter der Berücksichtigung der Preissteigerung, bedeutet das einen Anstieg um 0,5 Prozent. Insgesamt liegt der stationäre Einzelhandelsumsatz bei 4,3 Milliarden Euro brutto. Das ist das höchste Wachstum seit 2010.“



Speziell die ersten drei Quartale waren ausschlaggebend für das gute Ergebnis: Mit 2,8, 2,6 und weiteren 2,6  Prozent Steigerung konnte auch der geringe Anstieg von 0,9 Prozent im letzten Viertel kompensiert werden. Mit ein Grund für die Umsatzsteigerung von 2,2 Prozent ist auch die steigende Inflationsrate. „Die Inflationsrate hat mit 2,1 Prozent 2017 wieder Normalniveau erreicht. In den beiden Jahren zuvor bewegten wir uns mit 0,9 Prozent Inflation unterdurchschnittlich. Unter der Berücksichtigung des Preiseffekts, haben sich die Umsätze im Einzelhandel in Kärnten um 0,5 Prozent erhöht, da die Verkaufspreise im Einzelhandel 2017 österreichweit im Durchschnitt um 1,7 Prozent gestiegen sind. Die Preissteigerung fällt jedoch trotz Anstiegs 2017 geringer als die Inflationsrate aus“, erklärte Gittenberger.
 
Mehr Beschäftigte
Wenn es in den Unternehmen wieder mehr zu tun gibt, dann gibt es auch wieder mehr Mitarbeiter. Dazu der KMU-Projektleiter: „Die Zahl der unselbständigen Beschäftigten ist – nach Rückgängen 2015 und 2016 – wieder angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gibt es rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr. Damit sind etwa 20.600 Angestellte im Kärntner Einzelhandel tätig.
 
Gittenberger mahnte aber davor, zu überschwänglich zu werden: „Trotz guter Konjunkturlagen heißt ein Umsatzwachstum nicht, dass gleichzeitig auch der Gewinn wächst. 38 Prozent der Kärntner Händler erzielten 2017 nominelle Umsatzzuwächse, 24 Prozent melden eine stabile Entwicklung, während bei 38 Prozent die Erlöse sinken!“
 
Schlüsselforderungen für die Zukunft des Handels
Dort hakte auch Spartenobmann Haberl ein: „Die Kärntner Handelsbetriebe sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze sichert und Lehrlingen eine Zukunftschance gibt. Daher müssen dringend Maßnahmen seitens der Politik umgesetzt werden, damit wir die 62 Prozent, bei denen es gut oder zumindest stabil läuft, halten, aber eben die 38 Prozent mit Umsatzrückgängen nicht verlieren.“ Speziell die verwaisten Innenstädte bereiten dem Unternehmer und Obmann des Handels Sorgen: „Bereits heute ist das Angebot von Verkaufsfläche pro Kopf in Kärnten weit über dem europäischen Durchschnitt. In Kärnten kommen auf jeden Einwohner 1,9 m2 Verkaufsfläche – in Deutschland sind es beispielsweise nur 1,4m2 und dabei gehen Handelsexperten in Deutschland von einem Überangebot von 40 Prozent bei der Verkaufsfläche aus. Jede zusätzliche Erweiterung bei der Verkaufsfläche führt unweigerlich zu einem Sinken der Flächenproduktivität. Deshalb fordern wir ganz klar einen Widmungs- und Baustopp für innenstadtrelevante Sortimente auf der ‚grünen Wiese‘. Das sichert die bestehenden Handelsstrukturen und ermöglicht dem Handel seine wichtigen Funktionen - nämlich die Sicherung der Nahversorgung und die Aufrechterhaltung der Attraktivität von Orts- und Stadtkernen – zu erfüllen.“
 
Die Thematisierung der Öffnungszeiten sollte laut Haberl aber endlich ein Ende finden: „Wir sind zufrieden. Bei unbeschränkten Offenhaltemöglichkeiten und den derzeitigen kollektivvertraglichen Zuschlägen für die ‚erweiterten Öffnungszeiten‘, wären die Handelsfirmen im Vorteil, welche ihre großflächigen Betriebe mit wenigen Mitarbeitern führen. Die Konkurrenz würde unweigerlich verdrängt werden. Der derzeit gültige Ausnahmekatalog ist aus unserer Sicht völlig ausreichend.“
 
Dritter und wichtigster Punkt ist für Haberl die Digitalisierung. „Der „Smart-Shopper-Trend“ führt dazu, dass die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkaufen das Internet und den stationären Einzelhandel zunehmend verbinden. Information im Internet und Kauf im Geschäft genauso, wie Information im Geschäft und online Einkaufen sind Trends,  die den Handel verstärkt prägen werden. Nicht jeder Händler muss zwingend einen Onlineshop haben, aber jeder sollte unbedingt im Internet präsent sein. Die Wirtschaftskammer ist mit ihren Experten für die Händler da und unterstützt mit diversen Förderungen“, so der Spartenobmann und meinte klar: “Um alle diese Entwicklungen positiv zu adaptieren,  ist es wichtig den Handel auch durch die Fördertöpfe der öffentlichen Hand kräftig zu unterstützen. Die finanzielle Unterstützung von Handelsbetrieben bei der Einführung neuer Technologien, bei dem verstärkten Engagement im E-Commerce und dem Erschließen neuer (Auslands-)Märkte muss ein wichtiges Anliegen der Förderpolitik sein.“.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Handel
Mag. Nikolaus Gstättner
T 05 90 90 4 - 300
E nikolaus.gstaettner@wkk.or.at

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