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Gesundheitstourismus in Bad Bleiberg im Aufwind

Humanomed übernahm Anfang des Jahres den Heil­klimastollen Friedrich und den Bleibergerhof in Bad Bleiberg. Ein starkes Bekenntnis für regionale Betriebe, den Gesundheitstourismus weiter zu forcieren.

Der Bleibergerhof ist im Besitz der Humanomed-Gruppe. Im Herbst wird saniert und wiedereröffnet.
© KK/HB1 Hotels Der Bleibergerhof ist im Besitz der Humanomed-Gruppe. Im Herbst wird saniert und wiedereröffnet.

Etwas Wehmut schwingt mit, wenn die Unternehmer in Bad Bleiberg von früher erzählen. Die Bleiberger Bergwerksunion war der größte Arbeitgeber und Förderer von Sport, Kultur und der privaten Wirtschaft in Bleiberg. Nach dem Ende des Bergbaues 1993 musste sich die Region neu positionieren. Drei staatlich anerkannte Heilvorkommen – eine Thermalquelle und zwei Heilklimastollen – sowie die Lage am Fuße des Naturparks Dobratsch auf 920 Meter Seehöhe gaben die Rahmenbedingungen vor, sich noch stärker als Kurort zu positionieren. Bereits 1951 wurde mit dem Thermalwasservorkommen der Weg in den Tourismus geebnet. Hotels, Pensionen und ein Thermalbad folgten. Mittlerweile wurde die öffentliche Therme geschlossen und auch die Gäste­zahlen gingen zurück.

Anfang des Jahres hat Humanomed den 1971 eröffneten Bleibergerhof von HB 1 Hotels sowie den Heilklimastollen Friedrich von der Familie Schator übernommen. Unter dem Dach der Humanomed-Gruppe werden das Humanomed-Zentrum Althofen, die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt und die Privatklinik Villach betrieben.

„Mit dem Erwerb des Bleibergerhofs erweitern wir für unsere Patienten und Gäste unser Bettenkontingent in Kärnten“, erklärt Humanomed-Geschäftsführer Johannes Eder. Die Gäste im Heilklimastollen werden schon jetzt vom neuen Therapeuten-Team umsorgt. Mitte September übernehme die Gruppe dann den Bleibergerhof. Nach dem Sanieren des Hauses werde noch im Herbst dieses Jahres eröffnet. 

Zweites Gesundheitshotel für Bad Bleiberg

Das Haus soll in Verbindung mit dem Heilklimastollen zu ei-ner modernen Gesundheitseinrichtung für Patienten mit Lungen­erkrankungen, Allergien und Burn-out-Diagnosen sowie Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Ulrike Koscher-Preiss, Geschäftsführerin von Humanomed, sieht in der Investition eine große Chance für die gesamte Region: „Wir schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern neben dem Vivea-Gesundheitshotel das zweite Gesundheitshotel in der Gemeinde.“ Über den Mitbewerb freut sich auch Vivea-Geschäftsführer Helmut Schabernig: „Bad Bleiberg konnte nichts Besseres passieren. Wir freuen uns, gemeinsam mit einem erfahrenen und verlässichen Partner für mehr Schwung und Aufwind im Gesundheitstourismus zu sorgen."

Von der Übernahme hoffen auch die kleineren umliegenden Betriebe zu profitieren. Große Hoffnung legen die durchwegs positiv gestimmten Unternehmen dabei in eine öffentliche Therme. Damit wäre der Zugang zum Heilwasser auch für diese Betriebe und Tagesgäste gegeben. Die desolate Therme wurde ebenfalls von Humanomed gekauft, ob eine neue öffentliche Therme gebaut wird, ist offen und wohl auch von den finanziellen Mitteln des Landes abhängig. 


Christholde und Anton Schator waren zwei Jahrzehnte im Besitz des Heilklimastollens Friedrich in Bad Bleiberg – jetzt schulen sie die neuen Humanomed-Therapeuten.
© KK/Claudia Blasi Christholde und Anton Schator waren zwei Jahrzehnte im Besitz des Heilklimastollens Friedrich in Bad Bleiberg – jetzt schulen sie die neuen Humanomed-Therapeuten.

Stollen mit Heilkraft 

„Der Heilklimastollen Friedrich ist einzigartig in Europa“, erzählt Christholde Schator aus Bad Bleiberg. Gemeinsam mit ihrem Mann Anton Schator, Oberhutmann im Ruhestand und Bergbaubevollmächtigter, haben sie 1997 den Heilklimastollen von der Bleiberger Bergwerksunion erworben. In den folgenden Jahren wurde in Begleitung von Kurärzten das Unternehmen nach den Bedürfnissen der Patienten und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebaut. In der ambulanten Kuranstalt für Atemwegserkrankungen und Allergien werden heute zusätzlich viele Menschen behandelt, die unter psychischen Erkrankungen wie etwa Burn-out leiden. Acht Grad Celsius, 99 Prozent Luftfeuchtigkeit sowie Ruhe und Zuwendung schaffen den optimalen  Heilungsprozess. Die Nachfrage steige jährlich und das Publikum werde zunehmend international.
20 Jahre hat Christholde Schator als Therapeutin mit den Kurärzten und ihrem Mann die Patienten umsorgt. Seit Anfang des Jahres leitet nun Humanomed den Stollen. Für einen nahtlosen Übergang werden die neuen Therapeuten noch von Schator eingeschult.

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