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Gewinnen geht heute im Business nur gemeinsam

Heute Kunde, morgen Mitbewerber. Die Wirtschaft verändert sich so schnell, dass Alleingänge, Futterneid und Konkurrenzdenken längst fehl am Platz sind. Wer Erfolg haben will, muss sich mit anderen vernetzen – und auch einmal mit Konkurrenten gemeinsame Sache machen.

Anita Arneitz
Mit Mitbewerbern gemeinsam Projekte umzusetzen erfordert Mut und klare Spielregeln.
© Fotolia/S_l Mit Mitbewerbern gemeinsam Projekte umzusetzen erfordert Mut und klare Spielregeln.

Mit der Konkurrenz zusammenarbeiten? Das war für viele Betriebe noch vor ein paar Jahren unvorstellbar. Aber inzwischen wird eines immer deutlicher: Niemand kann sich in der schnelllebigen Welt noch Alleingänge leisten. Netzwerke, Kooperationen und Coopetition, also das gemeinsame Tun mit dem Mitbewerb oder strategische Allianzen, gewinnen massiv an Bedeutung. Und das auch in Kärnten. Paradebeispiele wie die Lavanttaler Tischlergemeinschaft, die Wirtekooperation beim Polentafest oder das Zentrum für Bauen, Renovieren und Alternativenergie in Spittal sind erfolgreich am Markt positioniert. Für ein bestimmtes Ziel, ein Projekt oder einen Kunden wird auf Zeit zusammengearbeitet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Regional kaufen und verkaufen

Auch beim Marktplatz Mittelkärnten funktioniert das. Ingrid Bachler vom Restaurant Bachler sagt dazu: „Wir gehen alle mit Freude voran, doch das Wich-tigste ist der Konsument. Erst wenn dieser sich für den Einkauf in der Region bei den Premium-Manufakturen oder kleinen Firmen und nicht für Konzerne entscheidet, ist unser Ziel erreicht.“ Einsatz für die Sache beweisen auch jene Unternehmen, die sich bei Arbeitskreisen oder ExpertGroups engagieren, wie Elke Ranner als Sprecherin der ExpertsGroup Wirtschaftsmediation. „Meine Motivation liegt im Sichtbarmachen des Themas und in der Möglichkeit der Vernetzung. Unsere Gruppe und ich profitieren vom Informationsaustausch und der ständigen Weiterentwicklung“, erzählt Ranner. Das Miteinander funktioniere nur dann, wenn sich alle auf Augenhöhe begegnen.


Ähnlich ist es bei Robert Mack von der ExpertsGroup Sales. Wettbewerb und Kooperation werde in vielen Branchen gelebt. „Vor allem in meiner Branche, der Unternehmensberatung, ist die Spezialisierung ein Schlüssel zum Erfolg. Diese setzt voraus, dass wir komplexe Jobs in Partnerschaften oder Netzwerken mit Marktbegleitern für den Kunden erfolgreich lösen“, sagt Mack. Jedes Team starte bei Null und durchlebe die klassischen Phasen des Teambuildings.
Im Fokus bei der „Coopetition“ steht die Win-win-Situation für alle Beteiligten. Das gelingt allerdings nur, wenn auf Augenhöhe miteinander kommuniziert wird sowie Spielregeln und Grenzen für alle Beteiligten eindeutig abgesteckt sind. Dann gelinge es auch, die unweigerlich auftretenden Spannungen zu meistern und ebenso andere Meinungen innerhalb des Zusammenschlusses zuzulassen.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 24/25 der "Kärntner Wirtschaft".

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