th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gelebte Buchkultur seit 150 Jahren

Zirka 500 klassische, von Eigentümern geführte Buchhandlungen gibt es in Österreich noch. Die Buchhandlung Heyn in Klagenfurt ist eine davon. Und sie wurde heuer 150 Jahre alt. Was natürlich ausgiebig gemeinsam mit vielen Kunden gefeiert wurde. Aber auch sonst stehen die Kunden immer im Mittelpunkt.

Birgit Sacherer
Buchhändler Helmut Zechner liebt gemütliche Lesemomente – ob in einem Buch oder auf seinem Pocketbook E-Reader.
© Lobitzer Buchhändler Helmut Zechner liebt gemütliche Lesemomente – ob in einem Buch oder auf seinem Pocketbook E-Reader.

25.000 Bücher insgesamt sind in den Regalen geschlichtet, wobei sich im Durchschnitt jedes Buch sechsmal verkauft. Bei manchen ist es natürlich um ein Vielfaches mehr. Apropos Durchschnitt: Rund 370 zahlende Kunden gehen während der Öffnungszeiten in das Geschäft in der Kramergasse und holen sich frischen Lesestoff. „An den Einkaufssamstagen vor Weihnachten können es schon bis zu 1500 sein“, erzählt Helmut Zechner, der den Betrieb in nun bereits fünfter Generation führt und sich in den vergangenen Jahren erfolgreich am heißumkämpften Buchmarkt behaupten konnte. „Bis vor ungefähr zehn Jahren war der Buchhandel eine stabile und vor allem krisensichere Branche. Die Rasanz, mit der Amazon den Markt aufgemischt hat, haben alle unterschätzt. Bis der Ernst der Lage erkannt wurde, war es für viele kleine Buchgeschäfte leider schon zu spät“, so Zechner, der trotz freiwillig absolvierter Buchhändlerlehre in Wien nicht im Sinne hatte, je die familiengeführte Buchhandlung eines Tages zu übernehmen. Nach wilden Jahren als Schlagzeuger in Bands wie „3 Gordons“ oder „Sans Secours“ „strandete“ er 1998 in Klagenfurt – auch sehr zur Freude seines Vaters. 

Inzwischen zählt Heyn zu den drei größten familiengeführten Buchhandlungen in Österreich. 20 Prozent des Umsatzes werden mittlerweile per Mausklick getätigt. „Davon wiederum fallen acht Prozent auf den Download von E-Books. Auf Wunsch laden wir natürlich auch das gewünschte Buch auf den E-Book-Reader“, so Zechner. Ob Bücher zur Lebensbewältigung, Bildbände, Nobelpreis-Favoriten, Büchner-Preis-Gewinner, Kärnten-Krimis oder Kinderbücher – jedes Buch, das empfohlen wird, wurde auch gelesen.

Mit Umbau, Investition, Renovierung und verstärktem Marketing trotzt Zechner seit vielen Jahren erfolgreich der Konkurrenz. Und ist immer auf der Suche nach Neuem. Wie einst, als die beiden Katzen Nilo und Nala als schnurrende Maskottchen in die Buchhandlung Heyn einzogen. Seither hinterlassen die beiden „Lesekatzen“ auch ihre Spuren auf diversen Werbematerialien.

Ein wahrer Clou ist dem 1,98 Meter großen Buchhändler mit der Einführung der literarischen Dinner mit Autoren wie Martin Walser oder Achim Schneyder gelungen. „Ich war einmal bei der Präsentation des Buches ‚Plachutta Kochschule‘ von Ewald Plachutta in Wien eingeladen, er kochte damals auch ein paar Gerichte aus seinem Buch. Nach der Präsentation fragte ich ihn, ob er auch bei uns das Buch inklusive Kostproben vorstellen würde“, verrät der 49-Jährige. Prompt sagte der Starkoch zu – und bat Zechner, ein paar Häppchen bei einem Caterer zu bestellen. Stattdessen schwang der begnadete Hobbykoch selbst den Kochlöffel. Und auch Plachutta war von seinen haubenverdächtigen Kochkünsten angetan. Übrigens: Am 25. Februar ist es wieder soweit. Franzobel liest und „Mr. Heyn“ sorgt für lukullische Genüsse.


Dieser Artikel erschien in der Kärntner Wirtschaft, Ausgabe 49.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Erfolg aus Kärnten
Das Modell „Griffner Classic“ ist das meistverkaufte Griffnerhaus. Die Satteldachlinie mit drei verschiedenen Giebelmöglichkeiten ist das unverwechselbare Markenzeichen.

Wohn(t)räume mit kleinem ökologischem Fußabdruck

Das Kärntner Traditionsunternehmen Griffnerhaus plant und errichtet Premium-Fertighäuser in Holzriegelbauweise. Nach Tiefpunkt und Turbulenzen führt Georg Niedersüß das Unternehmen in die Zukunft. mehr

  • Erfolg aus Kärnten
„Wir haben im vergangenen Jahr damit begonnen, Geschenkpakete mit unserem Wein und regionalen Produkten für Firmenkunden zusammenzustellen.“

„Made in Kärnten“ als Firmengeschenke gefragt

Ein kleines Geschenk für Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter: Das gehört für viele Betriebe zu Weihnachten wie „Last Christmas“ zum Radioprogramm. Der Trend geht dabei hin zu regionalen Produkten. mehr