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WK-Obfrau Rothmüller-Jannach: Güterbeförderer begrüßen die Forderung nach längerer NoVa-Befreiung

Die Einführung der NoVA für Nutzfahrzeuge bis 3,5 bedeutet enorme Mehrkosten für Unternehmen. „Eine Fristverlängerung brächte Verschnaufpause sowie Investitionsschub durch Vorziehkäufe“, empfiehlt WK-Obfrau Elisabeth Rothmüller-Jannach.

Die Ausdehnung der NoVA auf Klein-Lkw betrifft neben Kleintransporteuren auch Handels- und Zustellbetriebe, Gewerbetreibende und Handwerker.
© AdobeStock/photoschmidt

„Unter Österreichs Frächtern herrschte Fassungslosigkeit, als im vergangenen Jahr ohne Vorwarnung und entsprechender Kommunikation die NoVA für Klein-Lkw bis zu 3,5 Tonnen eingeführt wurde. Die Güterbeförderer begrüßen daher, dass sich WKÖ-Präsident Harald Mahrer für eine Fristverlängerung für die NoVA-Befreiung einsetzt. Das brächte uns eine Verschnaufpause und gleichzeitig einen Investitionsschub“, sagt Elisabeth Rothmüller-Jannach, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Kärnten. Denn wird die NoVA-Befreiung bis Frühjahr 2022 verlängert, dann würde es bis dahin zu Vorziehkäufen kommen.

Geplante Käufe nach hinten verschoben

Die Ausdehnung der NoVA auf Klein-Lkw betrifft neben Kleintransporteuren auch Handels- und Zustellbetriebe, Gewerbetreibende und Handwerker. Ursprünglich war die NoVA dazu gedacht, besonders PS-starke Fahrzeuge im Privatbereich zu besteuern. Für Betriebe sind diese Klein-Lkw aber Betriebsmittel für den täglichen Bedarf. Aktuell müsse davon ausgegangen werden, dass viele Unternehmen aufgrund der Zusatzkosten, die die neue NoVA mit sich bringt, geplante Fuhrparkerneuerungen nach hinten verschieben und möglichst lange mit ihren alten Fahrzeugen weiterfahren. „Und diese weisen in der Regel schlechtere Abgaswerte auf“, merkt die Obfrau an.

NoVA-Erhöhung trifft Klein- und Mittelbetriebe

Zu berücksichtigen ist Rothmüller-Jannach zufolge auch, dass von der Erhöhung hauptsächlich Klein- und Mittelbetriebe in einer Branche betroffen sind, in der ohnehin bereits sehr knapp kalkuliert werden muss, um überleben zu können. „Im Schnitt rechnen wir damit, dass es durch die Einführung der NoVA zu einer Verteuerung von bis zu 15.000 Euro pro Fahrzeug kommt“, meint Elisabeth Rothmüller Jannach und weist darauf hin, dass alternativ angetriebene Fahrzeuge für diese Zwecke noch kaum vorhanden seien. „Wir fordern einen Aufschub der NoVA-Erhöhung 2021 für gewerblich genutzte Nutzfahrzeuge der Klasse N1, bis leistbare Alternativen von klimafreundlichen Fahrzeugen für den gewerblichen Bereich verfügbar sind“, so die Spartenobfrau und Unternehmerin, die außerdem kritisiert, dass Österreichs Güterbeförderer bei der Investitionsprämie nicht zum Zug kamen. Die Investitionsprämie sollte mit Zuschüssen von bis zu 14 Prozent Betriebe fast aller Branchen motivieren, trotz Krisenzeiten zu investieren. „Aber eben nur fast, denn die Vorgabe, dass im Fahrzeugbereich nur emissionsfreie Fahrzeuge bzw. Plug-in-Hybride gefördert werden, schließt im Bereich der Güterbeförderung alle Möglichkeiten, sinnvoll in neue, umweltschonende Technologie zu investieren, aus“, sagt Rothmüller Jannach.

Der Obfrau tritt daher für die Einführung einer Stilllegungsprämie ein: „Mit dieser wird ein Anreiz geschaffen, ältere Fahrzeuge durch neue, schadstoffärmere Fahrzeuge zu ersetzen und damit einen Beitrag zur Erreichung Österreichs Klimaziele zu
Leisten.“
 
Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Transport und Verkehr
Mag. Gerhard Eschig
T 05 90 90 4-500
E gerhard.eschig@wkk.or.at

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