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Grenzen nach Slowenien öffnen!

Aus Sicht der Wirtschaft, aber auch im Interesse des Lebensraumes Alpen-Adria pochen WK-Präsident Mandl und SGZ-Präsident Wakounig auf eine umgehende Wiederkehr der Freizügigkeit.

WK-Präsident Jürgen Mandl und Benjamin Wakounig, Präsident des Slowenischen Wirtschaftsverbandes Kärnten, machen sich für eine Grenzöffnung nach Slowenien stark.
© SGZ/Foto Reichmann
Einen Appell für die umgehende Grenzöffnung nach Slowenien richteten heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl und der Präsident des Slowenischen Wirtschaftsverbandes Kärnten/Slovenska gospodarska zveza na Koroškem, Benjamin Wakounig, an die österreichische Bundesregierung. Die in beiden Nachbarländern entschlossen umgesetzten Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie würden eine Aufhebung der bestehenden Einschränkungen rechtfertigen. „Die Gründe, die Mitte März zurecht zu einer Grenzschließung im Interesse der Eindämmung der Infektionsausbreitung geführt haben, sind angesichts der aktuellen COVID-19-Erkrankungen nicht mehr gegeben. Wir schlagen daher vor, den grenzüberschreitenden Verkehr im Interesse der beiden Nachbarländer, aber auch der Freizügigkeit von Waren, Personen, Kapital und Dienstleistungen als einer der Grundrechte der Europäischen Union wiederherzustellen“, erklärten Mandl und Wakounig heute unisono.

Dabei geht es den Wirtschaftsvertretern nicht allein um ökonomische Aspekte. Die Alpen-Adria-Region sei ein aktiver, dynamischer gemeinsamer Lebensraum, der unter der Teilung durch die Grenzschließungen besonders leide. „Dieses Lebensgefühl darf nicht länger als unbedingt nötig unterbunden werden“, mahnen Mandl und Wakounig. In diesem Sinne sei selbstverständlich auch die Normalisierung an der Grenze nach Italien so rasch wie möglich anzustreben, wobei hier auf die besondere Betroffenheit einiger italienischer Provinzen im Zuge der Coronakrise Rücksicht genommen werden müsse. Mandl: „Wir müssen dabei aber auch an unsere Nachbarn und Freunde zum Beispiel in Friaul-Julisch Venetien, im Veneto oder in Südtirol denken, die von der Krankheit deutlich weniger in Mitleidenschaft gezogen worden sind als andere Teile des Landes. Der Gedanke vom Europa der Regionen muss auch beim Neustart berücksichtigt werden.“

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