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Gewerbe und Handwerk in der Krise unverzichtbar

Die Betriebe des Kärntner Gewerbe und Handwerks bilden eine wichtige Säule, um die Versorgung der Bevölkerung und Sicherung der Infrastruktur zu gewährleisten. 

Spartenobmann Klaus Kronlechner
© WKK/fritzpress
Neben Arbeiten im öffentlichen Bereich stellen die Kärntner Handwerksunternehmen auch in den Häusern und Wohnungen sicher, dass die Bevölkerung sich in dieser außergewöhnlichen Situation auf eine funktionierende Infrastruktur und Versorgung verlassen kann. „Dazu gehören beispielweise auch Handwerksbetriebe, die Lebensmittel erzeugen, deren Rohstoffe aus der Region stammen und Wertschöpfung für die Region bedeuten“, erklärt Spartenobmann Klaus Kronlechner und weist darauf hin, dass auch in persönlichen Krisen, ausgelöst durch die derzeitige Situation, das Gewerbe Hilfe bietet. Lebens- und Sozialberater stehen mit Rat und Tat über die erlaubten Kommunikationswege zur Verfügung. Auch Heilmasseure und Fußpfleger dürfen mit gesetzlicher Ausnahme aktuell bei medizinischen Indikationen und Schmerzen Kunden bedienen.

Bauwirtschaft wichtige Stütze der Kärntner Wirtschaft 

Nach einer kurzen Phase der Unsicherheit war klar: Bei Einhaltung von neuen Vorschriften zum Schutz der Mitarbeiter im Bereich Bau und Technik darf die Arbeit weitergehen. „Damit darf am Bau die Wirtschaft weiterlaufen und Liefer- und Wertschöpfungsketten aufrechterhalten werden“, ist Kronlechner erleichtert. Der Spartenobmann richtet aber einen klaren Appell an die Politik: „Insbesondere Bauprojekte der öffentlichen Hand dürfen nicht verschoben und Vorarbeiten und Genehmigungsverfahren unterbrochen oder gar nicht angefangen werden. Die Bauwirtschaft ist gekennzeichnet durch längere Vorlaufzeiten, Genehmigungs- und Planungsverfahren erfordern die entsprechende Zeit. Wenn, ausgelöst durch die Coronakrise, alle Vorarbeiten ruhen, verschiebt sich die Wiederaufnahme der Bautätigkeit nach dem Ende der Krise noch weiter in die Ferne und der wirtschaftliche Schaden für die Wirtschaft wäre noch größer.“ Derzeit geht der Branchensprecher von durchschnittlichen Umsatzeinbußen von 50 Prozent aus: „Dieser Wert betrifft das gesamte Gewerbe und Handwerk. Da gibt es Bereiche, die geringere Verluste zu verzeichnen haben, bei anderen ist aber leider ein hundertprozentiger Ausfall möglich.“

Notfalldienst wird eingerichtet

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung haben das Land zum Stillstand gebracht und Ostern steht vor der Tür. Das Kärntner Gewerbe sorgt in dieser Phase für Kontinuität und steht bereit, wenn Kärntner dringend Unterstützung benötigen. „Ab sofort finden Hilfesuchende auf wko.at/ktn/gewerbe einen Handwerksbetrieb in ihrer Nähe, der für sie da ist. Gemeinsam werden wir diese schwierige Situation überstehen“, so Klaus Kronlechner abschließend.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Gewerbe und Handwerk
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 90 4 - 150
manfred.zechner@wkk.or.at

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