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Flughafen: Mandl verlangt Maßnahmen- und Zeitplan

„Kärnten darf sich nicht länger vertrösten lassen“, mahnt WK-Präsident Jürgen Mandl nach dem Mehrheitsbeschluss in der Landesregierung gegen eine Rückabwicklung der Flughafenprivatisierung.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Zur Kenntnis genommen hat Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl die Weigerung der Mehrheit im Kollegium der Kärntner Landesregierung, dem Beschluss des Aufsichtsrates der Kärntner Beteiligungsverwaltung Folge zu leisten. Dieser hatte vor wenigen Wochen mehrheitlich einen Antrag des zuständigen Regierungsmitglieds, LR Martin Gruber, unterstützt, wonach die sogenannte „Call Option“ gezogen und damit der Verkauf von knapp 75 Prozent der Flughafenbetriebsgesellschaft an einen privaten Investor im April 2018 rückgängig gemacht werden sollte. Mandl: „Mehrheiten sind zur Kenntnis zu nehmen, die damit verbundenen Verantwortlichkeiten ebenso.“

Keine Verbesserungen eingetreten

Aus Sicht der Kärntner Wirtschaft sei die Gesamtentwicklung um diese wichtige Infrastruktureinrichtung jedenfalls bedauerlich, erklärte Mandl. Keine der damals vom Investor in Aussicht gestellten Verbesserungen am Flughafen sei eingetreten. Deshalb rät Mandl dringend dazu, einen detaillierten und engagierten Maßnahmen- und Zeitplan einzufordern: „Die nunmehr für das weitere Schicksal des Flughafens verantwortliche Landesregierung wäre gut beraten, den neuen Eigentümer davon zu überzeugen, dass die Wirtschaft in Kärnten keine bunten Bildbände braucht, sondern aktive Flugverbindungen zu den wichtigen Verkehrsdrehscheiben in Europa. Diese ist der Investor seit Jahren schuldig geblieben, während Flughäfen in der näheren Umgebung ihre Position massiv ausgebaut haben.“

Kärnten dürfe sich nicht weiter vertrösten lassen, sondern müsse auf die Einhaltung der Vereinbarungen drängen, unterstrich Mandl.

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