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Führung in Teilzeit – und wie sie in Betrieben gelebt wird

Beim FEMtech-Netzwerktreffen in Kärnten wurden Best-Practice-Beispiele auf die Bühne geholt sowie über den Alltag von Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert.

FEMtech-Netzwerktreffen
© WKK/FiW 1. Reihe von links nach rechts: Carmen Goby, Alina Absmeier, Silvia Neumann / 2. Reihe von links nach rechts: Christiane Holzinger, Florian Holzinger, Christina Hirschl, Philipp Hungerlänger, Sonja Smolak-Loidl

20 Stunden arbeiten, Teams führen oder Projekte leiten. Das kann funktionieren, wenn in Betrieben bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, wie Flexibilität oder ein neues Verständnis von Führung. „Für die junge Generation ist Work-Life-Balance extrem wichtig. Wenn wir Talente im Land halten wollen, müssen wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Dazu zählt auch eine entsprechende Kinderbetreuung“, plädiert Carmen Goby, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. Gemeinsam mit Silvia Neumann vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) lud sie zum FEMtech-Netzwerktreffen nach Klagenfurt, um Chancen und Erfahrungen von Führung in Teilzeit zu beleuchten.  

Best-Practice-Beispiele aus Kärnten: Führen in Teilzeit

Von den rund 400.000 Führungskräften in Österreich sind 23 Prozent weiblich und davon arbeiten 21 Prozent in Teilzeit. Jene Frauen mit Kindern arbeiten zu 35 Prozent in Teilzeit. Von den Männern in Führungspositionen arbeiten lediglich 5 Prozent in Teilzeit und nur 2 Prozent der Väter (Statistik Austria, Führungskräfte Monitor der AK). Auch die aktuellen Ergebnisse der Gleichstellungserhebung 2018 von Joanneum Research zeigen, Teilzeit auf Führungsebene ist noch eher ein Einzelfall und wird oft als Übergangslösung in der Elternteilzeit betrachtet.  

Dass es auch anders sein kann, zeigen Vorbilder aus Kärnten. Christian Hirschl von Carinthian Tech Research, Sonja Smolak-Loidl von Infineon und Philipp Hungerländer, Geschäftsführer von Hex, arbeiten Teilzeit als Führungskräfte. Sie schaffen dadurch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, haben keine Karrierenachteile und schätzen Flexibilität.  

Auch in der Wirtschaftskammer ist dieses Arbeitsmodell möglich, wie Tanja Telesklav, Landesgeschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft, vorlebt. Darüber hinaus gibt es in Kärnten inzwischen viele familienfreundliche Arbeitgeber, die AUDIT zertifiziert sind und ihren Mitarbeitern Teilzeit in Führung anbieten. „Die Zugänge sind höchst unterschiedlich, aber es sind gute Beispiele, wie es funktionieren kann“, bestätigt Irene Slama von AUDIT berufundfamilie. 

FEMtech-Expertin des Monats Mai kommt aus Kärnten

Damit Gleichstellung flächendeckend in der Gesellschaft ankommt, braucht es noch mehr Vorbilder und Best-Practice-Beispiele. Das FEMtech-Netzwerktreffen in Kärnten ist dafür eine gute Möglichkeit. Auch wenn es um das Sichtbarmachen von Frauen in der Technik geht. Als FEMtech-Expertin des Monats wurde Alina Absmeier von Infineon ausgezeichnet. Ihre Fachrichtung ist Chemie und Technische Chemie, Brennstoff- und Mineralöltechnologie. Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, gratulierte und führte als Moderatorin durch den Nachmittag.

FEMtech-Netzwerktreffen in Klagenfurt

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