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Forderung der Weinbauern stößt Kärntner Wirten sauer auf

Der österreichische Weinbauverband kritisiert, dass Vereine künftig Registrierkassen bei ihren Festen brauchen. Das erschwere die Veranstaltung von Weinfesten, wird argumentiert. Kärntens Wirte haben Verständnis für die Sorgen der Weinbauern, sprechen sich aber entschieden gegen Ausnahmen und weitere Bevorzugungen für Vereine aus!

Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nicht ein Vereinsvertreter über die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht öffentlich echauffiert: Von hohen Mehrkosten ist die Rede, Ausnahmen werden gefordert. Was dabei anscheinend vergessen wird: Diese hohen Kosten und bürokratischen Hürden sind auch für die heimischen Gastronomen ein existenzgefährdendes Problem!

Adolf Kulterer, Sprecher der FairPlay-Kampagne in der Wirtschaftskammer Kärnten, sagt dazu: "So wichtig die Vereinsarbeit auch ist: Unsere Wirte schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern und halten die Wertschöpfung im Land. Noch mehr Vorteile für Vereine zu schaffen ist der falsche Weg. Wichtiger wäre es, die Betriebe zu unterstützen!"

Eine Aufweichung der Registrierkassenpflicht würde in der Praxis bedeuten, dass Vereine ohne Registrierkasse ein Fest organisieren können - und dasselbe Fest von Gastronomen mit erheblich höherem administrativem Aufwand verbunden wäre. "Und so kann es mit Sicherheit nicht laufen! Wir weisen diese Forderungen der Vereine im Namen der Kärntner Wirte auf das Schärfste zurück", sagt Kulterer. Schon jetzt gebe es viel zu viele rechtliche Schlupflöcher und steuerliche Vorteile für Vereine.
"Man bekommt das Gefühl, Gastronomen sind in Österreich Personen zweiter Klasse. Die Betriebe werden mit Kosten und Kontrollen zugeschüttet, während Vereine von allerlei Ausnahmen profitieren", ärgert sich Kulterer. "Wenn es nun bei der Registrierkassenpflicht auch noch zu einer Ausnahme für Vereine kommt, wäre das eine unglaubliche Wettbewerbsverzerrung!"

Er hofft dabei auf eine klare Linie der Politik: "Wir wissen, dass viele Politiker damit Schwierigkeiten haben, Wünsche von Vereinen nicht zu erfüllen. Viele sind selbst Mitglied in einem Verein und denken bei ihren Entscheidungen bereits an die nächste Wahl." Sympathien und private Interessen dürfen aber nicht ausschlaggebend für Gesetzesänderungen sein, so Kulterer: "Es wäre einfach nicht fair, noch mehr Ausnahmen für Vereine zu schaffen. Viele Betriebe stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Wenn es jetzt zu einer noch stärkeren Wettbewerbsverzerrung kommt, sehe ich schwarz – gerade für die Wirte im ländlichen Raum."

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